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FSME- Impfung

FSME- Impfung: Wann ist sie bei Ihrem Kind nötig?

Tipps zur FSME- Impfung

Wenn Sie Ihr Kind gegen FSME schützen wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, mit der Impfung zu beginnen. Dann hat es bis zum Beginn der Zeckensaison bereits schützende Antikörper aufgebaut. Doch wie sinnvoll ist die FSME- Impfung für Ihr Kind? 

Expertenrat von 

Sobald die ersten wärmeren Tage ins Land ziehen, wird jedes Jahr vor der Gefahr durch Zecken und hier wiederum speziell vor FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) gewarnt. Dabei handelt es sich um eine viral bedingte Entzündung von Gehirn oder Hirnhaut, die durch Zecken übertragen wird. Die lästigen Blutsauger können jedoch auch bakterielle Infektionen wie etwa die Borreliose verbreiten. Letztere kommt in ganz Deutschland vor, während die FSME nur auf bestimmte Risikogebiete beschränkt ist. In Deutschland sind das hauptsächlich Bayern und Baden- Württemberg . Auch in anderen europäischen Ländern, vorwiegend in Osteuropa, aber auch in Österreich und der Schweiz, ist die Infektionsgefahr hoch.

Checkliste: Profitiert Ihr Kind von einer FSME- Impfung?

  • Sie leben in Bayern, Baden-Württemberg oder besonders gefährdeten Landkreisen im Süden von Hessen oder Thüringen.
  • Ihr Kind ist drei Jahre oder älter.
  • Sie sind häufig in der Natur unterwegs oder auf dem Spielplatz bzw. haben einen Garten, in dem Ihr Kind oft spielt.
  • Sie machen Wander- oder Campingurlaub in Bayern, Baden-Württemberg, Estland, Lettland, Litauen, Österreich, in der Schweiz, im Nordosten Polens, Russland, Slowenien, Südschweden, Weißrussland, Ungarn oder in der Tschechischen Republik

Auswertung: Wenn Sie mindestens dreimal die Fragen mit „ja“ beantwortet haben, besteht ein erhöhtes Risiko für Ihr Kind, an FSME zu erkranken. Dann ist eine FSME- Impfung sinnvoll. Die Impfung wird von den Krankenkassen bezahlt, wenn Sie in einem Landkreis wohnen, der als FSME- Risikogebiet ausgewiesen ist.

Kinder unter drei Jahren reagieren häufiger mit Fieber auf die FSME- Impfung

Bei Kindern unter sechs Jahren gibt es weder Todesfälle noch Spätfolgen nach FSME. Zudem haben Kinder unter drei Jahren nur ein geringes Erkrankungsrisiko. Da sie aber nach einer FSME- Impfung deutlich häufiger mit Fieber und grippalen Beschwerden reagieren als ältere Kinder (30 Prozent gegenüber 5 bis 7 Prozent bei den über Dreijährigen), ist der Nutzen der Impfung bei Kleinkindern eher fraglich. Außerdem schützt die FSME- Impfung, die fälschlich oft als „Zecken-Impfung“ bezeichnet wird, nicht gegen Zecken! Eine Infektion mit anderen Erregern, die die Zecke beherbergen kann (z. B. Borrelien), ist trotzdem möglich. Daher sollten Sie Ihr Kind in jedem Fall gegen Zecken schützen – ob mit oder ohne FSME- Impfung!

Mein Tipp, wenn Sie Ihr Kind gegen FSME impfen wollen
Wenn für Ihr Kind eine FSME- Impfung sinnvoll ist, sollten Sie möglichst jetzt schon damit beginnen. Die zweite Impfung kann bereits einen Monat nach der ersten Dosis verabreicht werden. 14 Tage nach der zweiten Impfung haben mehr als 90 Prozent der Geimpften schützende Antikörper gebildet. Die Grundimmunisierung ist erst mit der dritten Impfdosis abgeschlossen, die fünf bis zwölf Monate nach der zweiten Impfung gegeben wird.

Gegen eine Hirnhautentzündung reicht für Ihr Kind die Meningokokken Impfung, da es häufiger und gefährlicher auftritt als FSME

Wer sein Kind möglichst umfassend gegen Infektionskrankheiten schützen will, kann es natürlich gegen FSME und Meningokokken impfen lassen. Wenn Sie jedoch Zweifel haben, ob so viele Impfungen notwendig sind, genügt auch die regulär im Impfplan vorgesehene Meningokokken-C-Impfung, insbesondere bei Kindern unter drei Jahren. Nur zum Vergleich: 2009 sind 18 Kinder unter fünf Jahren an einer Meningitis durch C-Meningokokken erkrankt (Sterblichkeit 10 Prozent), aber nur sechs an FSME, die bei Kindern unter sechs Jahren nie tödlich verläuft.

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