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Schweinegrippe: Kinder jetzt mit der Schweinegrippe-Impfung schützen?

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Schweinegrippe: Kinder jetzt mit der Schweinegrippe-Impfung schützen?

» Tipps zur Schweinegrippe-Impfung bei Kindern

Junge bei der Impfung

Im Herbst und Winter wird erwartet, dass sich die Schweinegrippe (Neue Grippe) wesentlich schneller ausbreitet als bisher.Und Kinder sind häufiger betroffen als ältere Personen. Sollten Sie Ihre Kinder gegen die Schweinegrippe impfen lassen?

Nach dem Ausbruch der Schweinegrippe (Neue Grippe) Ende April 2009 in Mexiko haben sich die neuen H1N1-Viren weltweit ausgebreitet. Deshalb erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Schweinegrippe am 11. Juni 2009 zur Pandemie. Bisher verlief die Erkrankung relativ mild. Doch das könnte sich jederzeit ändern. Denn das neue Grippevirus hat Ähnlichkeit mit dem Grippevirus der Spanischen Grippe, die zwischen 1918 und 1920 weltweit zwischen 25 und 50 Millionen Todesopfer forderte. Bei seiner ersten Ausbreitungswelle im Frühjahr 1918 war die Todesrate nicht merklich erhöht. Doch das änderte sich mit der zweiten Erkrankungswelle im Herbst 1918.

Wie gefährlich ist die Schweinegrippe für Kinder?

Anders als die „normale“ saisonale Grippe in den Herbst und Wintermonaten betrifft die Schweinegrippe jüngere Menschen und damit auch Kinder häufiger als die sonst hauptsächlich erkrankenden Senioren über 60 Jahren. Bislang traten Todesfälle aber nur insbesondere bei Patienten auf, die unter Grunderkrankungen litten. Aber auch Schwangere sind besonders gefährdet. Dabei sind die Krankheitsverläufe bisher sogar milder als bei einer „normalen“ Grippewelle gewesen. Anlass zur Sorge gibt allerdings die rasche Verbreitung der Schweinegrippe in den Sommermonaten, also in einer Zeit, in der sonst überhaupt keine Grippefälle auftreten.

Wie steht es um die Schweinegrippe-Impfung?

Zum Schutz vor der Schweinegrippe ist ein spezieller Impfstoff erforderlich. Der normale, jährlich angepasste Grippe-Impfstoff schützt nicht vor der Neuen Grippe! Nach Aussagen von Experten des Paul-Ehrlich-Instituts haben die deutschen Bundesländer 50 Millionen Impfstoffdosen des neuen Schweinegrippe-Impfstoffs Pandemrix® (siehe auch Tabelle) bei GlaxoSmithKline (GSK) bestellt. GSK hat bereits seit 2008 eine Musterzulassung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMEA für einen Pandemie-Impfstoff, der damals mit einem Stamm der Vogelgrippe entwickelt wurde. Jetzt musste für Pandemrix® nur noch der Virusstamm ausgetauscht werden. Der neue Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix® soll voraussichtlich ab Ende Oktober verfügbar sein. Bei Novartis wurden 18 Millionen Impfstoffdosen bestellt. Der Konzern wird einen neuen Impfstoff auf Zellkulturbasis anbieten, für den noch keine Musterzulassung vorliegt, sodass erst Studien durchgeführt werden müssen. Der Impfstoff wird Experten zufolge daher nicht vor November verfügbar sein. Es muss noch ermittelt werden, wie viele Impfungen in welchem Abstand für einen ausreichenden Schutz erforderlich sein werden. Möglicherweise genügt auch hier eine Impfdosis

Was ist anders bei der Schweinegrippe-Impfung als bei der normalen Grippe-Impfung?

Anders als die meisten saisonalen Grippe-Impfstoffe enthalten die neuen Pandemie-Impfstoffe gegen Schweinegrippe jeweils ein Adjuvans. Es hat zwei Funktionen:
1.
Es erhöht als Wirkverstärker die Immunogenität. Das bedeutet, dass zur Erzielung einer guten Immunantwort weniger Viruseiweiß eingesetzt werden muss. So kann aus derselben Menge gezüchteten Viruseiweißes eine deutlich größere Menge Impfstoff hergestellt werden.  Das ist gerade für das Schweinegrippe-Virus wichtig, denn die Nachfrage ist groß, die Ausbeute der angesetzten Viren jedoch geringer als erwartet.
2.
Durch die erhöhte Immunogenität soll der Impfstoff nicht nur gegen den enthaltenen Virusstamm schützen, sondern auch gegen Virusvarianten, die sich durch eine Veränderung (Mutation) des Schweinegrippevirus im Laufe einer Pandemie ergeben können. Die verwendeten Adjuvanzien sind in beiden Fällen Öl-in- Wasser-Emulsionen und entsprechen sich in ihren Eigenschaften. Die enthaltenen Komponenten sind unbedenklich. So ist z. B. Squalen als Zwischenprodukt im Stoffwechsel von Cholesterin und Vitamin D ein natürlicher Bestandteil des menschlichen Körpers. Polysorbat 80 ist ein Emulgator und Stabilisator, der auch als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist (E433) und als unbedenklich gilt. Durch die Zugabe von Adjuvantien muss aufgrund der höheren Immunogenität mit einer schlechteren Verträglichkeit als bei herkömmlichen Grippe- Impfstoffen gerechnet werden. So treten als Nebenwirkungen vermehrt Lokalreaktionen (Schmerz und Rötung an der Einstichstelle) sowie auch häufiger Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen auf. Technisch wäre es möglich, auf Adjuvantien zu verzichten, wie es beispielsweise bei den Pandemie-Impfstoffen der Fall ist, die für die USA produziert werden. Dann würde sich der Impfstoff von den Zusatzstoffen her nicht von den jährlich angepassten Grippe-Impfstoffen unterscheiden. Mit seltenen schweren und bisher unbekannten Nebenwirkungen wäre dann weit weniger zu rechnen.

Sollten Sie Ihre Kinder mit der Schweinegrippe-Impfung schützen?

Pro Schweinegrippe-Impfung für Kinder: Niemand weiß, wie sich die Ausbreitung und die Gefährlichkeit der Schweinegrippe weiter entwickelt. Erst dann zu impfen, wenn absehbar ist, dass die Pandemie schwer verläuft, könnte eventuell zu spät sein, da es bei gesunden Erwachsenen nach der ersten Impfung drei Wochen dauert, bis sich schützende Antikörper gebildet haben. In Tierversuchen zeichnet sich ab, dass das Schweinegrippe-Virus das normale Grippevirus verdrängen könnte. Insofern könnte die Impfung auch in den kommenden Jahren einen gewissen „Langzeitschutz“ vor Grippe gewähren.
Contra Schweinegrippe-Impfung für Kinder:
Die neuen Schweinegrippe-Impfstoffe sind in ihrer Zusammensetzung (z. B. mit den bei Kindern sonst nicht verwendeten Adjuvantien) an Kindern nur unzureichend getestet. Die klinische Wirksamkeit ist selbst bei der „normalen“ saisonalen Grippeimpfung nicht sehr überzeugend und für die neuen Impfstoffe noch gar nicht bekannt. Es muss bei einer breiten Anwendung der neuen Impfstoffe mit seltenen Nebenwirkungen gerechnet werden, die in den begrenzten Zulassungsstudien gar nicht erkannt werden können. Nur häufige Nebenwirkungen, die mindestens bei einem von 100 Geimpften auftreten, können zuverlässig entdeckt werden. In Deutschland ist keine Impfung der gesamten Bevölkerung vorgesehen, sondern eine Beschränkung auf Risikogruppen: Angehörige des Gesundheitswesens Menschen mit Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Lungenerkrankungen oder Diabetes sowie Übergewichtige. Werdenden Müttern wird ein Serum ohne Zusätze empfohlen, dass es derzeit Experten zufolge noch nicht auf dem Markt gibt. Die Impfung sollte zudem möglichst erst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel erfolgen.

Mein Tipp zur Schweinegrippe-Impfung für Kinder

 Ich kann Ihnen zur Schweinegrippe-Impfung für Ihr Kind erst dann raten, wenn alle Studien zu den Impfstoffen abgeschlossen sind, es bereits erste Erfahrungen in der breiten Anwendung gibt und dabei keine besonderen Risiken gefunden wurden. Für den Fall, dass erkennbar ist, dass die erwartete Grippewelle schwer verläuft und Impfschutz erforderlich ist, würde ich für meine Kinder den Impfstoff Pandemrix® bevorzugen.

Wie können Sie Ihre Kinder außer mit der Schweinegrippe-Impfung sonst noch schützen?

Die Viren werden wie die „normale“ Grippe durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Deswegen gelten die üblichen Hygieneregeln, um sich und Ihr Kind vor einer Ansteckung zu schützen: häufig und gründlich Hände waschen nicht in die vorgehaltene Hand niesen oder husten, sondern in ein Papiertaschentuch, das anschließend sofort entsorgt wird, ersatzweise in den Ärmel niesen und sich dabei wegdrehen Menschenansammlungen und enge Kontakte (Küsschen!) außerhalb der Familie meiden

Mein Tipp:Bei Grippe hat sich das homöopathische Medikament Oscillococcinum bewährt, das bereits für Babys geeignet ist. Da sich die Symptome der Schweinegrippe nicht von denen der saisonalen Grippe unterscheiden, wird das Mittel auch hier hilfreich sein. Leider ist es nur über die Internationale Apotheke oder Internetapotheken zu beziehen. Oscillococcinum (hergestellt von der Firma Boiron in der Schweiz, Packung enthält 6 Röhrchen zu je 1 g Globuli) ist rezeptfrei erhältlich und kostet etwa 9 €.Anders als in der Packungsbeilage angegeben, ist eine Dosierung von 10 Globuli pro Gabe (statt eines ganzen Röhrchens zu 1 g) absolut ausreichend. Für einen Säugling können Sie die Globuli in etwas Wasser auflösen und auf einem Plastiklöffel oder im Fläschchen geben. Sofort bei den ersten Grippesymptomen eine Gabe, danach 3-mal alle 6 Stunden. Wenn nötig, an den folgenden 2 bis 3 Tagen jeweils morgens und abends eine Gabe. Zur Vorbeugung wird eine Gabe pro Woche empfohlen.

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Die neuesten Kommentare zum Artikel "Schweinegrippe: Kinder jetzt mit der Schweinegrippe-Impfung schützen?":

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flowerpower schreibt am Dienstag, 10.11.09 18:13:

Hallo,

ich bin natürlich auch am Überlegen, ob ich unserem Sohn (6 Jahre) diese Imfpung zumuten soll. Eine Bekannte, die in der Verwandtschaft eine Heilpraktikerin hat, sagte mir, diese hätte ihr "Spenglersan Kolloid G" empfohlen, dies könne das Immunsystem stärken.
Das habe ich heute natürlich in der Apotheke gekauft und werde auf jeden Fall diesen Versuch starten.

Viele Grüße, Flowerpower

 
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