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Chatten mit 11 Jahren


Autor Nachricht
Verfasst am: 26.01.2009 [13:47]
Malendefreude
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 14.01.2009
Beiträge: 2
Guten Tag,

mein Sohn möchte unbedingt im Internet chatten auf der Seite schüler.cc. Dort sind auch Klassenkameraden von ihm angemeldet. Ich denke, mit einem Verbot würde ich zwar momentan Gefahren verhindern, aber auf Dauer findet mein Sohn dann sicher andere Möglichkeiten, um zu chatten. Nun habe ich ihm das Chatten erlaubt, wenn ich zu Hause bin. Beim 2. Chatten bekam er promt Post mit einem Link zu einer Sexseite, was er mir nicht sagte. (sicher aus Angst, ich könnte es gleich wieder verbieten) Mir wäre lieber, er würde in ein Kinderchat, aber er sagt, dass ist was für kleine Kinder. Ich habe Angst, dass er trotzdem auch heimlich chattet, er weiß auch, wie man Browserverläufe löscht und selbst eingeschränkte Seiten wieder aktiviert. Eigentlich ist er sehr vernünftig, aber nachdem er gestern sagte, keiner mag ihn in der Klasse, habe ich doppelt Angst, er chattet mit Fremden und vor der Gefahr eines Treffens. Wenn ich ihm jetzt völliges Misstrauen entgegen bringe und all meine Befürchtungen sage, fühlt er sich sicher verletzt. Ich weiß nicht so recht, wie ich mit dem Thema "Chatten" umgehe, da ich selbst nicht chatte.
Wer hat vielleicht Erfahrungen diesbezüglich? Vielen Dank für Eure Hilfe!

MfG
Antworten Profil
Verfasst am: 26.01.2009 [18:44]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe Malendefreunde,
ich bin der Meinung, dass die Sicherheit vorgeht. Natürlich ist es altersgemäß, dass Ihr Sohn chatten will und dabei nicht unbedingt Mami als "Aufpasser" neben sich sitzen haben möchte. Doch was spricht dagegen, mit anderen Kinder und Jugendlichen in einem geschützten Raum zu chatten, z.B. auf www.kids-chat.eu/ oder einem anderen Chat für Kinder - Ihr Sohn ist schließlich erst 11 Jahre alt. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, was am Chatten mit anderen Kindern, die ja schließlich dieselben Interessen haben, wenn sie im gleichen Alter sind, so langweilig sein soll. Vielleicht finden Sie einen geeigneten Kinderchat, der auch Ihrem Sohn gefällt?

Wenn es mein Sohn wäre, hätte er die Wahl, in einem Kinderchat zu chatten oder es bleiben zu lassen. Da wäre ich zu keinem Kompromiss bereit. Wenn Ihr Sohn auf dem PC so versiert ist, ist es natürlich schwierig, ihm den Zugang zu verwehren bzw. den PC entsprechend zu sichern. Da würde ich mich an einen Computerprofi wenden und nachfragen, was es an Möglichkeiten gibt.

Vielleicht wollen Sie hier einmal nachlesen, was es an Sicherheitstipps fürs sichere Chatten gibt: https://www.klicksafe.de/service/familie/alle-klicksafe-tipps/chat-tipps---so-chatten-ihre-kinder-sicherer.html

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind"
Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 04.04.2010 [19:01]
Mia*
Junior
Dabei seit: 03.04.2010
Beiträge: 7
Liebe Malendefreude!
Ich finde du solltest das locker nehmen. Ich kenne deine Sorgen, abe ich kenne auch Schüler.cc! Vielleicht solltest du dir das ganze auch mal ansehen. Auf der Seite ist es so, dass du deine Freunde selber aussuchen kannst. Das Chatten wird von vielen Eltern total überbewertet. Da schreiben keine wildfremden Leute mit deinem Sohn, sondern nur seine Freunde. Melde dich doch selber mal bei solch einer Seite an. Das wird dir sicher helfen, denn du wirst sehen dass chatten durchaus auch seine guten Seiten hat. Vertrau deinem Sohn!
Liebe Grüße
Mia

Juhuuu! Es wird ein Mädchen!
Antworten Profil
Verfasst am: 05.04.2010 [19:04]
moppel
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.03.2010
Beiträge: 50
Liebe Malendefreunde!

Ich kann Deine Besorgnis verstehen und sie ist nicht unbegründet.
Auch denke ich, dass sich die Kinder doch treffen können und gemeinsam etwas unternehmen und spielen können, wenn man sich kennt.
Da muss Kommunikation ja nicht über Chat ablaufen.
Mein Sohn, (14) chattet auch gerne, bei ihm ist noch der Hintergrund, dass er wegen eines psychischen Problems Außenseiter ist und keine Freunde hat.

Er sagt selber, fremde Jungs kennen zu lernen, ist ja viel spannender. Aber nicht jeder, der sich als Kind ausgibt ist wohl so eins.
Ich habe meinem Sohn das chatten erlaubt, mit Zeitbegrenzung, er soll nicht den ganzen Tag am Chat sitzen.
Auch haben wir vereinbart, dass ich mich teilweise zum Chat dazusetze und sehe, was sie da schreiben - nicht alles, aber man sieht sehr schnell, ob die sich ordentlich unterhalten oder ob da schlimme Dinge ablaufen.
Aber auch in irgendeinem Jugenchatraum ist es meinem Sohn schon passiert, dass er da nach der Größe eines bestimmten Körperteils gefragt worden ist.
Ich habe meinem Sohn eingebleut, dass er dann ganz schnell den Chat beenden soll.
Damals war er 12 und er war dann auch durch die Frage recht geschockt!

Ganz wichtig: Egal, wo Ihr Sohn chattet, keine persönlichen Daten preisgeben: Das gilt für Adresse, Telefonnummer, Name der Schule, aber auch für eventuelle Vereine, wo das Kind Mitglied ist.

Ds einzie was ich zugestehe ist der Vorname und die Stadt wo wir wohnen, dass sich der andere vorstellen kann, wo er wohnt. Mehr aber auch nicht.

Viele Grüße

Carmen

Antworten Profil
Verfasst am: 19.04.2010 [09:14]
Engelbiest
Profi
Dabei seit: 09.09.2008
Beiträge: 43
Hallo!

Ich sehe es wie Frau Schmelz: 11jährige sind noch Kinder und Kinderchats sind nun mal Chats für Kinder, Schülerchats sind Chats für eher Jugendliche. Hat ihr Sohn einen eigenen PC, oder nutzt er ihren? Sie könnten dazu übergehen verschiedene Benutzerkonten einzurichten (ist eh immer angesagt, wenn man viel im Netz unterwegs ist, so können einem Viren und Trojaner weniger anhaben). Richten Sie ihm ein Benutzerkonto ein, mit dem er keine Administrationsrechte auf dem PC hat, heißt er kann von sich aus keine Einstellungen verändern, also auch keine gesperrten Seiten aufrufen. Das können dann nur Sie mit ihrem Adminkonto, das natürlich Passwort geschützt ist. Leider ist es in Familien häufig so, dass die einzigen, die versiert genug sind ein eingeschränktes Benutzerkonto einzurichten die eigenen Kinder sind icon_confused.gif
Dann müssten Sie sich jemanden aus dem Bekanntenkreis suchen, der ihnen so etwas einrichtet.

Liebe Grüße Jana.
Antworten Profil
Verfasst am: 23.04.2010 [00:15]
moppel
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.03.2010
Beiträge: 50
Benutzerkonten auf dem PC haben aber absolut keinen Einfluss daruf, auf welche Webseiten die Kinder zugreifen sondern dienen nur dazu, irgendwelche Programme auf dem eigenen PC zu installieren.
Antworten Profil
Verfasst am: 02.05.2010 [21:24]
Engelbiest
Profi
Dabei seit: 09.09.2008
Beiträge: 43
So ein Quatsch Moppel, natürlich hab ich mit einem Benutzerkonto die Möglichkeit, die Möglichkeiten z.B. eine Seitensperre auszuhebeln, unmöglich zu machen: Beispiel:
Als Admin installiere ich Parents Friends (http://www.parents-friend.de/) und richte meinem Kind ein Benutzkonto ein, auf dem ich angebe, dass es keine Programme/Einstellungen verändern darf. Und schon nützt mir das Programm auch was icon_biggrin.gif
Antworten Profil
Verfasst am: 03.05.2010 [20:22]
moppel
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.03.2010
Beiträge: 50
Das Kind darf dann vielleicht keine Einstellungen verändern oder Probgramme installieren. Dennoch kann es problemlos im Browser eine andere Adresse eingeben und über Links auf Webseiten, da geht dann sowieso viel.
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