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Kleines Mädchen bei Impfung
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Kinder durch Impfung vor Hirnhautentzündung schützen

Kinder impfen

Eine Hirnhautentzündung ist gefährlich, doch gegen viele Formen können Sie Ihre Kinder impfen lassen. Lesen Sie hier, welche unterschiedlichen Verläufe einer Hirnhautentzündung auftreten können und wie Sie Ihr Kind mit einer Impfung schützen können. 

Expertenrat von 

Von einer Hirnhautentzündung (Meningitis) sind überwiegend Kinder unter fünf Jahren betroffen, wobei Säuglinge in den ersten Lebensmonaten am stärksten gefährdet sind. Als Erreger kommen sowohl Viren als auch Bakterien in Frage.

Virale Hirnhautentzündung verläuft eher gutartig

Eine virale Hirnhautentzündung kann durch unterschiedliche Viren hervorgerufen werden, z. B. Erreger von Erkältungskrankheiten oder Magen-Darm-Infekten, aber auch Masern- oder Mumpsviren sowie das FSME-Virus. Mumps kann z. B. etwa bei bis zu 40 Prozent der Erkrankten eine virale Meningitis verursachen! Eine durch Viren bedingte Hirnhautentzündung ist aber in den meisten Fällen gutartig: Folgeschäden oder Todesfälle treten nur selten auf.

Eine bakterielle Hirnhautentzündung ist lebensgefährlich!

Wesentlich gefährlicher hingegen sind die bakteriell bedingten Formen der Hirnhautentzündung. Selbst bei antibiotischer Behandlung stirbt noch immer jedes zehnte erkrankte Kind! Doch auch diejenigen Kinder, die wieder gesund werden, müssen in 5 bis 15 Prozent der Fälle mit Folgeschäden wie Krampfanfällen, Entwicklungsstörungen, Taubheit oder Lähmungen leben. Kommt es als Komplikation zusätzlich zu einer Blutvergiftung (insbesondere bei Meningokokken), können durch Haut- und Gewebezerstörungen Vernarbungen an Händen und Füßen entstehen. Schlimmstenfalls sind sogar Amputationen erforderlich.

Kinder impfen: Impfung gegen Meningokokken C ist wichtiger als gegen FSME

Allenthalben hört man im Frühjahr und Sommer, wie wichtig die Impfung gegen FSME sei. Die viel gefährlichere Hirnhautentzündung durch Meningokokken ist hingegen weniger präsent. Die Bedeutung der Impfung gegen Meningokokken wird deswegen oft unterschätzt. Dabei kommt die Hirnhautentzündung durch Meningokokken der Gruppe C im Kindesalter viel häufiger vor als FSME und ist zudem wesentlich gefährlicher. Todesfälle nach FSME sind bei Kindern noch nie aufgetreten, auch Spätfolgen gibt es so gut wie keine. Der einzige belegte Fall ist das Auftreten einer Epilepsie nach FSME bei einem 12-jährigen Jungen. Daneben werden als FSME-Folgen noch Konzentrationsstörungen gemutmaßt. An einer Hirnhautentzündung durch Meningokokken sterben jedes Jahr etwa 20 Kinder. Da die Impfung gegen Meningokokken Gruppe C 2006 in den Impfplan aufgenommen wurde, sind inzwischen aber immer mehr Kinder gegen diese Erkrankung geschützt.

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