Babysitter finden: Worauf Eltern achten sollten

Babysitter finden: Worauf Eltern achten sollten VadimGuzhva - stock.adobe.com
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Als Eltern lässt man sein Kind nur ungern alleine – manchmal geht es allerdings nicht anders. Sei es, um einen romantischen Abend zu zweit zu verbringen, ein wichtiger Geschäftstermin oder einfach nur, um sich eine Auszeit für sich selbst zu gönnen. In diesem Fall ist ein Babysitter unverzichtbar und es ist nur natürlich bei der Wahl des Babysitters äußerst wählerisch zu sein. Schließlich beabsichtigen wir sicherzustellen, dass wir dem Kandidaten sorglos vertrauen können und er die Bedürfnisse des Kindes genauestens kennt, bevor wir es in seine Obhut geben. 

Wenn Sie zum ersten Mal einen Babysitter suchen, ist dies allerdings leichter gesagt als getan. Deswegen erfahren Sie hier alle wichtigen Punkte und Kriterien, die bei jedem Babysitter abgehakt werden sollten, bevor Sie diesem Ihr Kind anvertrauen.

Definieren Sie Ihre Anforderungen

Bevor Sie mit der Suche nach dem richtigen Babysitter beginnen, müssen Sie zunächst die Rahmenbedingungen festlegen. Dies beinhaltet nicht nur die Festlegung der Arbeitszeiten und des Lohns. Viel wichtiger ist, dass der Babysitter die richtigen Qualifikationen besitzt, um auf Ihr Kind aufzupassen. Das schließt sowohl Qualifikationen für die einzelnen Aufgaben, die auf den Babysitter zukommen, als auch die Persönlichkeit des Kandidaten. 

Denken Sie darüber nach, welche Erfahrungen und Fähigkeiten für Sie besonders wichtig sind. Vielleicht legen Sie Wert auf eine pädagogische Ausbildung, Sprachkenntnisse oder besondere Fähigkeiten im Umgang mit Kleinkindern oder Schulkindern. Ferner ist es ratsam, die Präferenzen und Bedürfnisse Ihres Kindes zu berücksichtigen, um eine nahtlose Integration des Babysitters in den Familienalltag zu gewährleisten.

Eine klare Definition Ihrer Anforderungen wird nicht nur die Auswahl erleichtern, sondern auch sicherstellen, dass der gewählte Babysitter optimal zu Ihrer Familie passt.

Suche nach dem besten Babysitter

Qualifizierte Babysitter sind häufig näher, als man denkt. Fragen Sie einfach in Ihrem Bekanntenkreis oder auch in der Familie herum und erkundigen Sie sich, wen diese als Babysitter für ihr Kind engagieren. Natürlich können Sie sich auch in lokalen Gemeindegruppen, Schulen oder Kindertagesstätten weitere Optionen erkundigen. 

Neben der traditionellen Methode kann man jedoch auch immer besser online Babysitter suchen. Entsprechende Plattformen und soziale Netzwerke bieten oft auch Foren oder Gruppen, in denen Eltern Erfahrungen austauschen und Empfehlungen für Babysitter in Ihrer Umgebung geben können.

Nehmen Sie sich Zeit, um verschiedene Quellen zu erkunden und zu vergleichen, und sammeln Sie eine Liste von potenziellen Kandidaten, die gut bewertet wurden und einen soliden Ruf haben.

Kommunikation ist der Schlüssel

Halte eine offene und ehrliche Kommunikation mit deinem Babysitter aufrecht. Besprich Erwartungen, Regeln und Notfallpläne klar und deutlich. Eine gute Kommunikation schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass dein Kind in guten Händen ist.

Sorgfältige Recherche und Empfehlungen einholen

Sobald Sie eine Liste potenzieller Babysitter erstellt haben, ist der nächste Schritt eine eingehende Recherche zu jedem Einzelnen. Dabei sollten Sie die Qualifikationen und Referenzen des Kandidaten so genau wie möglich unter die Lupe nehmen.

Prüfen Sie, ob die Babysitter Erfahrungen in ähnlichen Betreuungssituationen haben und ob sie spezielle Qualifikationen oder Fortbildungen in Kinderbetreuung oder Erster Hilfe absolviert haben. Eine gründliche Überprüfung der Hintergrundinformationen ist entscheidend, um mögliche Sicherheitsrisiken auszuschließen.

Zögern Sie nicht, ein polizeiliches Führungszeugnis anzufordern oder frühere Arbeitgeber nach ihren Erfahrungen zu befragen. Dies gibt Ihnen ein klareres Bild von der Zuverlässigkeit und Kompetenz des Babysitters und hilft Ihnen, eine informierte Entscheidung zu treffen. 

Unsere Babysitterin, Sarah, ist einfach fantastisch! Sie hat jahrelange Erfahrung, beruhigt unser Baby mühelos und geht immer die Extra-Meile, um sicherzustellen, dass es ihm gut geht. Wir fühlen uns so glücklich und beruhigt, sie gefunden zu haben.

Anna, Mutter eines 8-monatigen Babys

Persönliches Vorstellungsgespräch

Haben Sie die Spreu vom Weizen getrennt und eine engere Auswahl der infrage kommenden Kandidaten getroffen, geht es daran, sich persönlich kennenzulernen. Dabei erhalten Sie nicht nur einen besseren Eindruck über Qualifikationen und Erfahrung des Babysitters, sondern können sich auch ein Bild von seiner Persönlichkeit und seinem Umgang mit Ihrem Kind machen.

Bereiten Sie sich gut auf dieses Gespräch vor, indem Sie eine Liste von Fragen erstellen, die Aspekte wie die Erziehungsmethoden, die Erfahrungen in der Kinderbetreuung und die Handhabung möglicher Notfälle abdecken. Es ist auch ratsam, den Babysitter in Interaktion mit Ihrem Kind zu sehen, um beurteilen zu können, ob eine gute Chemie zwischen ihnen besteht.

Das Vorstellungsgespräch ist auch der Zeitpunkt, um formale Angelegenheiten wie Arbeitszeiten oder Bezahlung zu klären. Sorgen Sie dafür, dass es über diese Punkte keine Unklarheiten nach dem Gespräch gibt, um spätere Missverständnisse zu vermeiden. 

Erste Hilfe-Kenntnisse

Die Sicherheit Ihres Kindes sollte stets an erster Stelle stehen, daher ist es unerlässlich, dass der Babysitter über fundierte Kenntnisse in Erster Hilfe verfügt. Fragen Sie gezielt nach Zertifikaten oder Kursen, die der Babysitter in diesem Bereich absolviert hat.

Es ist auch sinnvoll, zu diskutieren, wie der Babysitter in Notfallsituationen reagieren würde, um sicherzustellen, dass er in der Lage ist, rasch und effektiv zu handeln, sollte dies erforderlich sein. Sie könnten sogar in Erwägung ziehen, gemeinsam einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, um das Wissen und die Fähigkeiten des Babysitters in dieser Hinsicht zu vertiefen.

Vertragliche Vereinbarungen

Je nachdem, wer der Babysitter ist, kann es ratsam sein, alle Vereinbarungen vertraglich festzuhalten. Dies gilt insbesondere für Kandidaten, die Sie online gefunden haben oder ähnliche Situationen, in denen kein vorheriges Bekanntschaftsverhältnis zum Babysitter besteht. 

Ein klar formulierter Vertrag schafft eine solide Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und hilft, mögliche Konflikte in der Zukunft zu vermeiden. In diesem Dokument sollten alle relevanten Details klar festgelegt sein, einschließlich der Arbeitszeiten, der Bezahlung, der Aufgaben und Verantwortlichkeiten sowie der Modalitäten für Krankheitstage oder Urlaub.

Ebenso kann es sinnvoll sein, Regelungen für spezielle Situationen, wie etwa Überstunden oder nächtliche Betreuung, zu treffen. Ein schriftlicher Vertrag trägt dazu bei, dass beide Parteien genau wissen, was von ihnen erwartet wird, und fördert eine harmonische und professionelle Arbeitsbeziehung.

Babysitter Checkliste

 Referenzen und Erfahrung: Frage nach Referenzen von anderen Eltern, für die der Babysitter bereits gearbeitet hat. Überprüfe, ob der Babysitter Erfahrung mit Kleinkindern hat
 Background-Check: Führe einen Hintergrund- oder Sicherheitscheck durch, um sicherzustellen, dass der Babysitter keine relevanten Vorstrafen oder Probleme hat.
 Alter und Reife: Achte darauf, dass der Babysitter das richtige Alter und die notwendige Reife hat, um für dein Kleinkind verantwortlich zu sein.
 Erste-Hilfe-Kenntnisse: Frage nach Erste-Hilfe- und CPR-Zertifikaten. Dies ist entscheidend für den Fall von Notfällen.
 Verfügbarkeit: Stelle sicher, dass der Babysitter zu den Zeiten verfügbar ist, die du benötigst. Kläre auch Urlaubszeiten und Flexibilität ab.
 Vertrauen: Vertraue deinem Bauchgefühl. Du musst ein gutes Gefühl dabei haben, deinem Babysitter dein Kind anzuvertrauen.
 Kommunikation: Kläre die Kommunikationserwartungen. Soll der Babysitter dich regelmäßig auf dem Laufenden halten?
 Allergien und Besonderheiten: Informiere den Babysitter über Allergien, Medikamente oder besondere Bedürfnisse deines Kindes.
 Notfallplan: Stelle sicher, dass der Babysitter weiß, was im Notfall zu tun ist, und hinterlasse wichtige Kontaktnummern.
 Bezahlung: Kläre die Bezahlung im Voraus. Ist es ein stündlicher Satz oder ein Pauschalbetrag? Sollten zusätzliche Leistungen extra bezahlt werden?
 Probetreffen: Treffe den Babysitter vorher persönlich, um zu sehen, wie er mit deinem Kind interagiert und ob die Chemie stimmt.
 Verhalten und Erziehung: Besprich deine Erwartungen in Bezug auf das Verhalten und die Erziehung deines Kindes. Welche Regeln sollen eingehalten werden?
 Notfallkontakte: Gib dem Babysitter wichtige Kontaktnummern, darunter deine Nummer, die Nummer des Kinderarztes und anderer Notfallkontakte.
 Haushaltsregeln: Kläre, ob es bestimmte Haushaltsregeln gibt, die der Babysitter beachten sollte, wie z.B. Fernsehzeiten, Snacks, usw.
 Aufgabenliste: Erstelle eine Liste mit Aufgaben oder Pflichten, die der Babysitter während seiner Arbeit erledigen soll, wie z.B. Fütterung, Windelwechsel, Schlafenszeit, usw.
 Notfallausrüstung: Stelle sicher, dass der Babysitter Zugang zu wichtiger Notfallausrüstung hat, wie z.B. Feuermelder, Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Kit.
 Abhol- und Bringdienst: Wenn nötig, kläre die Abhol- und Bringdienste für Aktivitäten oder Schule.
 Verhaltensregeln: Besprecht, wie mit unangemessenem Verhalten des Kindes umgegangen werden soll.
 Feedback: Vereinbare, wie und wann du Feedback über die Betreuung erhalten möchtest.
 Vertrag: Schreibe alle Vereinbarungen in einem schriftlichen Vertrag fest, der von beiden Parteien unterzeichnet wird.

Denke daran, dass die Sicherheit und das Wohl Ihres Kindes oberste Priorität haben sollten. Diese Checkliste soll Ihnen helfen, den richtigen Babysitter zu finden, der zu Ihnen Bedürfnissen und Vorstellungen passt. Viel Glück bei der Suche!