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Heuschnupfen bei Kindern

Hypersensibilisierung gegen Allergien bei Kindern?

Immer mehr Kinder leiden unter Heuschnupfen, der gerade dann erbarmungslos zuschlägt, wenn das Wetter draußen zum Spielen einlädt. Hier finden Sie Maßnahmen zur Allergenvermeidung sowie zur natürlichen Behandlung von Heuschnupfen.  

Expertenrat von 

Wie wirkt sich eine Pollen-Allergie aus?

Jedes vierte Kind leidet inzwischen unter einer Allergie. Der typische Heuschnupfen ist in den ersten 3 bis 4 Lebensjahren zwar selten – die meisten Heuschnupfen-Geplagten leiden frühestens ab dem Kindergartenalter daran –, jedoch kann sich auch eine Neurodermitis bei Pollen-Flug verschlimmern (bevorzugt unbedeckte Hautstellen!). Eine Pollen-Allergie beeinträchtigt den kleinen Patienten oft mehr, als die Eltern annehmen. Bei Heuschnupfen ist meist nicht nur die Nase mit Kribbeln, Niesen, Fließschnupfen und vielfach auch deutlich behinderter Nasenatmung aufgrund der Schleimhautschwellung betroffen. Zusätzlich jucken, kratzen, tränen die Augen und sind sichtbar gerötet. Kinder mit Heuschnupfen sind überdies durch den so genannten Etagenwechsel bedroht, bei dem die Pollen-Allergie sozusagen „tiefer rutscht“ und auch die Bronchien im Sinne eines Pollenasthmas in Mitleidenschaft zieht. Die Statistik zeigt, dass 40 Prozent aller Pollenallergiker innerhalb von zehn Jahren auch asthmatische Beschwerden entwickeln, sofern keine Hyposensibilisierung erfolgt. Erstes Warnzeichen für den Etagenwechsel ist ein meist trockener, oft anfallsartiger Husten, besonders nachts oder bei körperlicher Belastung. Nicht zuletzt ist das Allgemeinbefinden insgesamt deutlich beeinträchtigt. Die betroffenen Kinder sind gereizt, unkonzentriert, lustlos und müde, da der Nachtschlaf durch die Allergiebeschwerden stark gestört ist.

Heuschnupfen lindern und unnötige Pollen-Belastung vermeiden

Sperren Sie die Pollen aus: Pollen-Filter für Autos gibt es schon länger, seit kurzem ist auch ein wirksamer Pollen-Schutz für die Wohnung erhältlich. Das Pollen-Schutzgitter tesa protect, das wie ein Mückenschutzgitter mit Klettband am Fensterrahmen befestigt wird, kann bis zu 87 Prozent selbst der kleinsten Pollen abhalten, wie ein Praxistest der Stiftung Deutscher Pollen-Informationsdienst ergeben hat. Besonders empfehlenswert für Kinder- oder Schlafzimmer!

Lüften Sie richtig: Hat Ihr Auto  einen Pollen-Filter, halten Sie unterwegs die Fenster geschlossen und machen Sie die Lüftung aus. Da der Pollen-Flug in ländlichen Gebieten zwischen 3 und 9 Uhr, in der Stadt aber zwischen 18 und 24 Uhr am stärksten ist, sollten Sie auf dem Land abends lüften und dann die Fenster geschlossen halten. Wohnen Sie in der Stadt, empfiehlt es sich, vormittags zu lüften und die Fenster abends geschlossen zu halten. Beides gilt natürlich nur für Räume ohne Pollen-Schutzgitter!

Starke Pollen-Belastung meiden: Der Pollen-Flug ist bei warmem, windigem Wetter am stärksten. Vermeiden Sie dann Spaziergänge mit Ihrem Kind. Halten Sie es – so gut es geht – von blühenden Feldern und Wiesen fern. Es sollte beim Rasenmähen nicht anwesend sein und bei der Heuernte keinesfalls aus der Nähe zusehen.

Pollen regelmäßig entfernen: Abends vor dem Schlafengehen sollten Sie Ihrem Kind die Haare mit Wasser ausspülen, damit die tagsüber im Haar gesammelten Pollen nicht auf das Kopfkissen geraten. Auch von den Schleimhäuten lassen sich die Pollen abspülen, beispielsweise mit Wasser oder einer Salzlösung.

Richtiger Umgang mit der Kleidung: Ihr Kind sollte draußen getragene Kleidung abends schon vor dem Kinderzimmer ausziehen. Hängen Sie die Wäsche nicht draußen zum Trocknen auf!

Reizstoffe meiden: Vermeiden Sie alles, was die in der Pollen-Flugzeit ohnehin entzündeten Schleimhäute Ihres Kindes zusätzlich reizen könnte, z. B. Zigarettenrauch, starke Düfte, ätherische Öle, Chlorausdünstungen im Hallenbad.

Kreuzallergene im Essen beachten: Da bestimmte pflanzliche Nahrungsmittel eine den Pollen ähnliche Allergenstruktur haben, werden sie von Pollen-Allergikern – speziell während der Pollen-Flugzeit – oft nicht vertragen. Die wichtigsten Kreuzallergene zeigt Tabelle 1. Hat Ihr Kind beim Verzehr Beschwerden wie z. B. Jucken, Brennen oder ein pelziges Gefühl im Mund, müssen diese Nahrungsmittel, zumindest in roher Form, gemieden werden.

Tabelle 1: Kreuzallergene
Pollenallergie gegenmöglicherweise unverträgliche pflanzliche Nahrungsmittel
Birke, Erle, HaselKernobst (Äpfel/Birnen), Steinobst (Pfirsiche, Aprikosen, Pflaumen, Kirschen),  Nüsse (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Avocados, Kiwis, Litchis
BeifußSellerie, Karotten, Tomaten, Paprika, Kamille, Anis, Kümmel, Ingwer, Muskat, Curry
Gräser/Roggen

Getreidemehl, Soja, Erdnüsse

Schlaue Urlaubsplanung: Fahren Sie nach Möglichkeit in der Zeit der stärksten Pollenbelastung in eine pollenarme Urlaubsregion. Geeignet sind nadelholzreiche Hochgebirgslagen, Nordseeinseln und Nordseeküste sowie Wüstenregionen. Beachten Sie dabei, dass die Blütezeit im Hochgebirge (mit insgesamt deutlich schwächerem Pollen-Flug) um etwa vier Wochen später einsetzt als im Flachland.

Hyposensibilisierung

Bei Kindern bis sechs Jahren ist eine Hyposensibilisierung (Gewöhnung des Körpers an kleinste Mengen des Allergieauslösers) durch Spritzen oft kaum möglich. Verschiedene neuere Studien zeigen jedoch, dass auch die so genannte sublinguale Hyposensibilisierung, bei der das Allergen in steigender Dosierung unter die Zunge getropft wird, wirksam ist. Sprechen Sie am besten Ihren Kinderarzt oder Allergologen auf eine mögliche Hyposensibilisierung an.

Mein Tipp
Ähnlich wie eine Hyposensibilisierung wirkt auch der regelmäßige Verzehr (mindestens drei Monate vor dem Beginn der Pollen-Flugzeit beginnen!) von Honig, der aus der Nähe der eigenen Wohnung stammt und ebenfalls Pollen enthält. Bei starker Allergie kann jedoch schon der Verzehr von Honig zu Beschwerden, etwa Kribbeln im Mund, führen!

Surftipp: Unter www.adiz.de erreichen Sie die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (Telefon 05252/93 12 03, Fax 05252/95 45 01), die, täglich aktualisiert, die Pollen-Flugvorhersage für die einzelnen Bundesländer herausgibt.
Bezugsquellen: tesa protect Pollen-Schutzgitter, 1 Fenstergitter, erhältlich z. B. in Baumärkten für ca. 30 ; für die Nasenspülung: Emser Nasendusche mit Nasenspülsalz für 10,99 oder neti®-Kännchen aus Porzellan ab 13,50 , erhältlich in Apotheken.
Behandlungskosten: Sowohl Bioresonanztherapie (pro Behandlung 20 bis 60 €) als auch Laser-Akupunktur (pro Behandlung 25 bis 45 €) werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt.

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