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musikalische Frühförderung

Gemeinsam Musik machen: So einfach und spaßig kann musizieren sein.

Positive Auswirkungen von Musizieren

Auch wenn Sie sich selbst für völlig unmusikalisch halten, gibt es viele Möglichkeiten, mit Ihrem Kind Musik zu machen und sich dabei bestens zu amüsieren. Hier finden Sie einige Anregungen.  

Expertenrat von 

Schon im Mutterleib reagieren Babys auf Musik. Rockmusik mit dröhnenden Bässen veranlasst sie zu wütendem Strampeln, während Geigen- und Flötentöne in Mozartstücken sie schnell besänftigt. Musik drückt Gefühle aus. Schon Kindergartenkinder äußern spontan, dass die Musik „traurig klingt“, wenn es sich um ein Stück in Moll handelt. Musik ist aber auch ganz eng mit dem Gedächtnis verknüpft. So weiß man aus Studien, dass Kinder, die Instrumentalunterricht erhalten, in der Schule leichter und besser lernen.  

Singen Sie zusammen!

Schon Ihr Baby ist begeistert, wenn Sie ihm etwas vorsingen. Das Praktische am Singen ist, dass Sie es fast überall und ohne Hilfsmittel machen können. Kinder ab zwei bis drei Jahren singen schon gerne selbst. Sehen Sie bitte großzügig über falsche Töne oder einen holprigen Rhythmus hinweg und verkneifen Sie sich Kritik, damit Ihrem Kind die Freude am Singen erhalten bleibt.

Mein Tipp:

Singen Sie Ihrem Kind etwas vor oder singen Sie gemeinsam, wenn Langeweile aufkommt (z. B. im Auto) oder Routineaufgaben erledigt werden müssen (z. B. Aufräumen und Zähneputzen). Das lenkt prima ab, und alles geht gleich flotter von der Hand. Kindergartenkinder haben auch großen Spaß am Liederraten. Summen oder pfeifen Sie Ihrem Kind verschiedene ihm bekannte Kinderlieder vor und lassen Sie es den Titel raten. Hat es mit einigen Liedern Schwierigkeiten, können Sie diese gleich noch einmal zusammen singen.

Eine sehr umfangreiche Sammlung bekannter Kinderlieder mit Noten finden Sie z. B. in „Der Liederbär“ (403 alte und neue Kinderlieder; Verlag Bärenreiter 2001; 24,95 Euro).Viele Liedtexte (teilweise mit Audiodateien für die Melodie) finden Sie auch im Internet, z. B. auf www.ingeb.org/Volksong.html.

Vom Blubberschlauch zum Schachtelxylofon

Musikinstrumente müssen nicht immer gekauft sein. Die interessantesten können Sie mit Ihrem Kind selber machen. Besorgen Sie sich beispielsweise aus dem Baumarkt ein Stück Plastik-Leerrohr (ein halber Meter genügt).Waschen Sie dieses gründlich mit Spülmittel-Lösung aus und spülen Sie es anschließend gut mit klarem Wasser nach. Schon ist der Blubberschlauch oder die Elefantentrompete einsatzbereit. Lassen Sie klares Wasser ins Waschbecken ein. Ihr Kind (ab zwei Jahren) kann nun in den Schlauch hineinblasen und ein prima Blubberkonzert aufführen, was gleichzeitig interessante Blasen ergibt. Singt oder spricht es in den Schlauch, hört sich das unter Wasser eher wie ein trompeten- der Elefant an. Und natürlich kann es mit dem Schlauch als „Rüssel“ auch erstklassig herumspritzen ... Im Freien, wo genug Platz ist, kann es den Schlauch auch schnell durch die Luft schlagen oder sich mit dem Schlauch in der Hand schnell drehen, wodurch ein singendes, pfeifendes Geräusch erzeugt wird (Achtung, Verletzungsgefahr für umstehende Personen, deshalb Abstand halten!). Bauen Sie aus einem stabilen Schuhkarton und einigen flachen Holzstücken (Format: mindestens etwa 20 cm lang, 2 bis 3 cm breit) ein Schachtelxylofon. Schneiden Sie den Karton an beiden Längsseiten so ein, dass mindestens vier Holzstücke eingelegt werden können. Je länger das Holzstück, umso tiefer ist der Ton. Beginnen Sie links mit dem kürzesten Holzstück (für den höchsten Ton) und legen Sie weiter rechts die längeren ein. Damit die Hölzer nicht verrutschen und besser klingen, sollten Sie sie an den Auflagestellen mit einem Gummiring mehrmals umwickeln. Nun braucht Ihr Kind nur noch einen oder zwei Schlägel (erhältlich in Musikfachgeschäften, Paar ab etwa 10 €) und schon kann es Musik machen.

Vorhang auf für das Handorchester

Ihr Kind kann seine Hände und Füße vielfältig als Rhythmusinstrumente einsetzen. Die Hände können auf den Tisch oder zusammenklatschen, flach oder auch als Faust. Ihr Kind kann mit dem Fuß stampfen. Größere Kinder können mit den Fingern schnipsen. So kann Ihr Kind ab etwa drei Jahren mit Ihnen zusammen ein Lied oder einen Reim rhythmisch begleiten, wenn Sie die Bewegungen vorgeben. Für den folgenden Kinderreim bietet es sich z. B. an, im Wechsel mit der flachen Hand und der Faust auf einen Tisch zu klopfen: Meine Mu-, meine Mu-, meine Mutter schickt mich her, (flach, flach, Faust, flach, flach, Faust, flach, flach, Faust, Faust, flach, flach, Faust) ob der Ku-, ob der Ku-, ob der Kuchen fertig wär. Wenn er no-, wenn er no-, wenn er noch nicht fertig wär, käm ich mo-, käm ich mo-, käm ich morgen wieder her.

Brüderchen, komm tanz mit mir

Kleinkinder lieben Bewegungs- und Tanzspiele wie „Brüderchen, komm tanz mit mir“, Klatschspiele wie „Pitsche, patsche, Peter“ oder Kniereiter wie „Hoppe, hoppe Reiter“ – am besten mit vielen Wiederholungen. Auch Kitzelspiele mit passendem Lied bereiten Ihrem Kind viel Vergnügen. Anregungen finden Sie z. B. in dem Buch „Zehn kleine Krabbelfinger“ von M.Austermann und G.Wohlleben (Kösel 2002; 127 Seiten; 17,95 Euro; auch als Audio-CD für 15,95 Euro zu haben).

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