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Übelkeit und Verlustängste bei 8jähriger
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Verfasst am: 03.06.2009 [23:31]
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Elkchen
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 03.06.2009
Beiträge: 2
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Hallo! Habe bei meiner Tochter seit einigen Wochen das Problem, dass Ihr morgens vor der Schule schlecht ist. Unser Arzt hat Sie gründlich untersucht und es war alles o.k. Nach vielen Gesprächen, in denen sie sagte es gäbe keine Probleme in der Schule, kam dann heraus, dass Sie in der Randstundenbetreuung Angst vor einem anderen Schülern hat, der schlägt usw. Nachdem es dort (trotz Gesprächen mit den Betreuern, denen das tatsächlich bestehende Problem bekannt ist) nicht besser wurde, haben wir Sie aus der Betreuung rausgenommen. Einige Zeit war es dann besser. Nun hat Sie diese Überlkeit aber immer noch an einigen Tagen (vor allen Dingen Montags oder an Tagen, an denen Sie länger Unterricht hat). Habe daher vermutet, dass Sie einfach keine Lust zur Schule hat. Die Lehrerin meinte allerdings, Sie käme mit den Mitschülern gut klar und hätte auch Spass am Unterricht. Daher hatten wir vereinbart, dass keine große Beachtung seitens der Lehrer stattfindet, wenn Sie wieder über Übelkeit klagt. Meist ist bei ihr dann alles nach einigen Minuten wieder o.k. . Meine Tochter sagt immer, ihr wäre wirklich schlecht und sie wüsste doch auch nicht wieso. Was noch hinzukommt ist, dass Sie seit dieser Zeit auch Angst hat, allein kurz in der Wohnung zu bleiben. Das Problem kannte ich vorher gar nicht. Sie ist dann ganz panisch und hat Angst, dass mir etwas passiert. Nach einer Therapie mit Bachblüten ist dies nun aber schon wieder besser geworden. Mir ist nicht wirklich wohl, wenn ich Sie dann einfach zur Schule schicke. Hoffe immer, dass dies nur eine Phase ist und vorübergeht. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder Tipps, was man tun kann? Wäre sehr dankbar für Antworten. LG Elkchen. |
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Verfasst am: 04.06.2009 [03:48]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Elkchen, Übelkeit vor der Schule, wenn sonst körperlich alles in Ordnung ist, deutet auf eine psychische Ursache hin. Oft sind es Probleme in der Schule. Sofern das bei Ihrer Tochter wirklich nicht der Fall ist, könnte auch eine Schulphobie dahinter stecken. Dafür spricht auch die Trennungsangst, die Ihre Tochter seitdem zeigt. Ich kopiere Ihnen hier einen Text der Seite "Neurologen & Psychiater im Netz" zum Thema Schulphobie in den Beitrag: Schulphobie ist ein Vermeidungsverhalten ohne direkten Bezug zur Schulsituation. Hier spielt vielmehr Trennungsangst die zentrale Rolle, also eine extreme Angst vor einer Trennung von der Bezugsperson. Zwei Drittel der Kinder, die an einer vom Arzt diagnostizierten emotionalen Störung mit Trennungsangst leiden, verweigern den Schulbesuch. In der Regel geschieht dies im Wissen der Eltern (bzw. der Bezugsperson). Anzeichen für eine Schulphobie Schulphobische Kinder sind den Leistungsanforderungen in der Schule in der Regel gewachsen, ihre Intelligenz ist normal. Sie machen gewissenhaft ihre Hausaufgaben, bereiten sich auf Prüfungen vor, packen ihre Schultasche etc. Doch auf dem Weg zur Schule kehren sie plötzlich wieder nach Hause um. Oder sie verlassen das Haus von vorneherein nicht, weil sie sich unwohl fühlen, da sie jede Art von Trennung von ihren primären Bezugspersonen als bedrohlich erleben. Häufig treten heftige psychosomatische Beschwerden (Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Kreislaufschwäche) auf, wenn eine Trennung von der Bezugsperson bevorsteht. Diese sind aber oft umgehend wieder vorbei, wenn die betroffenen Kinder bei ihrer Bezugsperson bleiben können. Häufig befürchten sie, dass dieser etwas zustoßen könnte. Ihre Angst vor Krankheit, Sterben und Tod ist generell stark ausgeprägt, und sie haben häufig Alpträume von Trennungssituationen. Die Persönlichkeit von Kindern mit Trennungsangst wird oft als ängstlich, empfindsam und depressiv beschrieben. Sie versuchen zu vermeiden, tagsüber auch nur kurzzeitig allein gelassen zu werden, oder abends alleine ohne Licht einschlafen zu müssen. Sie wirken schüchtern, zurückgezogen und haben oft auch soziale Ängste gegenüber anderen Kindern. Gleichzeitig können sie gegenüber ihren Eltern zum Teil sehr fordernd und manchmal auch aggressiv auftreten, da die überstarke und enge Bindung an die Bezugspersonen zum einen Schutz bietet, aber gleichzeitig auch als sehr beengend erlebt werden kann. Bitte wenden Sie sich zunächst an Ihren Kinderarzt oder auch an eine Erziehungsberatungsstelle, um psychologisch abklären zu lassen, was bei Ihrer Tochter nun genau dahinter steckt. Je früher mit einer Therapie begonen wird, umso weniger können sich die Beschwerden verfestigen! Herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 04.06.2009 [14:41]
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Elkchen
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 03.06.2009
Beiträge: 2
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Danke für die Antwort. Hatte gehofft, man kann selbst irgend etwas tun, damit wir das Problem in den Griff bekommen. Bisher musste ich sie nur ein Mal von der Schule abholen, ansonsten ist sie immer geblieben, da sie nach einigen Minuten auch wieder ganz normal mitgemacht hat und wir mit den Lehrern besprochen hatten, dass sie nicht sofort anrufen sollen. Vom Typ her ist sie alles andere als schüchtern, eher sehr kontaktfreudig, neugierig und aufgeschlossen. Verabredet sich auch ständig und hat ihre Hobbys. Auch beim Übernachten bei anderen gibt es z.Zt. keine Probleme, was mich gewundert hat, da sie dann ja längere Zeit von uns getrennt ist. Irgendwie bin ich ja immer noch der Meinung, dass Sie keine Lust hat zur Schule zu gehen, womit ich ihr vielleicht auch unrecht tue. Aber dieses ständige auf und ab ist langsam wirklich nervig! Da sie ja mittlerweile wieder allein in der Wohung bleibt, hoffe ich, dass es besser wird. Und bald sind ja auch schon die Ferien. Vielleicht sollte man doch erst Mal abwarten, oder meinen Sie das regelt sich nicht von selbst? [Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 04.06.2009 um 14:42.] |
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Verfasst am: 04.06.2009 [22:17]
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AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
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Liebe Elkchen, wenn sich die Symptome inzwischen von selbst bessern, können Sie auch erst mal abwarten. Nur wenn sich nichts verbessern oder sogar etwas verschlechtern würde, sollten Sie nicht zögern, psychologische Hilfe zu suchen. Alles Gute und herzliche Grüße Ihre Andrea Schmelz Hat Frau Dr. Schmelz Ihnen schon einmal bei einem Problem weitergeholfen? Unterstützen Sie bitte Frau Dr. Schmelz und das Elternwissen-Team und werden Sie Fan von Elternwissen.com und empfehlen Sie unsere Seite Ihren Freunden weiter!
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Verfasst am: 09.06.2009 [18:56]
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Coach
Newbie
Dabei seit: 09.06.2009
Beiträge: 1
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Hallo Elkchen, wenn es tatsächlich, wie Andrea vermutet, eine Schulphobie sein sollte, gibt es dazu eine recht einfache und wirkungsvolle Technik, wie Phobien behandelt werden können... das dauert vielleicht eine Stunden und kann spielerisch gestaltet werden. Wenn Du mit der Art von Beschreibung was anfangen kannst, hilft es vielleicht weiter. Vielleicht magst Du es erstmal mit einer Freundin oder Partner "spielen" ... ? Du kannst vielleiht einen Heilpraktiker bei Dir in der Nähe fragen, ob er "Fast Phobia", so nennt sich das unten Beschriebene, kennt. In den allermeisten Fällen hilft das super. Falls Du noch Fragen dazu hast, kannst Du mich gerne auch per Privat-Nachricht anfragen. (Auszug mit Anmerkungen aus http://www.nlp-bibliothek.de 1. Denke jetzt an eine Situation, in der Du phobisch reagiert hast. Denke so daran, dass sich eine mehr oder weniger starke Reaktion einstellt. 2. Nun geh wieder aus dem Zustand heraus, schließe die Augen und stell Dir vor, Du würdest einen Schwarzweißfilm von selbiger Situation sehen, wie Du Dich langsam der kritischen Situation näherst. Wenn die Furcht zu groß ist, dann einfach vorstellen, dass Du weiter weg gehst... der Fernseher kleiner ist... eine Sicherheitsscheibe dazwischen... setzt Dich gemütlich hin und schau Dir den Horrofilm mit Deiner Mutter an... vielleicht, als ob Ihr im Kino seid, mit Popcorn... auch wenn vielleicht nur gespielt.. 3. Am kritischen Punkt, lass diesmal den INNEREN FILM ablaufen, und zwar bis zum schlimmsten Punkt. 4. Am schlimmsten Punkt hältst Du nun den Film an, so als ob Du einen Videofilm anhältst und ein Standbild erscheint. 5. Nun gehe in den Film hinein (assoziiert). Du bist jetzt in der Situation und siehst den Film nun durch deine Augen mit allem, was in der Situation zu sehen ist. Bring nun Farbe ins Bild. 6. Lass den Film jetzt schnell zurücklaufen, bis Du wieder in Sicherheit bist; vor dem kritischen Punkt. Öffne nun Deine Augen. 7. Wiederhole dieses Format von 4.-6. dreimal und teste dann, ob Du immer noch in der Lage bist, mit der Vorstellung von 1. eine phobische Reaktion zu erhalten. Wenn ja, geh nochmals durch das Format. Falls nein, teste bei Gelegenheit das Ergebnis in der Realität. Grüße |
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