Dass der Intelligenzquotient allein kein Garant für eine erfolgreiche Schullaufbahn ist, weiß man ja schon länger. Neuere Erkenntnisse der neurobiologischen Hirnforschung bestätigen, dass emotionale Intelligenz und soziale Kompetenzen die Vorraussetzungen dafür schaffen, kognitive und intellektuelle Fähigkeiten zusammen mit Stärke und Selbstbewusstsein voll ausbilden zu können. So lässt sich beispielsweise erklären, dass Kinder, die wenig Stärke und Selbstbewusstsein haben, weil sie in ihren frühen Lebensjahren stark vernachlässigt wurden, es oft schwer haben, in der Schule die gleichen Leistungen zu erbringen wie ihre Mitschüler: Ihre Hirnaktivitäten sind durch mangelnde emotionale Stimulation nachweislich deutlich herabgesetzt und sie besitzen deswegen eine niedrigere emotionale Intelligenz.
Was ist emotionale Intelligenz?
Unter emotionaler Intelligenz versteht man die Fähigkeit,
- durch Stärke und Selbstbewusstsein die eigenen Gefühle zu erkennen, benennen und ausdrücken zu können,
- durch Stärke und Selbstbewusstsein mit seinen Gefühlen angemessen umgehen zu können,
- durch Stärke und Selbstbewusstsein die eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und formulieren zu können,
- durch Stärke und Selbstbewusstsein die Gefühle anderer Menschen erkennen, einordnen und verstehen zu können,
- durch Stärke und Selbstbewusstsein Respekt vor anderen Menschen und deren Bedürfnissen entwickeln zu können,
- durch Stärke und Selbstbewusstsein Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme entwickeln zu können,
- durch Stärke und Selbstbewusstsein in Konfliktsituationen angemessen reagieren zu können.
Es ist auch leicht nachvollziehbar, dass Kinder mit hoher emotionaler Intelligenz, die angemessen mit ihren Gefühlen umgehen können, weniger Probleme in sozialen Beziehungen zu Gleichaltrigen haben. Wer hingegen häufig aufbrausend, aggressiv oder passiv reagiert, provoziert bei Klassenkameraden oft Unverständnis und Ablehnung aufgrund des geringen Selbstbewusstseins.








