Lernen Kinder im Kindergarten zu wenig? Die PISA- und die OECD-Studie brachten es an den Tag: Deutschland hat, was die frühkindliche Förderung angeht, eindeutig Nachholbedarf, und eine breit angelegte Untersuchung bescheinigt deutschen Kindertagesstätten allenfalls eine durchschnittliche pädagogische Qualität. Doch gibt es auch bei uns sehr gute Kindergärten, die sich intensiv und nach innovativen pädagogischen Konzepten um die Kinder bemühen und sie spielerisch fördern. Die Auswahl für Eltern ist groß und reicht vom Waldorf, Montessori bis in zum Waldkindergarten.
Unsere Tipps für den richtigen Kindergarten helfen Ihnen, einen guten Kindergarten zu finden!
Was ist Ihnen bei der Wahl des Kindergartens wichtig wichtig?
Bevor Sie sich überhaupt einige Kindergärten ansehen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen und möglichst konkret beantworten:
- Was erwarte ich als Mutter bzw.Vater von dem Kindergarten?
- Was erhoffe ich mir in einem Kindergarten für mein Kind?
- Welche Rahmenbedingungen sind mir wichtig (Nähe, Öffnungszeiten, Betreuung in den Ferien, monatliche Kosten, Ermäßigung für Geschwister)?
- Wie sollte mein Wunsch-Kindergarten aussehen?
- Wie wünsche ich mir die Erzieherinnen und Erzieher meines Kindes?
- Welche Freunde wird mein Kind haben, wenn es in diesen oder jenen Kindergarten geht (z. B. behinderten Freund beim Besuch eines Integrations-Kindergartens)?
- Wie viel Zeit kann und will ich für Mitarbeit investieren (wichtig bei Elterninitiativen)?
- Wie weit kann und will ich mich in den Alltag des Kindergartens einbringen?
Waldorf oder Montessori: Welcher Kindergarten für welches Kind?
Der beste Kindergarten nützt nichts, wenn die dortige Form der Betreuung bzw. das pädagogische Konzept nicht zu Ihrem Kind passen. So ist z. B. eine große Gruppe mit 25 Kindern in einem städtischen oder kirchlichen Kindergarten für ein sehr schüchternes Kind weniger geeignet. Bei einem nervösen oder hyperaktiven Kind sollten Sie dagegen auf eine offene Gruppe verzichten, da sie das Kind überfordern kann.Welche Betreuungsform für welches Kind besonders günstig ist, verrät Ihnen die folgende Tabelle.
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Besonderheit des Kindes |
besonders geeignet |
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sehr schüchtern, zurückhaltend |
Elterninitiativ-Gruppe ("privater Kindergarten"): meist kleine Gruppen um 15 Kinder. |
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nervös, hyperaktiv, reizoffen, unkonzentriert (ADGS) |
Bewegungskindergarten: ermöglicht Ausleben des erhöhten Bewegungsdranges. |
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leichte Entwicklungsverzögerung |
Integrations-Kindergarten: kleinere Gruppen, Fachpersonal wie Heilpädagoginnen. |
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leichte grobmotorische Schwächen, Ungeschicklichkeit (fällt z. B. häufig hin) |
Bewegungskindergarten: Verbesserung der motorischen Fähigkeiten durch vielfältiges Übungsangebot. |
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leichte feinmotorische Schwächen, Ungeschicklichkeit (z. B. Schwierigkeiten beim Zuknöpfen) |
Freinet-Kindergarten: fördert die Handgeschicklichkeit durch umfassendes Werk- und Bastelangebot. |
Bei ausgeprägteren Störungen ist die intensive Förderung in einem heilpädagogischen Kindergarten zu empfehlen, wofür jedoch ein ärztliches Gutachten erforderlich ist.










Bei der Auswahl vom Kindergarten sollte man die Öffnungszeiten im Auge behalten. Je nach Träger können "normale" Arbeitnehmer ein blaues Wunder erleben, wenn sie (zu spät) feststellen, dass die Einrichtung in den Schulferien geschlossen ist und der gesamte Jahresurlaub nicht zur Überbrückung reichen würde.
liebe Grüße,
Michaela
(Quelle: http://www.kindergartenwahl.de)