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Schimmelpilze im Kinderzimmer
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So verhindern oder beseitigen Sie Schimmelpilzbefall im Kinderzimmer

Babys und Kinder vor Schimmelbefall schützen

Schimmelpilze sind gesundheitsschädlich und können bei Ihrem Baby oder Kleinkind Allergien auslösen. Daher ist es besonders wichtig, eine Schimmelbildung im Kinderzimmer zu verhindern und im Notfall zu beseitigen. Wie das geht, lesen Sie hier. 

Expertenrat von 

So verhindern oder beseitigen Sie Schimmelpilzbefall in der Wohnung

  • Lüften Sie mindestens zweimal täglich (in der kalten Jahreszeit etwa fünf bis zehn, in der wärmeren Jahreszeit bis zu 30 Minuten Fenster ganz öffnen) sowie nach dem Baden, Duschen oder Kochen. In den Wintermonaten Dauerkippstellung der Fenster vermeiden.
  • Kaufen Sie für schimmelgefährdete Zimmer (etwa kühlere Kinder- oder Schlafzimmer mit Nord-/West-Außenwand) ein Hygrometer (bei Optikern oder z.B. unter www.wettershop.de; ab 8,00 €), sodass Sie die Feuchtigkeit in der Raumluft messen können. Lüften Sie für fünf bis zehn Minuten, sobald die Luftfeuchtigkeit über 50 Prozent steigt. Damit lässt sich häufig auch ein erneuter Schimmelbefall nach erfolgter Sanierung verhindern.
  • Vermeiden Sie Feuchtigkeit in der Wohnung: Luftbefeuchter entfernen, Wäsche nicht in der Wohnung zum Trocknen aufhängen, Aquarium abdecken.
  • Sorgen Sie für eine gleichmäßige Zimmertemperatur zwischen 19 und 21 °C und halten Sie die Türen zu kühleren Räumen geschlossen.
  • Rücken Sie die Möbel an Außenwänden etwa zehn Zentimeter von der Wand ab, stellen Sie keine Möbel vor die Heizung. Heizung nicht mit Gardinen oder Vorhängen abdecken.
  • Vermeiden bzw. entfernen Sie in Bad und Küche Holzwände oder -decken sowie Tapeten. Lassen Sie undichte Rohre sofort reparieren.

  • Riecht es in der Wohnung muffig oder modrig, obwohl auf den ersten Blick kein Schimmel zu entdecken ist, sollten Sie hier suchen:
    • hinter Holzverkleidungen, Abdeckungen und großen Möbelstücken (besonders an Außenwänden),
    • unter Fußbodenbelägen bzw. Teppichböden, unter Matratzen (vor allem bei schlechter Belüftung von unten und stark schwitzendem Schläfer! Latexmatratzen sind besonders gefährdet) und in Polstermöbeln,
    • in allen Räumen mit vermehrter Luftfeuchtigkeit wie Bad, Küche, Keller,
    • alle Fliesenfugen, Fensterstöcke und Fensterbretter, Zimmerecken an Außenwänden kontrollieren,
    • Topfpflanzen, Kühlschränke, Luftbefeuchter und Klimaanlagen inspizieren.
  • Kleinere Flächen bis 40 Quadratzentimetern können häufig selbst saniert werden. Zur Reinigung von glatten Flächen und Möbelstücken (nicht aber Matratzen und Polstern!) oder vorübergehend bis zur endgültigen Sanierung können Sie befallene Flächen mit 80-prozentigem Ethylalkohol (Ethanol) gründlich abwischen. Bewährt hat sich auch eine Mischung aus 97 Teilen Ethylalkohol (80-prozentig) und drei Teilen Salizylsäure (in der Apotheke herstellen lassen).
  • Verschimmelte Silikonfugen, Tapeten und Gipskartonplatten vollständig entfernen. Bei befallenen Wänden muss fast immer der Putz abgeschlagen werden. Lassen Sie sich aber in jedem Fall von einem Fachmann (z. B. Baubiologen) beraten.
  • Bei Sanierungsmaßnahmen sollten Allergiker möglichst nicht in der Wohnung anwesend sein. Schützen Sie sich bei der Schimmelpilzsanierung durch Schutzhandschuhe, Mundschutz sowie eine (Schutz-)Brille, nach Abschluss der Arbeiten duschen und Arbeitskleidung umgehend waschen.
  • Bei Bauschäden oder großflächigem Befall muss die Sanierung durch einen Fachmann erfolgen.

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