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Betreuungsgeld

Betreuungsgeld: Wenn Sie sich Vollzeit der Erziehung widmen

Staatliche Hilfe für Full-Time-Eltern

Was sich so harmlos liest, sorgte in den vergangenen Monaten sehr oft für Zündstoff in der Politik. Betreuungsgeld, für manch einen steht das Wort als Synonym für „Herdprämie“. Das Betreuungsgeld ist noch ganz neu und kommt als Hilfe für Familien erst 2013 zur Entfaltung. 

Expertenrat von 
Ingrid Neufeld, Erzieherin

Doch was ist nun eigentlich das Betreuungsgeld?

Das Betreuungsgeld ist eine finanzielle Zuwendung des Staates, das an Eltern gezahlt wird, und zwar an die Eltern, die ihr Kind bewusst zu Hause erziehen und darauf verzichten, einen Krippenplatz in Anspruch zu nehmen. Das ist genau der Grund, weshalb das Betreuungsgeld als Herdprämie diffamiert wird. Manche Politiker sehen darin einen Rückschritt für alle Frauen. Denn das Betreuungsgeld ist tatsächlich den Frauen vorbehalten, die zugunsten ihres Kindes auf eine Berufstätigkeit verzichten.

Obwohl das Betreuungsgeld 2013 kommen soll, wird immer noch darüber debattiert, welche Bedingungen genau damit verknüpft sein sollen. So plädiert der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer dafür, dass mit der Auszahlung der Nachweis von ärztlichen Untersuchungen verknüpft sein soll. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Kinder auf jeden Fall die Vorsorgeuntersuchungen durchlaufen und so auch sprachliche Defizite, beispielsweise von ausländischen Kindern, schneller aufgefangen werden können.

Bei der Debatte um das Betreuungsgeld wird auch immer wieder das Argument eingeworfen, dass bildungsferne Familien sich mit dem Geld ein schönes Leben machen könnten, ihre Kinder nicht in Betreuungseinrichtungen schicken und sie stattdessen verwahrlosen lassen. Dahinter steckt auch die Befürchtung, diese Gruppe könnte das Geld lieber in Alkohol investieren, statt sich der Kindererziehung zu widmen.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt bleibt diese familienpolitische Leistung umstritten. Noch im Oktober soll der Bundestag darüber abstimmen. Es ist wünschenswert, dass die Koalition bis dahin eine Einigung gefunden hat - schließlich ist das Betreuungsgeld eine wertvolle Hilfe für Familien.

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Kommentare zu "Betreuungsgeld: Wenn Sie sich Vollzeit der Erziehung widmen"

  • Anni schreibt am 15.08.2014

    Das mit dem Betreuungsgeld finde ich eigentlich eine gute Sache. Nur ist es mit 150 € etwas gering. Es ist ja derzeit auch wieder stark in der Diskussion ob es wieder abgeschafft werden soll. Ich bin gespannt wie sich das mit dem Betreuungsgeld weiter entwickelt.
  • Diana schreibt am 29.07.2013

    Ich habe schon lange auf soetwas gewartet, da wir mit einem Gehalt, 2 Kindern und einem saniertem Haus nicht über die Runden kommen und ich für meine Kinder als Mutter auch die ersten Jahre persönlich da sein will. Nun bekommen wir das Betreuungsgeld aber nicht, da unsere Jüngste am 01.08.2011 geboren ist und in ein paar Tagen gerade mal 2 Jahre alt wird!
    Da muß sich doch wohl Niemand wundern, dass bislang so wenige Anträge auf Betreuungsgeld eingegangen sind, wenn ein Großteil der Betroffenen es gar nicht erhalten kann !!
    Außerdem bin ich bei derartigen Umfragen noch nie befragt worden. Ich halte die Ergebnisse nicht für richtig.
    Viele wissen auch nicht, dass es Betreuungsgeld ab dem 01.08. gibt und es beantregt werden muß. Da könnte man auch die Eltern die es betrifft mal anschreiben, um realistische Daten zu erhalten und nicht einfach sagen, das Geld will Keiner haben.
    Das ist mal wieder typisch Politik!
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