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Was ist von sogenannten Wohngift-checks zu halten?!


Autor Nachricht
Verfasst am: 20.10.2008 [17:14]
nina
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 25.06.2008
Beiträge: 11
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Hallo!

Nachdem so viel und so oft über Umweltgifte bzw. sehr hohe Konzentrationen an Schadstoffen in den eigenen vier Wänden geschrieben und diskutiert wird, hier meine Frage:
Was ist von sogenannten Wohngift-checks zu halten?!
z. B. vom Labor Dr. Drexler + Dr. Fecher
Institut für Analytik und Beratung(übrigens ein Link auf Ihren Seiten)?
Wohngift-Check
Kombination aus Raumluft- und Holzschutzmittel-Check

1.) Raumluftuntersuchung auf die häufigsten Lösemittel bzw. leicht flüchtigen Kohlenwasserstoffe (VOC, ca. 40 Einzelsubstanzen) sowie der Gesamtkonzentration (TVOC) in Vergleich zu offiziellen Richtwerten

2.) Hausstaub- oder Materialuntersuchung auf Holzschutzmittel/schwerflüchtige Chlorpestizide: PCP (Pentachlorphenol), Lindan, Permethrin, DDT, PCB´s, Endosulfan, Dichlofluanid, Tolylfluanid, Chlorthalonil, Cyfluthrin, Deltamethrin
Artikelpreis: 112.50 EUR
Ist das was solides oder nicht?
Und eine weitere Frage wo bekomme ich den Schellack? Der von Ihnen als "Schutzlack" empfohlen wird!
Herzlichen Dank für Ihre Mühe
Liebe Grüße
nina


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Antworten Profil
Verfasst am: 20.10.2008 [22:35]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1612
Liebe Nina,
da ich mich nicht an eine Empfehlung des Labors Dr. Drexler + Dr. Fechter erinnern kann, nehme ich an, dass Sie den Link in einer Google-Anzeige auf einer thematisch passenden Seite gefunden haben. Diese Anzeigen sind nicht als Empfehlungen zu verstehen, sie sind "Werbung".

Ich habe mir besagten Wohngift-Check dort angesehen und festgestellt, dass verschiedene Probennahmeverfahren zur Anwendung kommen: eine Material- oder Hausstaubprobe für die Holzschutzmittel und eine Raumluftprobe (Passivsammler) für die Lösemittel.

Material- (dazu muss man aber einen Verdacht haben, wo der Schadstoff drinsteckt!) oder Hausstaubproben kann man mit einer genauen Anleitung ganz gut selber entnehmen und wird vernünftige Messergebnisse erhalten. Raumluftproben in Eigenregie sind immer ungünstig, das hierbei meist keine validen Messergebnisse herauskommen und bei den verwendeten Messmethoden (etwa Draeger-Röhrchen) oft auch die Empfindlichkeit nicht hoch genug ist.

Eine Raumluftprobe sollte tunlichst vom Fachmann entnommen werden, wenn man ein verwertbares Ergebnis bekommen möchte. Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass man sich (auch wenn es teurer ist) lieber einen Baubiologen nach Hause holen sollte, der sich die Wohnung ansieht, wenn man eine Schadstoffbelastung vermutet. Er sieht genau, welche Materialien in der Wohnung vorhanden sind und kann Ihnen dann genau sagen, welche Messungen sinnvoll sind. Ein Wohngift-Check nach dem Schrotschussprinzip (wie der hier angebotene) macht meiner Meinung nach nicht so viel Sinn. Formaldehyd, das häufig aus Möbeln ausdünstet, ist hier ja gar nicht dabei (müssten Sie extra noch dazukaufen, wenn Verdacht besteht) und auch andere Schadstoffe, die durchaus in der Wohnung sein können, sind hier nicht berücksichtigt. Ich rate also eher ab!

Schellack gibt es z.B. von der Firma Livos (Landis Schellack Nr. 701). Sie erhalten ihn z.B. in Öko-Baumärkten.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 26.10.2008 [09:30]
nina
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 25.06.2008
Beiträge: 11
icon_biggrin.gif Liebe Frau Schmelz,

herzlichen Dank für die ausführliche und hilfreiche Beantwortung meiner Fragen!

LG
nina
Antworten Profil


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