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Schlafen, Angst, Nachtgespenst

Panische Angst vor dem Nachtgespenst und nächtliche Wanderungen

Nachtgespenst: Was sie gegen die Angst beim Schlafen tun können

Ein kleiner Nachtgeist wandelt durch die Wohnung. Aus dem Kinderzimmer dringt ein gellender Schrei. Eltern, deren Kind schlafwandelt, unter dem Nachtgespenst oder Alpträumen leidet, sind diese Störungen wohl bekannt. 

Expertenrat von 

Diese besonderen Zustände, die bei Kindern im Schlaf auftreten können, bereiten Eltern oft Sorgen. In aller Regel sind sie jedoch harmlos und nur selten Anzeichen für tiefer liegende psychische Probleme.

Nachtgespenst: Beruhigungsversuche stören eher

Meist beginnt der Nachtgespenst (Pavor nocturnus) mit einem Schrei, manchmal auch mit einem Wimmern oder Keuchen. Ihr Kind zeigt alle Anzeichen starker Angst: Seine Augen sind weit aufgerissen, die Pupillen schreckgeweitet. Es hat Herzklopfen, atmet schwer, schwitzt, ist verwirrt und unruhig – häufig schlafwandelt es oder es spricht im Schlaf, möglicherweise tritt und schlägt es wild um sich. Es scheint Sie nicht zu erkennen, Ihre Beruhigungsversuche wehrt es meist ab. Die Attacke endet nach fünf bis 15 Minuten so plötzlich, wie sie begonnen hat. Ihr Kind entspannt sich, legt sich friedlich wieder hin und schläft weiter. Am nächsten Morgen kann es sich nicht daran erinnern. Nachtgespenst -Attacken kommen vor allem zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr bei etwa zehn Prozent der Kinder mehr oder minder häufig vor. Der Nachtgespenst tritt ein bis vier Stunden nach dem Einschlafen auf. Die betroffenen Kinder bleiben in der ersten Tiefschlafphase beim Durchlaufen der normalen Abfolge „Tiefschlaf – unvollständiges Erwachen – Tiefschlaf“ in der halbwachen Phase „stecken“. Sie schlafen nicht mehr, sind aber auch nicht richtig wach. Da der ganze Spuk auf einer Unreife des Schlafablaufs beruht, gibt sich das Problem bis zum sechsten Lebensjahr meist von selbst. Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Legen Sie Ihr Kind frühzeitig und immer zur selben Zeit schlafen.
    Schläft es nachts wenig, lassen Sie es zusätzlich einen Mittagsschlaf machen, denn Übermüdung fördert das Auftreten des Nachtgespenst s.
  • Passen Sie auf, dass es sich nicht verletzt.
    Legen Sie eventuell noch einige zusätzliche Kissen ins Bett, wenn es um sich schlägt, und verhindern Sie, dass es schlafwandelnd davonläuft oder eine Treppe hinunterstürzt.
  • Wecken Sie Ihr Kind nicht auf.
    Machen Sie einen Versuch, Ihr Kind in den Arm zu nehmen und zu trösten. Wehrt es Sie ab, bleiben Sie bitte ruhig neben dem Bett stehen und beobachten Sie es nur. Die meisten Kinder beruhigen sich schneller, wenn sie in Ruhe gelassen werden.
  • Sprechen Sie Ihr Kind am nächsten Tag nicht auf die Nachtgespenst-Attacke an.
    Da es sich normalerweise nicht an den Nachtgespenst erinnern kann, würde es durch Ihre Fragen nur verunsichert.
Mein Tipp:

Wenn Ihr Kind unter dem Nachtgespenst leidet, können ihm Aconitum, Hyoscyamus, Kalium bromatum, Stramonium oder Zincum helfen 

Alpträume: Jetzt hat Ihr Kind Trost nötig

Von Alpträumen besonders betroffen sind Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Alpträume treten meist in der zweiten Nachthälfte auf, wenn sich die Traumphasen häufen. Ihr Kind erwacht angsterfüllt und hat auch nach dem Aufwachen noch Angst. Der Trauminhalt wiederholt sich oft, Ihr Kind kann sich häufig am nächsten Tag noch daran erinnern. Es will beruhigt werden, sucht Ihre Nähe, will oft auch mit ins Elternbett und kann wegen seiner Angst schlecht wieder einschlafen. So verhalten Sie sich richtig:

  • Diskutieren Sie nachts nicht den Alptraum und die dahinter steckenden Ängste, sondern gehen Sie den Ursachen tagsüber auf den Grund.
  • Trösten Sie Ihr Kind und lassen Sie es, wenn es möchte, bei Ihnen schlafen. Versichern Sie ihm, dass Sie da sind und es beschützen werden.
  • Ein Nachtlicht gibt Ihrem Kind Sicherheit und hilft ihm, sich besser orientieren zu können.
  • Unter Alpträumen leiden alle Kinder von Zeit zu Zeit. Treten Alpträume allerdings über längere Zeit häufiger als einmal wöchentlich auf, können psychische Belastungen dahinter stecken. Dann sollten Sie nach möglichen Auslösern suchen und eventuell auch psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Ist Ihr Kind überfordert, hat es Verlustängste oder ist zu spätes Fernsehen die Ursache?
Mein Tipp:

Wenn Ihr Kind unter Alpträumen leidet, können ihm Aconitum, Kalium bromatum, Stramonium oder Silicea helfen. 

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