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Elternbrief


E-Mail Newsletter 29-04-2009
 

 


Themen:
 

 

Liebe Eltern,

war es bei Ihnen in den letzten Wochen auch so wunderbar sonnig, sodass man einfach raus in Freie "musste"? Auch meine Kinder spielen nun wieder häufiger draußen (sofern die Menge der Hausaufgaben es zulässt). Hanna eröffnete letztens mit ihrer Freundin Clara ein "Restaurant" auf der Wiese, in dem es allerlei Pflanzliches gab, wie ich auf der handgeschriebenen Speisekarte der beiden Mädchen lesen konnte: Dort waren kulinarische Finessen wie Löwenzahnsalat und Gänseblümchenfondue aufgeführt. Die zwei kleinen Restaurant-Betreiberinnen zogen mit ein paar Plastikschüsselchen los und rupften und zupften ihre Gerichte zusammen.

Zuvor hatten sie mich noch gefragt, ob Gänseblümchen giftig seien, und waren begeistert, als ich verneinte und meinte, sie könnten sogar mal ein Blümchen probieren. Das taten sie dann auch und berichteten mir erfreut, dass es richtig gut schmecke.

Doch nicht alle Pflanzen sind so unbedenklich. Deswegen habe ich das Thema Giftpflanzen schon im Newsletter vor zwei Wochen aufgegriffen und vor gefährlichen Pflanzen im Garten gewarnt. Vor allem größere Kinder spielen aber nicht immer nur brav im Garten und können dann Bekanntschaft mit einer recht unangenehmen Pflanze machen, der Herkulesstaude.


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Die Herkulesstaude (auch Riesenbärenklau genannt) breitet sich seit Jahren immer stärker aus. Der Saft aller Pflanzenteile enthält lichtsensibilisierende Substanzen, die in Verbindung mit der UV-Strahlung des Sonnenlichts zu schweren, verbrennungsähnlichen Erscheinungen auf der Haut führen können. Bei Kindern mit ihrer empfindlichen, zarten Haut genügt bereits ein einfacher Kontakt mit der Oberfläche der Blätter. Natürlich sind auch Erwachsene gefährdet.

Einen Tag nach dem Kontakt entstehen meist erste Hautrötungen. Es kommt zu Hautentzündungen sowie Reizungen und im schlimmsten Fall zu einer so genannten Wiesengräserdermatitis, die sich mit entzündlichen, schmerzhaften Blasen äußert. Die Blasen können großflächig sein und das Bild einer Verbrennung zweiten Grades hervorrufen. So können wochenlang anhaltende nässende Wunden entstehen, die unter Zurücklassung einer bräunlichen Pigmentierung (teils jahrelang anhaltend!) abheilen. Bei intensiverem Kontakt zu dieser gefährlichen Pflanze können auch Fieber, Schweißausbrüche oder gar ein Kreislaufschock auftreten.

Leider werden Kinder auf den Riesenbärenklau durch seine Größe (bis über 3 Meter hoch) und seine attraktiven Blütenstände (weiße Dolden ähnlich der wilden Möhre) aufmerksam und verwenden Pflanzenteile zum Spielen. So haben Kinder die Stängel schon als Schwerter für Ritterkämpfe eingesetzt oder als Blasrohre benutzt. Die großen Blätter eignen sich aus Kindersicht auch gut zum Darin-Verstecken. Daher gab es immer wieder Vergiftungsfälle, bei denen die Kinder anschließend stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Bitte warnen Sie Ihr Kind unbedingt vor dem Riesenbärenklau! Diese Pflanze sollte es auf keinen Fall berühren! Entfernen Sie Herkulesstauden, die an Standorten wachsen, an denen sich Ihr Kind aufhält. Achtung: Abmähen, auch wiederholt, ist nutzlos, da die Staude immer wieder von unten aus der rübenförmigen Speicherwurzel nachwächst!

Die sicherste Methode, um kleinere Bestände zu vernichten, ist das Ausgraben der Wurzeln (obere Hälfte des Vegetatonskegels abstechen, der untere Teil der Wurzel kann in der Erde verbleiben). Je kleiner die Pflanze ist, umso leichter lässt sie sich ausgraben und umso geringer ist die Gefahr des Hautkontaktes. Grundsätzlich nur mit Schutzkleidung und Schutzbrille arbeiten. Bei Arbeiten mit dem Rasentrimmer oder beim Abhacken der Pflanze kann der Pflanzensaft eventuell auch durch die Kleidung hindurch Schwierigkeiten bereiten!

Die beste Zeit für die Bekämpfung ist jetzt im Frühjahr, denn im Mai beginnt die Pflanze den Hauptteil ihrer Blätter zu bilden. Im Juni schiebt sie ihren Blütenstängel in die Höhe. Dann ist die Herkulesstaude zwar besonders gut zu erkennen, für eine sinnvolle Bekämpfung ist es jetzt aber schon fast zu spät. Ggf. muss dann die Pflanze zunächst abgemäht werden, bevor die Wurzel ausgegraben werden kann.

Falls Sie oder Ihr Kind mit Pflanzenteilen des Riesenbärenklaus in Berührung gekommen sind, sollten Sie die betroffene(n) Stelle(n) möglichst sofort gründlich mit Wasser und Seife abwaschen. Gehen Sie sicherheitshalber zum Arzt, insbesondere, wenn Ihr Kind betroffen ist. Die betroffene(n) Stelle(n) sollte(n) mindestens für 48 Stunden nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt und in den Folgemonaten mit Sonnencreme geschützt werden.



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Bei uns gab es am Wochenende Kartoffelsalat mit Bärlauch. Sicher kennen Sie auch die Maiglöckchen-ähnlich aussehenden Bärlauchblätter, die so würzig nach Knoblauch riechen und schmecken. Obwohl wir in den umliegenden Wäldern mehrere Stellen kennen, an denen Bärlauch in rauen Mengen wächst, war in unserem Salat gekaufter Bio-Bärlauch drin. Und das gleich aus zwei Gründen: Erstens kann Bärlauch mit zwei hochgiftigen anderen Pflanzen verwechselt werden. Und zweitens könnten am Bärlauch aus dem Wald Fuchsbandwurmeier haften, da die Bärlauchblätter ja direkt auf dem Waldboden wachsen.

Bärlauchblätter werden beim Sammeln immer wieder mit Maiglöckchen oder den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlose verwechselt. Beide sind äußerst giftig und können zu tödlichen Vergiftungen führen. Verwechslungsgefahr besteht vor allem deshalb, weil der Bärlauch vor der Blüte gesammelt wird (danach schmeckt er nicht mehr so gut) und deshalb nicht so sicher zugeordnet werden kann.

Erst vor kurzem hat ein bayrischer Rentner seinen selbst gesammelten "Bärlauch"-Salat, der in Wirklichkeit die Blätter der hochgiftigen Herbstzeitlose enthielt, mit dem Leben bezahlt. Eine Vergiftung macht sich als Erstes mit Brennen am Gaumen, dann Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen bemerkbar. Eine Portion aus 60 Gramm Blättern der Herbstzeitlose kann 45 bis 120 Milligramm Colchicin enthalten, ein Pflanzengift, das in dieser Dosis selbst bei Erwachsenen tödlich wirken kann. Kinder mit ihrem geringeren Körpergewicht sind natürlich umso mehr gefährdet! Bis zum Wirkeintritt des Giftes können 2 bis 24 Stunden vergehen - je schwerer die Vergiftung, desto schneller treten erste Symptome auf. Das Fatale ist, dass es gegen das Gift der Herbstzeitlosen kein spezifisches Gegenmittel gibt, die Medizin also weitgehend machtlos dagegen ist.

Das Erhitzen der Herbstzeitloseblätter als "Bärlauchgemüse" führt zu besonders schweren Vergiftungen. Auch kleingehackte Blätter (Herbstzeitlose in einem vermeintlichen "Bärlauch"-Pesto) ermöglichen eine besonders hohe Giftaufnahme.

Bärlauch wächst in schattigen und nährstoffreichen Laub- und Mischwäldern, Parkanlagen und Auwäldern. Der "echte" Bärlauch hat einen stark knoblauchartigen Geruch und gestielte Blätter. Die Blätter der Herbstzeitlose sind dagegen geruch- und stiellos und wachsen auch eher in Wiesen.

Das Maiglöckchen ist aber wie der Bärlauch in Laubwäldern zu Hause und bedeckt dort weite Flächen. Maiglöckchenblätter haben wie Bärlauchblätter einen Stiel, ihnen fehlt aber der knoblauchartige Geruch. Beim Verzehr von Maiglöckchen kommt es zu Durchfällen und Erbrechen sowie gelegentlich zu Herzrhythmusstörungen.

Sammlern wird immer wieder empfohlen, unbedingt auf den typischen Knoblauchgeruch des Bärlauchs zu achten. Dazu wird ein Blatt zerrieben. Eine Pflanze, deren Blätter nicht nach Knoblauch riechen, ist kein Bärlauch. Vergiftungsexperten warnen allerdings vor dem Geruchstest, denn er kann in die Irre führen. Haben Sie zuerst einen echten Bärlauch zerreiben, riechen Ihre Finger nach Knoblauch, sodass es Ihnen möglicherweise bei weiteren "Schnuppertests" gar nicht auffällt, dass Blätter gar nicht nach Knoblauch riechen, weil ja schon Ihre Finger danach "duften"! Daher raten Experten: Finger weg vom Grün aus dem Wald. Zur Sicherheit den Bärlauch lieber im Handel kaufen.



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Der Deutschunterricht in der Grundschule wird stetig komplexer, anspruchsvoller und schwieriger. Die Diktate werden umfangreicher, die Leistungsanforderungen ziehen an und Grundschulkinder müssen sich immer mehr anstrengen, um gute Noten zu bekommen. Mit dem Training "Sicher richtig schreiben" können Eltern ab sofort einen wichtigen Grundstein für die zukünftige Rechtschreibsicherheit ihrer Kinder legen!

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Unsere Tochter, gerade 4 Jahre, benutzt seit einiger Zeit ganz massiv Schimpfwörter, und zwar nicht um mal auszuprobieren, wie wir darauf reagieren, sondern gezielt dann, wenn sie etwas nicht bekommt und ihr Missfallen darüber zum Ausdruck bringen will. Anfangs haben wir versucht, das zu ignorieren, dann haben wir sie für den Gebrauch der so genannten Klowörter auf die Toilette geschickt. Wir haben ihr auch versucht zu erklären, dass sie gerne wütend sein darf, dass bei uns aber trotzdem niemand ein A...loch ist. Kürzlich sind auch zwei Aktivitäten, auf die sie sich gerfreut hatte ausgefallen, weil ich keine Lust hatte mich mit einem solchen Beelzebub in der Öffentlichkeit zu bewegen. Half alles nicht.

Auch wird sie, wenn sie sich aufregt sehr laut, beschwert sich aber gleichzeitig, dass wir nicht so einen Krach machen sollen. Außerdem versucht sie, wenn wir dann etwas energischer werden, uns in die Täterrolle zu drängen und sich als Opfer hinzustellen (sehr beliebt ist auch, sich beim jeweils anderen Elternteil zu beschweren). So langsam sind wir mit unserem Latein am Ende.

Zu unserer Situation vielleicht noch: wir haben noch einen 6-monatigen Sohn, den sie heiß und innig liebt, Eifersucht hält sich im normalen Rahmen. Außerdem wohnen Oma und Patentante in unmittelbarer Nähe und kümmern sich viel um sie. Und auch wir Eltern richten es immer wieder so ein, dass sie auch exklusiv Sachen mind. mit einem von uns machen kann. Trotzdem scheint insbesondere der Papa gerade ein rotes Tuch für sie zu sein.

Wer weiß Rat, wie wir ihre Wut in andere Bahnen lenken können?

Lieben Gruß,
Kris

Lesen Sie hier die Antwort von Frau Schmelz:


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Wie gewohnt, kommen hier zur Aufheiterung wieder unsere Jüngsten zu Wort:

Etappensieg
Zu Ostern sind wir das erste Mal mit unserem Sohn Marcel (fast 6 Jahre) die lange Strecke bis zum Rothsee mit dem Fahrrad gefahren. Da es aber mit einem kleinen Fahrrad doch eine ziemlich lange Strecke ist, hat Papa gesagt: "Wir versuchen es in drei Etappen. Und jedes Mal fahren wir ein bisschen länger." Aber am ersten Tag hatten wir schon die Hälfte der Strecke ohne Schwierigkeiten geschafft. Beim nächsten Fahrradausflug wollte Marcel bis ganz zum Rothsee fahren (da gabs dann ein Eis). Als er das ganz toll geschafft hatte, sagte er am Rothsee ganz stolz: "Papa, das hast du nicht gedacht, dass ich das in nur zwei Attrappen schaffe, oder?" (von Antje Lorenz)

Reife Leistung
Ich habe Amelie (knapp 5 Jahre) erzählt, dass man früher sagte, wer den Arm über den Kopf legen und mit der Hand das Ohr bedecken kann, ist schulreif. Gleich probiert sie es aus und sagt: "Mama, guck mal, ich bin beinahe ein Schulreifen!" (von Nina Achminow)

Gerecht geteilt
Gemeinsam sind wir mit unseren Söhnen Alexander (5 Jahre) und Wolfgang (1,5 Jahre) beim Bäcker. Leider ist von den heißgeliebten Rosinenbrötchen nur noch eines da. Alexander bestellt: "Bitte das Rosinenbrötchen. Und in der Mitte durchschneiden. Die kleinere Hälfte ist für meinen kleinen Bruder." (von Jochen Kranz)

Vielen Dank an alle Einsender/innen!
Wenn Sie auch einen netten Spruch Ihres Kindes auf Lager haben, senden Sie ihn bitte an gesundheit.erziehung@onlinehome.de. Dann können wir im Newsletter alle darüber schmunzeln!





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- praktische Lerntipps für das Üben zu Hause,
- Tipps zur richtigen Rechtschreibung und zum leichten Lesenlernen,
- neue Lernkonzepte und Lernmethoden für Ihr Kind,
- Informationen, wie der Übertritt von der Grundschule aufs Gymnasium oder die Realschule klappt,
- Fördertipps, wie Sie die Talente Ihres Kindes sinnvoll fördern und Lernfortschritte richtig kontrollieren können,
- den "Lerntipp der Woche" mit Informationen zu den besten Büchern, Lernspielen und Internetseiten für Kinder,
- Motivationstipps gegen Hausaufgaben-Frust sowie
- aktuelle Meldungen zu wichtigen Änderungen im Schulsystem
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Herzlichst

Ihre


Dr. med Andrea Schmelz

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Trockenes Wetter: Heute Morgen verließen wir bei dickem Nebel das Haus. Meine Tochter Ira (3 Jahre) fragte: „Warum ist das so staubig?“