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Kind Wütend

Wut bei Kindern: So können Sie Ihrem Kind helfen, seine Wutanfälle zu kontrollieren.

Kindern Umgang mit Wut beibringen.

Kinder müssen ihre Wut unter Kontrolle bringen. Doch sowohl Lehrer, als auch Eltern und Geschwister klagen über zunehmende Schwierigkeiten von Kindern im Umgang mit Ärger, Zorn und Wut. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es für Kinder und Eltern gibt, mit Ärger und Wut konstruktiv umzugehen. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Viele Eltern machen sich Sorgen, wenn ihre Kinder Wutausbrüche haben und unkontrolliert „Dampf ablassen“. Auch Lehrer klagen darüber, dass es immer öfter schon wegen Kleinigkeiten zwischen ihren Schülern zu Handgreiflichkeiten kommt. Wutentbrannt wird dann nicht nur herumgeschrien, sondern auch schon mal der Füller in den Oberschenkel des Kontrahenten gerammt oder dem Gegner ein Buch auf den Kopf geschlagen. In der Hitze des Gefechts ist den aufgewühlten Kindern nicht klar, wie schwer sie den anderen damit verletzen können. Ungebremst wird die empfundene Wut ausgelebt und manchmal auch in körperliche Reaktionen umgesetzt. Die natürliche Hemmschwelle scheint dann zu fehlen, die Wutgefühle übernehmen das Kommando.

So beugen Sie Wutausbrüchen bei Ihrem Kind vor:

Solche ungebremsten Wutanfälle können nicht nur Lehrer, sondern auch Eltern an ihre Grenzen bringen. Aggressives und gewalttätiges Verhalten kommt nämlich nicht nur in der Schule oder Freizeit vor. Ob es die Auseinandersetzung mit Geschwistern oder der Kleinkrieg mit den Eltern ist: Manche Kinder haben ihre Gefühle nur schlecht im Griff und reagieren viel zu extrem. Sie knallen mit den Türen, beißen und treten, schreien wie am Spieß und mischen das Familienleben immer wieder auf. Um solchen Situationen angemessen begegnen zu können, ist es zunächst einmal wichtig zu erkennen, woher diese extreme Wut kommt. Nur selten ist das Verhalten des Kindes grundlos und unbegreiflich.

Die neue Formel gegen Wut und für mehr Gelassenheit bei Ihrem Kind:

 Langfristig sollte Ihr Kind lernen, sich nicht so schnell bedroht und angegriffen zu fühlen. Dazu muss es Forderungen aufgeben, zum Beispiel: „Ich will aber heute noch Fernsehen gucken!“ Wenn es das nicht darf, wird es seiner Wut und seinem Ärger freien Lauf lassen, weil es glaubt, das Geforderte stände ihm zu. Formuliert Ihr Kind diese Forderung aber als Wunsch: „Ich würde gerne heute noch Fernsehen!“, ist es nur enttäuscht, wenn er nicht erfüllt wird. Enttäuschung wird nicht so schnell in Wut umgesetzt wie eine nicht erfüllte Forderung. Gestatten Sie Ihrem Kind, die Wut zuzulassen. Wut ist ein natürliches Gefühl, ebenso wie Glück oder Freude. Doch im Gegensatz zu positiven Gefühlen besteht bei der Wut die Gefahr, dass sie zum Schaden von Personen führt. Daher sollte Ihr Kind Wutgefühle nicht ungebremst ausleben. Hierbei helfen unsere zehn Tipps. Stellt sich die Wut Ihres Kindes als gerechtfertigt heraus, darf es selbstverständlich angemessen reagieren. Gewalt ist dabei jedoch tabu!

10 bewährte Tipps für Ihr Kind gegen seine Wut:

Die meisten Kinder stehen ihren Wutausbrüchen hilflos gegenüber und bereuen hinterher, was sie gesagt oder getan haben. Sie wissen allerdings oft nicht, woher die Wut kommt und dass sie damit anders umgehen können. Den Umgang mit Wut, Ärger und Zorn können Kinder jedoch lernen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen zehn einfach umzusetzende Tipps, die Sie mit Ihrem Kind einüben können. Greifen Sie dazu einen akuten Wutanfall direkt auf, und bieten Sie Ihrem Kind immer wieder ein oder zwei der Möglichkeiten an. Mit der Zeit erkennt Ihr Kind, welche Methode ihm zusagt und dass es aktiv mit seinen Wutgefühlen umgehen kann.

 

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Kommentare zu "Wut bei Kindern: So können Sie Ihrem Kind helfen, seine Wutanfälle zu kontrollieren."

  • Monika schreibt am 14.12.2012

    Liebe Frau Reimann-Höhn!
    Ihr Artikel ist toll, praktisch leicht umsetzbar, und in der heutigen lustbetonten Zeit so wichtig! Je mehr die Kinder bekommen, umso anspruchsvoller und fordernder werden sie. Es ist für die Kinder keine Hilfe, solch eine Haltung durchgehen zu lassen.
    Vielen Dank, Monika
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