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Verfasst am: 03.11.08 [14:06]
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Savas
Themenersteller
Dabei seit: 03.11.2008
Beiträge: 2
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Hallo liebe Eltern und Berater,
ich wende mich mit einem Problem an Euch, was mir in der Zwischenzeit schlaflose bzw. unruhige Nächte bereitet.
Unsere Tochter ist im September diesen Jahres FÜNF geworden und soll/will im nächsten Jahr ab August in die Schule (ab der Einschulung wäre sie noch ein Monta lang fünf Jahre alt).
Wir haben am Elterninformationsabend teilgenommen und haben auch zu dritt schon das Vorgespräch mit der Schulleiterin wahrgenommen.
Die gestellten Aufgaben (Zahlen erkennen und sortieren / Tiere erkennen und benennen / Bildvergleich mit Fehlern / Bildergeschichte erzählen) hat sie alle vorbildlich gelöst, wobei sie bei der Bildergeschichte ein wenig freier hätte sprechen können. Ab und an musste die Leiterin nachfragen, bevor sie weiter erzählte.
Die Leitung und die Kita ist von ihrer Wissensbegierde überrascht, doch gibt es ein Problem, was die Kita ansprach...
Mit diesem Anliegen wende ich mcih an euch mit der Hoffnung, dass eventuell einige diesen Beitrag lesen, die auch solche/ähnliche Probleme hatten.
Meine Tochter hat oftmals noch das Benehmen eines Kleinkindes.
Wie macht sich das bemerkbar?
- Wenn sie ihren Willen nicht kriegt, wird geweint in der Hoffnung, dass sie es kriegt. (und ja, sie hält es sogar durch, über eine Stunde am Stück in ihrem Bett zu weinen)
- Wenn ihr etwas nicht passt, schmollt und weint sie.
Noch nciht einmal ihr kleiner Bruder (zwei Jahre alt) ist so "schwierig".
Wenn es nicht aufhört, wird sie nicht den Schulanfang im Jahre 2009 beitreten können. Dieses habe ich ihr ebenfalls mehrmals erklärt, dass sie mit diesem Verhalten nicht in die Schule kann. Sie meint immer wieder, dass sie es ändert, aber eine Änderung ist am nächsten Tag nicht sichtbar.
WO liegt der Fehler? Ist es meine Erziehung, die einfach zu "locker" ist? Gehe ich die Erziehung komplett falsch an?
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Verfasst am: 03.11.08 [22:42]
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olivia1507
Dabei seit: 27.05.2008
Beiträge: 13
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Hallo!
Meine Tochter kann das mit dem Weinen und Jammern auch ganz gut. Leider..., denn es ist manchmal furchtbar anstrengend.
Meine Tochter ist in ihrer Entwicklung auch recht weit und unseren Kindergärtnerin hat mir mal geraten, dass man aufpassen soll, dass man diese Kinder auch nicht überfordert. Gerade weil sie schon soviel können und soweit sind, vergisst man manchmal einfach, dass sie eben doch noch jung sind und fordert dadurch viel. Manchmal auch unbewusst.
Ich sage ihr jetzt, dass ihr Weinen für mich anstrengend ist, und ich bitte sie nicht jammernd mit mir zu sprechen, damit ich sie verstehen kann. Wenn sie jammernd etwas möchte, bitte ich sie in einem normalen Tonfall mit mir zu sprechen.
Ich weiss nicht, ob ich ihr sagen würde, dass sie mit "diesem Verhalten" doch nicht in die Schule kann.Ich hätte Angst, dass man da unnötig einen Druck in Sachen Schule aufbaut. Die Kinder sollen ja gerne gehen. Ich hätte Bedenken, dass sie sich vielleicht in ihrer Art kritisiert fühlt. Und vielleicht ihr Verhalten als falsch empfindet. Im Grunde sehen wir Eltern das natürlich auch so. Aber bei meiner Tochter, sie ist 4,5 Jahre, habe ich manchmal das Gefühl anders kommt sie mit ihren Gefühlen nicht klar und sie kann sie einfach noch nicht so steuern, wie wir Erwachsenen. Leider kann ich Dir auch nicht wirklich helfen, und ich bin gespannt, was andere zu diesem Thema schreiben.
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Verfasst am: 04.11.08 [01:41]
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AndreaSchmelz
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 298
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Liebe Savas,
ich denke nicht, dass Sie daran "schuld" sind, dass Ihre Tochter oft ein eher für Kleinkinder typisches Verhalten zeigt. Das von Ihnen beschriebene Verhalten ist häufiger als man glauben mag auch bei Kindergartenkindern zu beobachten!
Ich könnte mir vorstellen, dass Ihre Tochter eifersüchtig auf den kleinen Bruder (der zudem ja offensichtlich auch "braver" und pflegeleichter ist als sie) reagiert. Und mit ihren Auftritten versucht sie einerseits ihren Kopf durchzusetzen und andrerseits auch Aufmerksamkeit zu bekommen.
Ich bin mir allerdings ganz sicher, dass es kein durch Sie verursachtes Erziehungsproblem ist, denn wie Sie schreiben, haben die Erzieherinnen im Kindergarten ja dieses altersunangemessene Verhalten Ihrer Tochter zur Sprache gebracht. Das heißt also, dass sie sich im Kindergarten auch so verhält. Wäre es ein durch Sie verursachtes Problemverhalten, würde dieses nur zu Hause auftreten und im Kindergarten könnte sie sich zu aller Erstaunen trotzdem gut benehmen. Dem ist aber nicht so!
Ich könnte mir vorstellen, dass Ihre Tochter, obwohl sie geistig weit entwickelt ist, vom Sozialverhalten her noch nicht reif für die Einschulung ist. Das kommt häufiger vor, denn die verschiedenen Bereiche wie körperlichen, geistige und soziale Entwicklung müssen nicht alle gleich stark ausgeprägt sein!
Für eine objektive und kompetente Einschätzung der Situation empfehle ich Ihnen, eine psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen, z.B. bei einer Erziehungsberatungsstelle (Beratung vertraulich und kostenlos). Die Psychologin oder der Psychologe kann einerseits Ihre Tochter beobachten, wenn sie zu einem Termin mitkommt, und kann auch beurteilen, wie die Interaktionen zwischen Ihnen beiden läuft.
Und im Zweifelsfall würde ich, wenn es meine Tochter wäre, lieber noch ein Jahr Geduld haben und ihr die nötige Zeit zur Entwicklung geben statt sie mit fünf Jahren einschulen zu lasssen. Die Statistik spricht hier ohnehin eine deutliche Sprache: Je älter das Kind bei der Einschulung, umso leichter tut es sich in der Schule und umso eher wird es später mal aufs Gymnasium gehen.
Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz
[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 04.11.2008 um 01:42.]
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Verfasst am: 04.11.08 [08:38]
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miesemuckel
Dabei seit: 02.05.2008
Beiträge: 16
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Hallo Savas,
unsere "Mittlere" (6 Jahre alt) hatte ähnliche Verhaltensmuster, und zwar auch im Kindergarten und zuhause. Das ging so weit, dass sie manchmal tagelang in dieser Nörgelphase steckenblieb und da überhaupt nicht mehr alleine heraus fand. Das war nicht auf zuhause beschränkt, sondern trat auch bei Oma oder auch im KiGa auf. Wir haben im vergangenen Sommer dann ziemlich kurzfristig entschieden, sie nicht mit 5 einzuschulen, obwohl sie die "geistige Reife" von allen Stellen bescheinigt bekommen hatte. Seit diesem Sommer ist sie nun mit 6 in der Schule und schlagartig haben diese Nörgelmuster aufgehört. Sie sind noch nicht ganz "ausgeheilt" , aber doch sehr deutlich weniger geworden. Aber nun hat sie offensichtlich auch die psychische Reife, um mit dem Schul-Alltag klar zu kommen. Auch ihre Position in der Familie (als Sandwichkind... die anderen beiden sind 9 und 4) hat sich deutlich geklärt, seit sie in der Schule ist, aber vor einem Jahr hätte sie diese Reife und Festigkeit ganz sicher noch nicht gehabt.
Ich würde Ihnen aus meiner Erfahrung also sehr dazu raten, Ihre Tochter lieber noch 1 Jahr zuhause "zu ertragen" , als sie jetzt schon mit dem Thema Schule womöglich zu überfordern. Von Verhaltensproblemen würde ich an dieser Stelle nicht reden, sondern diese Muster lieber als Zeichen werten, dass Ihre Tochter Ihnen zu zeigen versucht, dass sie lieber noch ein bißchen "klein" sein möchte.
Viel Erfolg und alles Gute!
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Verfasst am: 25.11.08 [09:37]
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Cheetah
Dabei seit: 27.06.2008
Beiträge: 3
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Miesemuckel,
das hast Du sehr schön geschrieben! Mir geht es mit meiner Tochter ähnlich und ich hör immer nur, daß mein Kind zwar kognitiv sehr weit, aber 'sozial zurück' ist. Ich glaube jetzt, sie ist enfach sozial 'normal' .
Ich dank Dir! Und bin froh, daß ich einige Argumente mehr habe gegen das frühe Einschulen. Es ist anscheinend immernoch so, daß manche Eltern es toll finden, wenn ihr Kind mit 5 eingeschult wird.
LG
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Verfasst am: 19.12.08 [10:14]
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littlesoul
Dabei seit: 19.12.2008
Beiträge: 2
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Daran erkennt man mal wieder wie hoch der Leistungsdruck schon bei den Kleinen ist .. sie haben garkeine Zeit mehr Kind zu sein.
Sie sollen alles so schnell wie möglich können und am besten kommen sie perfekt und fertig auf die Welt.
Auch wenn sie vielleicht geistig schon weit sind heißt es nicht das sie für das soziale Leben da draussen bereit sind mit 5 oder 6, wo schon Erwachsene daran verzweifeln.
Überlegt mal alle selber, wie war Eure Kindheit, wie habt Ihr sie erlebt. Wie lange durftet Ihr Kind sein und habt Kind sein gelebt.
lg und ein gesegnetes weihnachtsfest
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Verfasst am: 19.12.08 [10:47]
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jonnybabe
Dabei seit: 05.12.2008
Beiträge: 1
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Hallo,
meine Tochter hat ähnliche Probleme. Und manchmal ist der normale Alltag nicht einfach. Sie ist das mittlere von drei Kinder. Da hört man ja oft, dass diese Kinder mächtig zu knabbern haben. Seit der Kleine da ist, hat sich das noch verstärkt. Aber wir sind einfach optimistisch und hoffen, das es mit der Zeit besser wird und versuchen ihr so viel Aufmerksamkeit zu geben, wie wir es schaffen, ohne die anderen zu benachteiligen.
Mit der Einschulung ist das so eine Sache. Wir wohnen in Berlin. Da werden die Kinder seit drei Jahren zwischen 5,5 und 6,5 Jahren eingeschult. Meines Erachtens viel zu früh. Es ist schwierig, dagegen etwas zu tun. Vor zwei Jahren, als mein Großer eingeschult wurde, ging das Zurückstellen in Berlin gar nicht. Die Kinder bekommen es ja ausserdem auch mit, und fühlen sich schnell minderwertig. Jetzt bin ich am Überlegen, ob ich ihn noch ein drittes Jahr in der Schuleingangsphase belasse. Aber er möchte natürlich mit seinen Freunden zusammen bleiben und hat Angst davor, nicht mit zu dürfen. Mit den Lerninhalten kommt er klar, ist aber immer etwas langsam, schnell unkonzentriert und verträumt. Es kostet ihn gehörige Kraft, mitzuhalten. Aber er ist ehrgeizig. Was wiegt nun schwerer. Dass er mit seinen Freunden zusammen bleibt oder der Spass am Lernen? Ich weiss es nicht.
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Verfasst am: 19.12.08 [14:02]
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engerl
Dabei seit: 18.11.2008
Beiträge: 17
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Was allgemein Gültiges läßt sich da wohl kaum zu Sevas wie auch jonnybabe sagen. Bei Euch Sevas, wäre das in meinem Fall keine Sekunde zu überlegen, denn Ihr habt mit dem Alter sogar noch 2Jahre Zeit, wenn sie so eine terminliche und datumsmäßige Grenzgängerin ist, um an Schule zu denken, in die sie eh noch lange genug gehen muß- die Probleme dort werden nicht weniger und kleiner, wenn eine gewisse Reife nicht vorhanden ist- im Gegenteil, ich finde bei einem Kind, aus dem viel Leistung raus soll, muß ein möglichst guter Start und Optimum gegeben sein und der ist nur- wenn alle Komponete passen und alles deutlich Ja schreit in einem selbst!
Auch Zweifel kommen nicht von ungefähr- dann sagt das ja auch schon was.
Das mit dem Zweifel kann ich auch Dir raten jonnybabe- herz auf und reingespürt- wir leben nimmer im Mittelalter und Euer Mauer liegt auch schon länger! Ich glaube nicht, daß man sich dermaßen fremdbestimmen lassen muß, daß man nciht mal selber entscheiden kann, wann man sein Kind in die Schule gibt.
Ist Dein Sohn dann räumlich überhaupt getrennt von seinen Freunden, oder wäre der Kiga auch da, wo die Schule ist?
Das wäre das einzigste, was mir bedenken da machen könnte, nciht was andere halten und ob andere drängeln, denn auch Schule buhlen regelrecht um Schüler- warum nur???
Wünsche Euch und Euren Kindern, daß Eure Herzen Eure Antworten geben!
Engerl
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