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Streik beim Zähneputzen: Das überzeugt kleine Putzmuffel

Gesunde Zähne

Zähneputzen ist bei Kleinkindern oft eine schwierige Angelegenheit. Natürlich sollten Kinderzähne täglich gebürstet werden, aber bitte ohne Zwang. Lesen Sie hier die besten Motivationstipps für Kinder! 

Expertenrat von 

Gerade in der Trotzphase kommt die Zahnpflege oft zu kurz, weil die Kleinen sich vehement sträuben. Um die Zähnchen auch bei minimaler Pflege gesund zu halten, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt absprechen, ob nicht die Gabe von Fluoridtabletten (0,25 Milligramm täglich) sinnvoll ist.

Sie müssen den „Zahnputzkampf“ auch nicht unbedingt zweimal täglich durchstehen, denn es ist wichtiger, einmal täglich (vorzugsweise abends) richtig gründlich zu putzen oder nachzuputzen als zweimal täglich nur kurz. Macht Ihr Kind beim Zähneputzen mal großes Theater, können Sie seine Zähnchen als Ersatz einmal am Tag mit einem feuchten Baumwoll-Läppchen (z.B. sauberem Taschentuch) von beiden Seiten abreiben, damit sich kein Belag bildet.

Gesunde Zähne: Die 12 besten Tipps gegen den Zahnputzstreik bei Kindern

  1. Zwang und Druck sind wenig geeignete Mittel. Erklären Sie Ihrem Kind, warum das Zähneputzen so wichtig ist. Die Grundaussage sollte sein: Wer gerne mal Süßes isst und nicht die Zähne putzt, bekommt Löcher in den Zähnen.
  2. Lassen Sie Ihr Kind grundsätzlich erst mal selber die Zähne bürsten, bevor Sie putzen oder nachputzen.
  3. Wecken Sie das Interesse Ihres Kindes am Zähneputzen durch ein kindgerechtes Buch.
  4. Zähneputzen soll Spaß machen. Kaufen Sie eine Zahnbürste, die Ihrem Kind gefällt und/oder lassen Sie es einen peppigen Zahnputzbecher aussuchen. Gut wäre auch ein Kinderspiegel, damit Ihr Kind sich beim Putzen sehen kann – dann wird das Ganze gleich viel interessanter. Wechseln Sie eventuell die Zahnpasta und probieren Sie aus, welche Ihr Kind am liebsten mag. Bekommt Ihr Kind Fluorid-Tabletten oder „verspeist“ es die Zahnpasta, statt sie auszuspucken, nehmen Sie besser fluoridfreie Zahnpasta (z.B.„nenedent ohne Fluorid“, in Apotheken erhältlich).
  5. Zähneputzen mit Musik oder einem Lied. Vorschläge für Zahnputzlieder finden Sie z. B. im Internet unter www.kindergarten-workshop.de in der „Musik-Ecke“ (Lieder nach bekannten Melodien). Ideen liefern auch das Zahn-Gesundheits-Liederbuch „Der kleine Riese will gesunde Zähne“ von Bernhard Lins (Tyrolia 1992; 36 Seiten; 14,90 €; als Audio-CD 14,99 €).
  6. Geben Sie jedem der Zähne einen Tiernamen, etwa „Jetzt putzen wir den Krokodilzahn, da hinten schaut der Bärenzahn raus, und vorne sind die Mäusezähne …“.
  7. Putzen Sie sich gegenseitig die Zähne. Lassen Sie Ihr Kind Ihre Zähne putzen und putzen Sie dann im Gegenzug seine Zähne.
  8. Putzen Sie gemeinsam die Zähne, damit Ihr Kind Sie als Vorbild beim Zähneputzen beobachten kann und sieht, dass auch Sie zweimal täglich Ihre Zähne putzen.
  9. Benutzen Sie eine Handpuppe oder die Lieblingspuppe/ das Lieblingstier Ihres Kindes, um über das Zähneputzen zu sprechen. Bitten Sie Ihr Kind, der Puppe oder dem Tier zu zeigen, wie das Zähneputzen geht. Anschließend putzen Kind und Puppe/Tier gemeinsam die Zähne.
  10. Besorgen Sie eine Sanduhr oder einen lustigen Eierwecker, damit Ihr Kind (ab etwa drei Jahren) auch wirklich zwei Minuten lang putzt.
  11. Machen Sie einen Wettbewerb beim Zähneputzen (geeignet ab dem Kindergartenalter):Wer kann am meisten Schaum beim Putzen machen? Wer kann am längsten putzen, ohne auszuspucken? Wer kann nebenbei noch ein Lied summen?
  12. Setzen Sie logische Folgen ein! Bei hartnäckiger Zahnputz- Verweigerung sollten Sie Ihrem Kind ganz ruhig, aber sehr bestimmt sagen, dass es keine Süßigkeiten und keine gesüßten Getränke mehr haben kann, so lange es sich nicht die Zähne putzt. Verlieren Sie dann kein Wort mehr übers Zähneputzen. Sagen Sie Ihrem Kind, wenn es nach Süßem fragt, jedes Mal ruhig, aber bestimmt: „Ich kann dir leider nichts Süßes geben. Ohne Zähneputzen macht der Zucker deine Zähne kaputt. Süßes kannst du erst wieder essen, wenn du dir die Zähne putzt.“ Das überzeugt über kurz oder lang selbst die dickköpfigsten Zahnputzmuffel.


Zahnputzbücher für Kinder

Für die Kleinsten ab ein bis zwei Jahren:

  • „Jakob und seine Zahnbürste“ (aus Pappe mit Klappen) von P. Friedl, T. Roloff und N. Banser (Carlsen 2004; 12 S.; 5,90 €)
  • „Mein erstes Zahnputzbuch“ (aus Pappe mit Zieh- und Klappelementen) von S. Scholbeck u. K. Reider (Ravensburger 2004; 12 S.; 9,95 €)

Ab zwei bis drei Jahren geeignet:

  • „Der kleine Bär muss Zähne putzen“ von J. Langreuter und V. Sorbat (aus Pappe, kleine Ausgabe; Ars Edition 1996; 30 S.; 3,95 €)
  • „Die Zahnputzfee“ mit Kinderzahnbürste und Sanduhr, von B. Spathelf und S. Szesny (Albarello 2001; 32 S.; 13,70 €)
  • „Karius und Baktus“ von Th. Egner (Cbj 1974; 40 S.; 7,50 € )
  • „Neues aus der Milchzahnstraße“ von A. Russelmann (Neugebauer Verlag 1998; 46 S.; 11,50 €)
  • „Karius und Baktus“ und „Neues aus der Milchzahnstraße“ gehören zwar zu den Klassikern, doch werden die Karies verursachenden „Bösewichte“ hier relativ sympathisch dargestellt. Am besten erst einmal ansehen!

Ab fünf Jahren geeignet:

  • „Das Wackelzahnbuch“ mit Milchzahndose, von I. Radünz und Th. Röhner (viele Klapp-, Dreh- und Ziehmechanismen, Coppenrath 1999; 32 S.; 12,95 €)

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