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Keine Erziehungsprobleme mehr

Erziehungsprobleme: Welche Hilfe bietet Triple P?

Erziehungs-Tipps: Triple P

Erziehungsprobleme wie Wutausbrüche und Trotzanfälle im Grundschulalter, Beleidigungen und Kränkungen in der Pubertät kosten Nerven – und Erziehungsprobleme zwischen Kindern und Eltern gehören einfach dazu. Lesen Sie hier, welche Erzieungs-Tipps Triple P vermittelt und ob Ihre Familie davon profitieren kann. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Neu klingt das ja alles nicht, was die ausgebildeten Familienberater von Triple P zu sagen haben. Als Erziehungs-Tipps stehen weit oben: Loben Sie Ihr Kind, setzen Sie klare Grenzen, verbringen Sie viel Zeit miteinander und helfen Sie ihm, sich zu einem selbstbewussten und selbstständigen Menschen zu entwickeln. Und wirklich, Triple P (Positive Parenting Programm = Positives Erziehungsprogramm) führt bewährte und gängige Erziehungs-Tipps für effektives Erziehungsverhalten und gegen Erziehungsprobleme zusammen.

Triple P: Die 5 Grundpfeiler

  1. Sorgen Sie für eine sichere und interessante Umgebung!
  2. Schaffen Sie eine positive und anregende Lernatmosphäre!
  3. Verhalten Sie sich konsequent!
  4. Erwarten Sie nicht zu viel!
  5. Vernachlässigen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse nicht!

Das Besondere am Triple P - Elterntraining ist jedoch die detaillierte Ausarbeitung und die Vermittlung der Erziehungsfertigkeiten in unterschiedlich gestaffelten Angeboten. Dabei vermittelt das Elterntraining sehr klar definierte Erziehungs-Tipps, mit denen Eltern auf das Fehlverhalten ihrer Kinder und auf Erziehungsprobleme reagieren sollen. Was für die einen bei Erziehungsproblemen sehr hilfreich ist, finden Kritiker jedoch zu schematisch. Für jedes Erziehungsproblem findet Triple P für Eltern eine klare Handlungsanweisung und passende Erziehungs-Tipps. Wenn die entsprechenden Reaktionen von den Eltern nicht hinterfragt werden, kann Erziehung leicht zu einer Dressur ausarten. Das verbreitete Elterntraining hat jedoch auch eine Menge Vorteile, da es auf Erziehungsprobleme in unterschiedlicher Intensität eingehen kann.

Das Programm Triple P unterscheidet 5 Stufen der Intervention:

  • Information und Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Eltern für das Thema Erziehung durch Broschüren, Radio und Fernsehsendungen.
  • Kurzgespräche für Eltern mit geschulten Trainern von Triple P bei eng umgrenzten Erziehungsproblemen; Empfehlung von entsprechender Literatur und Material für Erziehungs-Tipps.
  • Einübung von Erziehungs-Tipps in (meist) vier Gruppenterminen zu einem von den Eltern geschilderten, begrenzten Erziehungsproblem.
  • Bei generellen Erziehungsproblemen werden die grundlegenden Konzepte und Strategien von Triple P den Eltern vorgestellt und anschließend in Rollenspielen eingeübt.
  • Bei schwerwiegenden Erziehungsproblemen (z.B. Drogenkonsum) und großen familiären Problemen wird eine intensive Betreuung angeboten, die unter Umständen auch Hausbesuche mit einschließt.

Entwickelt wurde Triple P in langjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit von einem wissenschaftlichen Team an der Universität von Queensland in Australien. Dort und in Neuseeland ist Triple P so anerkannt, dass die Ausstrahlung von Radio- und Fernsehspots Familien mit Erziehungsproblemen über das Programm und seine Ziele informiert. Doch auch in vielen anderen Ländern wird Triple P bei Erziehungsproblemen angeboten und begleitend von wissenschaftlichen Teams auf seine Wirksamkeit überprüft. Man findet es u.a. in der Schweiz, Österreich, Belgien, Kanada und den Niederlanden. Einige der Triple P - Elterntrainings werden sogar von verschiedenen deutschen Landesministerien gefördert und können so zu einem günstigen Preis angeboten werden.

Eltern mit Erziehungs-Tipps fit für den Erziehungsalltag machen

Das Ziel der Triple P - Methode ist die Verbesserung der Erziehungskompetenz von Eltern durch gezielte Erziehungs-Tipps gegen Eerziehungsprobleme. Dazu bietet Triple P im Elterntraining Handlungsvorschläge in verschiedenen Erziehungsfeldern. Mit der folgenden Checkliste zu Triple P und mit denen im Abonnenten-Teil können Sie erkennen, ob Ihre Familie von Triple P profitieren kann.

Checkliste 1: Wie ist die Beziehung zu Ihrem Kind? (ja / nein)

  • Haben Sie als Eltern das Gefühl, dass Sie genügend Zeit mit Ihrem Kind verbringen?             
  • Klappt die Kommunikation? Gelingt es Ihnen, jeden Tag mit Ihrem Kind über seine Erfahrungen und Erlebnisse zu sprechen?              
  • Gelingt es Ihnen meistens, Ihrem Kind genügend Zuneigung zu geben und ihm zu zeigen, dass Sie es lieben?
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Die benötigten weiteren Checklisten inkl. Auswertung und Informationen darüber, wo Triple P angeboten wird und wieviel es kostet, sehen Sie an dieser Stelle exklusiv als Abonnent von "Lernen und Fördern mit Spaß".

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