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Mädchen langweilt sich im Kindergarten

Problem im Kindergarten? So lösen Sie es

Tipps für das Lösen von Problemen im Kindergarten

Bestimmt haben Sie den Kindergarten für Ihr Kind sorgfältig ausgewählt. Dennoch kann es vorkommen, dass im Laufe der Zeit auch im besten Kindergarten ein Problem auftritt. Kehren Sie dann das Problem nicht unter den Teppich, sondern sprechen Sie mit der Erzieherin!  

Expertenrat von 

Vielleicht waren Sie anfangs ganz zufrieden, doch mit der Zeit kommen Ihnen Zweifel, ob im Kindergarten alles richtig läuft: Womöglich wurde Ihr Kind von der Erzieherin ungerecht behandelt oder es erzählt Ihnen, dass es ein Problem mit einem anderen Kind im Kindergarten hat. Es ist ganz natürlich, dass Ihr Kind im Kindergarten auch negative Erfahrungen machen muss. Schließlich muss es die Bezugsperson dort mit vielen anderen Kindern teilen und sich in der Kindergruppe zurechtfinden. Nur so lernt es, mit Frustrationen umzugehen, sich durchzusetzen oder mit der Ablehnung durch andere fertig zu werden.

Klären Sie das Problem – aber gehen Sie nicht auf Konfrotationskurs gegen den Kindergarten

War das Problem aus Ihrer Sicht gravierend oder wiederholen sich solche Ereignisse im Kindergarten immer wieder, sollten Sie die Erzieherin um einen Gesprächstermin bitten. Jetzt kommt es auf eine geschickte Gesprächsführung an, damit die Erzieherin das Problem erst nimmt, sich nach dem Gespräch auch für Ihr Anliegen einsetzt und sich nicht nur zu verteidigen versucht. Vermeiden Sie die offene Konfrontation. Sie können das Problem viel schneller lösen, wenn Sie zunächst etwas Positives über den Kindergarten oder die Arbeit der Erzieherin sagen. Danach sollten Sie Ihr Problem offen vortragen, aber möglichst in der Ich-Form. Wenn Sie sagen „Es bedrückt mich, dass mein Sohn in der Gruppe immer noch keinen Anschluss gefunden hat“, fühlt die Erzieherin sich nicht angegriffen und wird viel offener auf Ihr Problem eingehen, als wenn Sie sagen:„Merken Sie denn nicht, dass mein Sohn von den anderen Kindern geschnitten wird? Warum kümmern Sie sich nicht intensiver um ihn?“

Beim Gespräch im Kindergarten: Lassen Sie die Erzieherin Stellung zum Problem nehmen

Wichtig ist, dass Sie im Gespräch über Ihr Problem auch die Argumente der Erzieherin zu verstehen versuchen. Vielleicht war die Zweitkraft längere Zeit krank, sodass die intensive Förderung der Kinder etwas zu kurz gekommen ist. Möglicherweise waren auch Ihre Erwartungen an den Kindergarten zu hoch. So kann die Erzieherin bei 25 Kindern in der Gruppe sich nicht jeden Tag intensiv mit jedem einzelnen Kind beschäftigen. Vielleicht gibt es in der Gruppe einige besonders aggressive Kinder, die nicht nur Ihr Kind geschlagen haben, und Sie sind überrascht, was schon alles dagegen unternommen wurde. Trotz allem Verständnis kann es sein, dass Ihr Problem in diesem Gespräch nicht zu Ihrer Zufriedenheit gelöst werden konnte. Vielleicht sind Sie sogar mit der Erzieherin aneinandergeraten und haben sich im Streit getrennt. Dann kann es sinnvoll sein, ein oder zwei Wochen später einen zweiten Versuch zu unternehmen.

Gehen Sie bei gravierenden Problemen zur Kindergartenleiterin

Wenn im Kindergarten auch andere Eltern dasselbe Problem haben oder wenn Sie der Meinung sind, dass die Erzieherin wirklich schlecht arbeitet und oft Fehler im Umgang mit Ihrem Kind macht, sollten Sie sich an die Leiterin im Kindergarten wenden. Diese ist in der Regel nicht direkt in den Konflikt verwickelt, sodass es oft leichter gelingt, gemeinsam das Problem zu lösen– notfalls durch einen Gruppenwechsel. Lässt sich zusammen mit dem Kindergarten noch immer kein Ausweg finden, bleibt Ihnen als letzte Möglichkeit nur noch der Wechsel in eine andere Einrichtung.

Mein Tipp:
Sollte die Kindergartenleiterin die Person sein, mit der Sie ein Problem haben, können Sie den Träger des Kindergartens anspreche


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Kommentare zu "Problem im Kindergarten? So lösen Sie es"

  • Melissa schreibt am 29.10.2015

    Hallo,
    meine Tochter(5), sie ist bis letztes Jahr sehr gerne in den Kindergarten gegangen. Seit diesem Jahr haben wir eine neue Erzieherin. Die sehr auf Selbständigkeit bedacht ist und die Kinder drillt. Bei meiner Tochter wurde eine sozial-emotionale Entwicklungststörung letztes Jahr festgestellt, weshalb sie auch in heilpädagogischer Behandlung ist.
    Seit diesem Kindergartenjahr wirkt sie oft überfordert, mag nicht mehr in den Kindergarten gehen und nässt nachts wieder ein. Das Gespräch mit der Erzieherin erfolgten bereits ohne Erfolg.
    Nun meine Frage. Macht es Sinn, das Kind in eine andere Kindergartengruppe zu wechseln, wo ihre alte Erzieherin arbeitet. Wäre der gleiche Kindergarten.
    MfG Melissa
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