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Mit einem Klick in die Abofalle
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Betrug im Internet: So funktionieren Abofallen

Fallen Sie nicht auf diese Masche herein

Wenn Sie im Internet unterwegs sind, kann es passieren, dass Sie unbewusst auf einer Betrüger-Seite landen. Diese Werbeseiten locken Sie mit vermeintlichen Angeboten und erfragen Ihre persönlichen Daten. Ohne direkten Hinweis lässt man Sie so in eine Abofalle, mit hohen Kosten, tappen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie solche Betrugsversuche erkennen und wie sich im Betrugsfall wehren können. 

Expertenrat von 
Dr. Dietmar Kowertz, Verbraucherschutz-Experte

Wenn Sie im Internet surfen, werden Sie häufig auf Werbeseiten stoßen, die Sie zu einem Spielchen oder einem Test auffordern, etwa: „Wie hoch ist Ihr IQ?“ oder „Wie alt werden Sie?“ oder „Kostenlose Zukunftsdeutung!“. Ein netter, wenn auch nicht ganz ernst zu nehmender Zeitvertreib. Mehr als Ernst hingegen machen die Anbieter dieser Seiten. Denn bevor Sie teilnehmen können, werden Sie gebeten, sich mit Namen, Anschrift und/oder E-Mail-Adresse anzumelden. Was als reine Formsache getarnt ist, ist in Wahrheit dreister Betrug. Denn schon bald darauf werden Sie von dem Betreiber der Internetseite darüber informiert, dass Sie einen Vertrag eingegangen sind und für die Nutzung der Webseite eine Abo-Gebühr entrichten sollen – je nach Anbieter zwischen 30 und über 100 Euro! Sie sind Opfer eines Internet-Betrugs, einer Abofalle geworden!

Betrug: Geld für Gratis-Software

Ähnlich gehen Anbieter von Informationsseiten vor, die von Rezeptideen über Hausaufgabenhilfe bis zu Listen von Fabrikverkaufszentren reichen. Dubiose Software-Anbieter bieten zudem hilfreiche Programme zum Download an. Auch hier derselbe Trick: Bevor Sie downloaden, müssen Sie sich registrieren. Schon schnappt die Abofalle (meist über einen Zweijahreszeitraum) zu! Die solchermaßen Betrogenen fallen meist aus allen Wolken, denn sie waren sich nicht bewusst, einen Vertrag abgeschlossen zu haben. Ebenso wenig war für sie ersichtlich, dass die Nutzung des Angebots bzw. der Software mit Kosten verbunden ist. Denn sowohl die angebotenen Tests als auch die Software gibt es im Internet meist kostenlos: ohne Registrierung und ohne Vertrag.

Abzocke durch versteckte Fallen

Die Betreiber dieser Abzock-Seiten verstecken den Hinweis darauf, dass ein kostenpflichtiger Vertrag zu Stande kommt, gern kaum erkennbar und schlecht lesbar im Kleingedruckten ganz unten auf der Seite oder gar so, dass der Nutzer Sie nur beim Runterscrollen entdecken kann. Aus Schilderungen von Betroffenen weiß ich, dass viele, die Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, stark verunsichert sind und sich oft gar nicht erinnern können, diese Seiten besucht, geschweige denn einen Hinweis auf eventuell entstehende Kosten gelesen zu haben. Deshalb geben sich manche Betrogene selbst die Schuld und zahlen zähneknirschend. Wer nicht termingerecht überweist, wird mit Mahnungen und Drohungen bombardiert. Die Abzock-Mafia scheffelt auf diese Weise Jahr für Jahr zig Millionen Euro auf ihre Konten.

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