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Palmöl-Plantage in Malaysia
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Palmöl: Nicht nur bedenklich, sondern auch giftig

Diese Kinder Produkte sind betroffen

Ob in Schokocreme, Eis oder Keksen: Palmöl kommt immer häufiger in Lebensmitteln vor, auch in Bio- oder Kinderprodukten. Dieser Trend hat fatale Folgen, denn die zunehmende Zahl der Ölpalmen-Plantagen zerstört nicht nur den Regenwald, sondern sorgt auch für erhebliche ökologische und soziale Probleme in den Erzeugerländern. Hinzu kommt, dass Palmöl krankmachen kann – vor allem Kinder. Trotz heftiger Kritik von Verbraucherschützern wird es jedoch von vielen Herstellern nach wie vor verarbeitet. Welche Kinder-Produkte betroffen sind und welche unbedenklichen Alternativen es gibt, verrate ich Ihnen in diesem Beitrag. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Der Grund für den Siegeszug von Palmöl sind seine einzigartigen Eigenschaften: Bei Zimmertemperatur bleibt es fest und muss nicht wie die meisten pflanzlichen Fettechemisch gehärtet werden. Es ist obendrein geschmacksneutral, hitzestabil und lange haltbar.

Warum Palmöl Ihr Kind krank macht

Ernährungswissenschaftler warnen vor einer erhöhten Gesundheitsgefahr durch eine langfristige und hohe Aufnahme von Palmöl. „Kinder sind besonders gefährdet, da ihr Körpergewicht im Verhältnis zur aufgenommenen Schadstoffmenge gering ist“, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Palmöl besteht fast zur Hälfte aus gesättigten Fettsäuren, die hohe Cholesterinwerte und Herzkrankheiten verursachen können. Palmkernöl, das gerne für Kakaoglasuren, Eiskonfekt und Karamell verwendet wird, besteht sogar zu 80 Prozent aus gesättigten Fettsäuren. Daneben enthält Palmöl sogenannte Fettsäureester, die als krebserregend gelten. Vor allem bei raffiniertem Palmöl, ein Bestandteil von Säuglings-Milchnahrung, sind die Schadstoffkonzentrationen hoch.

Lesen Sie das Etikett genau

Seit Dezember 2014 müssen verwendete Öl ein den Zutaten auf Lebensmittelverpackungen namentlich aufgeführt sein. Bezeichnungen wie „Pflanzenöl“, „Pflanzenfett“ oder „pflanzliches Öl“ reichen nicht mehr aus. Die Pflanze, von der das Fett oder Öl stammt, muss zusätzlich genannt sein. So können Verbraucher gezielt nach Produkten ohne Palmöl suchen. Formulierungen auf der Zutatenlistesind etwa: Palmöl, pflanzliche Öle (... Palm), Palmfett, pflanzliche Fette(Palm, Palmkern ...), pflanzliches Fett(Kokosnuss, Palme), Pflanzenfett(Ölpalme, Kokosnuss). Ein guter Ersatz für Palmöl sind zum Beispiel Kokosfett und Sonnenblumen oder Sojaöl (das steht dann auch so auf dem Etikett).

Palmölfreie Alternativen finden Sie am ehesten im Bio-Supermarkt

So enthalten die meisten Schokoprodukte von Alnatura kein Palmöl. Auch die Bio-Schokoriegel von Organic Foodbar sind beispielsweise palmölfrei. Nuss-Nougat-Aufstriche sind fast ausnahmslos mit Palmöl hergestellt. Das gilt sowohl für die konventionellen Varianten wie Nutella als auch für beliebte Bio-Alternativen wie Samba. Eine rühmliche Ausnahme ist der Schoko-Aufstrich von Rigoni di Asiago, für den stattdessen Sonnenblumenöl verwendet wird. Weil auch viele Müsliriegel Palmölenthalten, sollten Sie zu veganen Nuss- oder Fruchtriegeln greifen, die sind meist palmölfrei. Und auch palmölfreies Bio-Früchte Müsli ist viel gesünder als übersüßte Frühstückscerealien. Wer bei Eis auf Nummer sicher gehen will, solltezu hochwertigem Bio-Eis ohne (Schoko Fett)-Glasur greifen

Mein Tipp

Welche Produktekein Palmöl enthalten, erfahren Sie auf der Seite: www.umweltblick.de/index.php/ branchen/produkte-ohne-palmoel.  

Sie wird ständig aktualisiert. Diesen Einkaufsführer können Sie auch als App runterladen und so beim Einkaufen jederzeit nutzen.

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