Kommentare:
Steuern sparen als Familie mit Kind
© apops - Fotolia.com

Geld vom Finanzamt: So helfen Kinder beim Steuern sparen

Steuern sparen für Familien

Kinder sind uns lieb und teuer. Da freuen sich Eltern umso mehr, wenn das Finanzamt sich wenigstens zu einem kleinen Teil an den Kosten beteiligt, und sie so Steuern sparen können. Insbesondere Kinderbetreuungskosten können seit 2006 besser abgesetzt werden. Wir haben einige Steuertipps zum Steuern sparen für Sie zusammengestellt. 


von Dr. med. Andrea Schmelz
Ärztin

Ein Tipp zum Steuern sparen vorweg: Wenn Sie sich Kosten, die sich steuermindernd auswirken und die Ihnen während des Jahres entstehen (z. B. Kinderbetreuungskosten, aber auch Werbungskosten), als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen, zahlen Sie schon während des Jahres weniger Lohnsteuer. Einen solchen Freibetrag können Sie sich bis zum 30. November des laufenden Jahres eintragen lassen. Voraussetzung für das Umsetzen dieses Steuertipps ist,

  • dass Sie einen Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung beim zuständigen Finanzamt abgeben und
  • dass die einzutragenden Kosten mindestens 600 € betragen und so die Antragsgrenze von 600 € übersteigen. Werbungskosten müssen sogar 920 € übersteigen.

Steuern sparen: Ersparnis durch Mutterschafts-, Erziehungs- oder Elterngeld

Es gibt eine ganze Reihe von Einnahmen, häufig so genannte Lohnersatzleistungen, die nicht versteuert werden müssen. Dazu zählen neben Kindergeld auch Mutterschaftsgeld, Erziehungsgeld, Elterngeld oder Arbeitslosengeld. Allerdings unterliegen beispielsweise das Mutterschafts- und das neue Elterngeld dem Progressionsvorbehalt.

Wie Sie sicher wissen, ist der prozentuale Steuersatz umso höher, je höher das Einkommen ist. Das wird als Steuerprogression bezeichnet. Auf steuerfreie Einnahmen müssen Sie zwar tatsächlich keine Einkommensteuer zahlen, doch wirken sich diese auf den Steuersatz aus, mit dem die steuerpflichtigen Einkünfte besteuert werden. Für die Berechnung des Steuersatzes Ihrer Einkünfte werden diese steuerfreien Einnahmen zu Ihrem Verdienst dazugezählt.

Beispiel: Bei einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 € plus 5.000 € Mutterschaftsgeld ergibt sich nach dem Splittingtarif ein Steuersatz von 20,3723 Prozent, mit dem die 60.000 € versteuert werden müssen. Das führt zu einer Einkommenssteuer in Höhe von 12.223,38 €. Ohne die 5.000 € Mutterschaftsgeld hätte der Steuersatz bei einem Einkommen von 60.000 € bei 19,3767 Prozent gelegen, was einer Steuerbelastung von 11.626,02 € entspricht. Das heißt, Sie müssen durch das Mutterschaftsgeld 597,36 € mehr an Steuern zahlen.

Legen Sie also sicherheitshalber etwas Geld auf die hohe Kante, damit es Sie bei der nächsten Steuererklärung nicht kalt erwischt! Das Kindergeld und das bisherige Erziehungsgeld unterliegen übrigens nicht dem Progressionsvorbehalt und wirken sich somit nicht steuerlich aus.

Diesen Artikel weiterlesen?
mehr erfahren...

Mehr Steuertipps zu den Themen Kinderfreibetrag und Entlastungsbetrag für allein Erziehende sehen Sie an dieser Stelle exklusiv als Abonnent von „Gesundheit und Erziehung für mein Kind“.

Diesen Artikel freischalten

Dies ist ein Premium-Inhalt auf Elternwissen.com, der nur Abonnenten unserer monatlichen Eltern-Ratgeber angezeigt wird.

Wenn Sie diesen Artikel weiterlesen möchten, können Sie hier ein 30-tägiges Test-Abonnement abschließen.

Bitte wählen Sie Ihr Wunsch-Produkt aus:

Sie sind bereits Premium-Mitglied?

Geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Passwort ein:

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Geld vom Finanzamt: So helfen Kinder beim Steuern sparen"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Steuertipps für Familien" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Steuertipps für Familien" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?