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Verschiedene Beerensorten

Geheimrezepte gegen Fieber & Erkältung.

Alternative Heilmethoden bei Erkältung und Fieber

Wenn Ihr Kind eine Erkältung oder Fieber hat, brauchen Sie nicht gleich „schweres Geschütz“ aufzufahren. Viele alte Hausmittel sind hervorragend wirksam – besser kann es auch die moderne Schulmedizin nicht. Lesen Sie hier, wie schon unsere Urgroßmütter ihre Familie kuriert haben.  

Expertenrat von 

Tipps bei Erkältung und Fieber : Erste Hilfe bei drohendem Schnupfen

Ist richtig schmuddeliges Erkältungswetter und kommt Ihr Kind durchnässt und/oder mit nassen Füßen nach Hause, können Sie mit dem „Nasse-Füße-Tee“, einem ansteigenden Fußbad sowie dem richtigen Schüßler-Salz den drohenden Schnupfen vielleicht noch einmal abwenden.

  „Nasse-Füße-Tee“ bei drohendem Schnupfen

Lassen Sie sich folgende Teemischung (für Kinder ab einem Jahr) in der Apotheke herstellen:

30 Gramm (g) Hagebuttenschalen
30 g Hagebuttenkerne
15 g Lindenblüten
15 g Holunderblüten

 Zubereitung und Anwendung:

Einen gehäuften Teelöffel der Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen und zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen. Geben Sie Ihrem Kind eine Tasse des Tees zum Aufwärmen oder auch vorbeugend über längere Zeit eine Tasse morgens und abends. Der Tee kann zusätzlich mit Holundersaft aus dem Reformhaus gemischt werden.

Schüßler Salz gegen drohende Erkältung

Lösen Sie drei Tabletten Ferrum phosphoricum (Biochemie Nr. 3) D6 in einem Glas heißem Wasser auf (mit Plastiklöffel kräftig umrühren, Metallkontakt vermeiden!) und lassen Sie Ihr Kind (ab einem Jahr) schluckweise alle 5 bis 10 Minuten davon trinken, bis das Glas leer ist.

Ansteigendes Fußbad gegen eine drohende Erkältung (für Kinder ab zwei Jahren)

Füllen Sie einen Eimer mit warmem Wasser (35 °C), die Beine Ihres Kindes müssen bis über die Knöchel im Wasser sein. Gießen Sie im Abstand von 2 bis 3 Minuten heißes Wasser zu, bis sich die Temperatur des Wassers auf 39 °C (mit Badethermometer kontrollieren!) erhöht hat. Ihr Kind sollte die Füße möglichst 10 Minuten lang im Wasser lassen. Dann streifen Sie seine Füße nur ab und ziehen ihm warme (Woll-) Socken über. Damit soll es noch 30 Minuten im Bett oder auf der Couch nachruhen (am besten mit Vorlesen ruhig halten).

Hühnersuppe lindert die Erkältung

Heiße Hühnerbrühe wird nicht nur bei uns als altes Hausmittel hoch geschätzt. Auch in der amerikanisch-jüdischen Küche schwört man auf das so genannte „jüdische Penizillin“, und selbst in China wird sie als Heilspeise eingesetzt. Dass so eine warme Suppe nicht nur den Appetit anregt und „den Magen einrenkt“, sondern tatsächlich Heilwirkung hat, lässt sich anhand der vielen heilsamen Inhaltsstoffe auch wissenschaftlich erklären: Hühnersuppe enthält den schwefelhaltigen Eiweißstoff Cystein, der entzündungshemmend und schleimlösend wirkt. Die enthaltenen Gemüsesorten sind nährstoff- und vitaminreich. Die Zwiebel in der Suppe enthält überdies das antibiotisch wirkende Allicin. Auch Salz und Pfeffer entfalten in der Suppe ihre Heilwirkung. Kochsalz ist ein wichtiger Mineralstoff, der die Flüssigkeitszufuhr begünstigt, während Pfeffer über die Anregung der Geschmacksnerven hilft, den Schleim zu verdünnen. Selbst der Dampf der heißen Suppe entfaltet noch eine zusätzliche Heilwirkung. Er beruhigt durch die feuchte Wärme die Schleimhaut in der Nase und den Nasennebenhöhlen. Sie sehen, Hühnersuppe ist ein probates Mittel gegen die Erkältung, das schon für Kinder ab einem Jahr geeignet und dabei mit Sicherheit frei von unerwünschten Nebenwirkungen ist! Und da selbst gekochte Suppe wesentlich besser hilft als ein Fertigprodukt, hier das Rezept:

Zutaten:

1 Suppenhuhn (ca. 2 kg)
1 Teelöffel Salz
4 Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
2 Liter Wasser
1 Zwiebel
200 g Möhren
150 g Porree
200 g Petersilienwurzel
75 g Sellerie
etwas Instant-Hühnerbrühe oder Instant-Gemüsebrühezum Abschmecken

Zubereitung:

Gewaschenes Suppenhuhn mit Salz und Gewürzen ins kalte Wasser geben, aufkochen und zugedeckt mindestens eineinhalb Stunden köcheln lassen. Anfangs ein- bis zweimal den Schaum abschöpfen, 30 Minuten vor dem Ende der Garzeit die geviertelte Zwiebel und das gewaschene, klein geschnittene Gemüse in die Brühe geben und mitkochen. Gegartes Huhn aus der Brühe nehmen, abkühlen lassen, Fleisch von den Knochen lösen und klein schneiden. Brühe eventuell mit Instantbrühe abschmecken und das klein geschnittene Hühnerfleisch wieder in die Suppe geben.

Mein Tipp: Servieren Sie Ihrem kranken Kind die Hühnersuppe mit Suppennudeln, Backerbsen oder auch klein geschnittenen Pfannkuchen. So wird aus der Suppe eine komplette Mahlzeit nicht nur für Ihr Kind, sondern für die ganze Familie. Falls Sie keine Möglichkeit haben, Ihrem Kind Hühnersuppe zu kochen, können Sie ersatzweise auch Instant-Hühnerbrühe verwenden.

Rettichhonig und Zwiebelsaft vertreiben Husten bei einer Erkältung

Beide Hustensäfte sind für Kinder ab einem Jahr geeignet. Dosierung: 3- bis 4-mal täglich ein Teelöffel,Vorschulkinder dürfen jeweils zwei Teelöffel einnehmen. Der wohlschmeckende Rettichhonig vertreibt den Husten oft über Nacht.

Zutaten:

1 Rettich
3 bis 4 Esslöffel Honig (je nach Größe des Rettichs)

Zubereitung:

Den Rettich auf einer Glasreibe raspeln und die Raspel samt dem ausgetretenen Rettichwasser in ein Glas oder eine Schüssel geben.Mit dem Honig vermischen und einen halben Tag stehen lassen. Rettichraspel dann durch ein Leintuch abpressen. Den fertigen Rettichhonig in einem sauberen Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren (hält etwa eine Woche). Alternativ können Sie den Rettich auch aushöhlen, mit Honig (oder Kandiszucker) füllen und den Saft, der sich nach einem halben Tag gebildet hat, verwenden. Ein altes und bewährtes Hausmittel ist der Zwiebelsaft – auch er ist gerade bei Kindern erstaunlich wirksam.

Zutaten:

1 mittelgroße Zwiebel
3 Esslöffel Zucker, Kandiszucker oder Honig

Zubereitung:

Zwiebel fein hacken. Zusammen mit dem Zucker bzw. Honig sowie 125 Millilitern (1/8 Liter) Wasser in einem Topf bei milder Hitze zehn Minuten lang kochen lassen. Einige Stunden stehen lassen, dann durch ein Leintuch gründlich auspressen. Den fertigen Zwiebelsaft in einem sauberen Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren (hält etwa eine Woche).

Mit Anisplätzchen gegen den Husten bei einer Erkältung

Anis wirkt krampflösend und entblähend. Die nachfolgenden Anisplätzchen (für Kinder ab einem Jahr) helfen daher bei krampfartigem Husten sowie Bauchkrämpfen und Blähungen. Ihr Kind kann bei Bedarf mehrere Plätzchen essen. Es sollte sie lange im Mund behalten und gut durchkauen. Die Plätzchen halten sich mehrere Monate lang.

Zutaten:

125 g Honig
125 g Zucker
4 Eier
1 Esslöffel Anis gemahlen
300 g Mehl

Zubereitung:

Honig, Zucker und Eier sehr schaumig rühren – mit dem Rührgerät mindestens 10 Minuten, mit der Hand 30 Minuten lang. Anis und gesiebtes Mehl unter die Eimasse ziehen und noch einmal gut verrühren. Mit zwei Teelöffeln kleine Häufchen vom Teig abstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen. Die Anisplätzchen über Nacht an einem warmen Ort trocknen lassen – nur so bekommen sie das typische „Füßchen“.Am nächsten Tag im auf 160 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene 20 bis 25 Minuten hellgelb backen. Auf dem Blech auskühlen lassen.

Mein Tipp:
 Frische Anisplätzchen sind sehr hart. Damit Ihr Kind sie leichter kauen kann, die Plätzchen zwei bis drei Wochen in einer Blechdose lagern – so werden sie etwas weicher.

Beerige Unterstützung bei Fieber

Kinder, die Fieber haben, haben meist keinen Appetit, doch sollten sie viel trinken. Neben Tee bieten sich auch Saftschorlen an. Besonders günstig sind folgende Säfte (alle fertig erhältlich in Reformhäusern), denen seit altersher eine fiebersenkende Wirkung nachgesagt wird:

Holunderbeeren: Holunder ist eine alte und wichtige Heilpflanze. Die dunkelvioletten Beeren enthalten große Mengen an Anthocyanen und Flavonoiden. Der daraus gewonnene Saft ist immunstärkend und senkt den Fieber bei Grippe und Erkältungskrankheiten. Der Tee aus den Blüten ist übrigens auf Grund der Flavonoide immunstärkend und eignet sich daher gut zur Vorbeugung im Herbst!

Himbeeren: In den süßen, roten Beeren stecken Kalium, Eisen, Magnesium und Phosphor. Sie enthalten neben Pektinen und Gerbstoffen viele aktive Säuren, darunter auch Salicylsäure, die das Fieber senkt.

Mein Tipp:
 Als besonders wirksames Holunderpräparat hat sich Sambucol® Holunderbeerextrakt erwiesen, der bereits für Kinder ab sechs Monaten geeignet ist. Dosierung: ein bis zwei Teelöffel täglich in Wasser oder Saf

Preiselbeeren: Die säuerlichen Beeren sind reich an Apfel-, Zitronen-, Oxal- und Bernsteinsäure, Gerbstoffen, Zucker, Pektin sowie den Vitaminen A, B und C. Die kleinen Vitaminbomben stärken die Abwehrkräfte und senken das Fieber. Natürlich können Himbeeren oder Preiselbeeren auch roh gegessen werden, sie sind aber zur Erkältungszeit frisch nicht verfügbar, sodass der Saft eine gute Alternative darstellt. Preiselbeeren sind auch in Form von Kompott gut geeignet.  

Bezugsquellen: Die genannten Arzneimittel sowie die Teemischung sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

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