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Benehmen, Kinder-Knigge, Kind, Knigge

Kleiner Kinder-Knigge: Gute Manieren ohne Stress

Der Knigge für Kinder

Gutes Benehmen macht das tägliche Miteinander leichter. Deshalb können Sie Ihrem Kind nach dem Motto „Was Hänschen nicht lernt ...“ schon ab etwa drei Jahren einige wichtige Benimmregeln beibringen. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt beim Kinder-Knigge. 

Expertenrat von 

Gutes Benehmen ist wieder „in“. Das zeigt eine Umfrage aus dem Jahr 2003, in der gefragt wurde:„Was sollten Eltern ihren Kindern für ihr Leben mit auf den Weg geben?“ 87 Prozent der Befragten sprachen sich für Höflichkeit und gutes Benehmen aus, während etwa Toleranz und Freude am Lernen erst an dritter bzw. fünfter Stelle folgten. Dass Kinder bei Tisch hampeln und kleckern, anderen ins Wort fallen oder „bitte“ und „danke“ nicht über die Lippen bringen, muss nicht sein. Trotzdem ist es oft alles andere als leicht, seinem Kind gutes Benehmen beizubringen! Doch schon Kindergartenkinder können erkennen:

  • Gute Manieren erleichtern das Zusammenleben, weil sie nichts anderes als Rücksichtnahme auf die anderen in der Familie, im Kindergarten oder in der Schule bedeuten.
  • Ein respektvoller Umgang mit anderen wirkt sich positiv aus.Andere Menschen sind offener, freundlicher und auch eher bereit, auf einen selbst einzugehen.
  • Konflikte lassen sich leichter lösen,wenn durch bestimmte Umgangsregeln das Streitpotenzial minimiert wird.
  • Gutes Benehmen macht sicherer und selbstbewusster.

Kinder-Knigge: Was kann Ihr Kind ab drei Jahren lernen?

Oft werden schlechte Manieren bei Kleinkindern damit entschuldigt, dass das Kind ja noch so klein sei. Aber selbst Dreijährige können schon lernen, auf andere Rücksicht zu nehmen. Dabei gilt die Faustregel, andere so zu behandeln, wie man auch selbst gerne behandelt werden will. Freundliche Begrüßung:

Mein Tipp:

Kinder bis zum Anfang des Schulalters sprechen oft alle Menschen mit „du“ an, da sie den Unterschied zum höflichen „Sie“ noch nicht kennen. Manchmal können sie auch zwischen Vor- und Nachnamen noch nicht unterscheiden. Ein „Du, Frau Mayer“ ist also völlig normal. Fällt Ihrem Kind von selbst auf, dass manche Erwachsene sich duzen und andere sich mit „Sie“ ansprechen, erklären Sie ihm, dass man Menschen, die man nicht so gut kennt, siezt.  

  •  Die Zauberwörter „bitte“ und „danke“: Ihr Kind lernt schnell, dass es mit einem „bitte“ viel eher (wenn auch nicht immer) einen Wunsch erfüllt bekommt. Und sein „danke“ zeigt dem anderen, dass es sich über ein Geschenk freut.
  • Entschuldigung: Wenn Ihr Kind einem anderen wehoder ihm Unrecht getan hat, kann es durch ein „Entschuldige bitte!“ zeigen, dass es ihm Leid tut. Dann fühlt sich der andere gleich besser.
  • Ausreden lassen: Ihr Kind sollte lernen zuzuhören und einem anderen, wenn er redet, nicht ins Wort zu fallen. Das ist natürlich für ungeduldige Kinder besonders schwierig. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es selbst ja auch möchte, dass die anderen zuhören, wenn es etwas zu erzählen hat.
  • Schimpfwörter sind tabu: Sie verletzen den anderen und sind deshalb selbst dann, wenn Ihr Kind sehr wütend ist, tabu. Notfalls kann es sich in seinem Zimmer so richtig ausschimpfen, wenn es keiner hört.
  • Tischmanieren:Wenn sich alle bei Tisch an ein paar einfache Regeln halten, verlaufen die Mahlzeiten entspannter. Hierzu gehören: Hände waschen vor dem Essen, Besteck benutzen (Löffel, Gabel und je nach Fingerfertigkeit auch Messer), nicht mit dem Stuhl kippeln, nicht mit vollem Mund sprechen.Ab vier Jahren können Sie von Ihrem Kind verlangen, dass es sitzen bleibt, bis alle aufgegessen haben. 
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Kommentare zu "Kleiner Kinder-Knigge: Gute Manieren ohne Stress"

  • Juliane schreibt am 15.03.2013

    Hallo zusammen,

    ich bin Erzieherin in einem Kinderhort in Bonn. Ich persönlich halte den "Kinder-Knigge" für eine super Sache. Je früher die Kleinen mit Benimmregeln konfrontiert werden desto besser. Man darf hier nicht vergessen, dass Kinder weitaus schneller lernen als Erwachsene. Wenn die Kleinen diese Regeln bereits in Frühem Alter als eine Selbstverständlichkeit kennenlernen umso besser. Es gibt übrigens eine Reihe von Einrichtungen die solche Knigge-Kurse für Kinder anbieten. Meine Schwester hat einen solchen bei Aventius-Consulting.com gebucht und war sehr zufrieden. Man sollte jedoch keine Wunder von solchen Kursen erwarten. Die eigene Erziehung ist immer noch der wichtigste um gutes Benehmen zu vermitteln.
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