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Phimose operativ beheben
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Phimose: Die richtige Operationsmethode bei einer Vorhautverengung

Vorhautverengung richtig behandeln

Wenn Sie bei Ihrem Sohn feststellen, dass sich die Vorhaut des Penis nicht oder nur unter Schmerzen hinter die Eichel zurückziehen lässt, liegt häufig eine Vorhautverengung vor. Diagnostiziert der Arzt dann eine pathologische Phimose, so ist in vielen Fällen eine OP notwendig. Dabei gibt es verschiedenen Operationsmethoden. 

Expertenrat von 

Vorhautverengung: Welche Operationsmethode ist die richtige bei Phimose?

  • Besteht bei Ihrem Sohn die Notwendigkeit einer Phimose Operation, wird diese unter Vollnarkose, aber in der Regel ambulant durchgeführt. Je nach Schwere der Phimose kommen drei verschiedene Operationsmethoden infrage, die zur Behandlung der Phimose geeignet sind.
  • Bei geringgradiger Phimose (meist bei engen, narbigen Schnürringen) kann die Vorhaut durch eine Vorhauterweiterungsplastik komplett erhalten werden. Dabei wird die zu enge Vorhaut durch einen Schnitt (oder eventuelle auch mehrere) längs eingeschnitten und anschließend quer vernäht. Somit wird eine Erweiterung der Vorhaut erreicht. Nach dieser Operation ist die Mitarbeit von Ihnen und Ihrem Kindes erforderlich! Um erneute Vernarbungen und Verengungen zu vermeiden, muss die Vorhaut täglich zurückgestreift werden (z. B. in einem desinfizierenden Sitzbad), soweit es schmerzfrei möglich ist.
  • Die gängigste Methode im Kleinkindalter ist die Teilbeschneidung (partielle Zirkumzision), die auch als Plastibell-Methode bezeichnet wird. Dabei wird nur die Engstelle entfernt und der restliche Teil der Vorhaut bleibt erhalten. Dazu wird die verengte Vorhaut eingeschnitten und etwas gespreizt, sodass eine Plastikglocke über die Eichel geschoben werden kann. Anschließend wird die Vorhaut am Rand der Plastikglocke abgebunden und fällt nach dem Auflösen des Nahtmaterials nach zehn bis 12 Tagen mitsamt der Plastikglocke von selbst ab.

  • Bei der kompletten Beschneidung (radikale Zirkumzision), die allerdings aus medizinischen Gründen nur selten erforderlich ist (z. B. beim Lichen sclerosus et atrophicus, einer Hauterkrankung, die zum narbigen Umbau der Vorhaut führt), wird die Vorhaut ganz entfernt und die Wunde vernäht, um die Vorhautverengung zu behandeln.
  • Die Operation einer Phimose dauert meist nur wenige Minuten und wird meist problemlos überstanden. Als mögliche Komplikationen können in 0,5 bis zwei Prozent Nachblutungen, Verwachsungen oder Infektionen auftreten. Wurde keine komplette Beschneidung durchgeführt, kann es in seltenen Fällen zu einer erneuten Phimose kommen. Laut amerikanischer Studien ist eine verbliebene Restvorhaut mit schlechtem kosmetischem Ergebnis (z. B. aufgrund zu sparsamer Beschneidung) die häufigste Komplikation.

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Kommentare zu "Phimose: Die richtige Operationsmethode bei einer Vorhautverengung"

  • Mr. Unknown schreibt am 06.04.2015

    Eine Vorhautverengung, oder Verklebung ist bei Kindern völlig normal und dient dem Schutz, die Vorhautverengung löß sich von selber! Sofern Ihnen ihr Kinderarzt etwas anderes einredet, ist er ein geldgieriger Lügner.
    Sie können Ihrem Sohn, das zurückziehen der Vorhaut zeigen, damit er dies, zum Beispiel regelmäßig in der Badewanne machen kann.
    Erst, wenn Ihr Sohn 14/15 Jahre alt ist, würde ich beispielsweise zu Dehncremes raten.
    Ich rede aus Erfahrung, bei mir ist vor 2 Jahren etwas bei der OP falsch gelaufen! Ich bin 22 Jahre, und kann kein Sexualleben haben, ich spüre auch nichts mehr!
    Nochnichtmal ich, bin in die Fehlerquote eingezählt, glauben Sie dem Arzt nicht, wenn er von einer Routineoperation spricht. Auch die Folgen einer Fehlerlos gelaufenen Beschneidung sind verheerend.
  • Oliver schreibt am 05.03.2015

    die "Plastibell-Methode" ist nicht die häufigste Operationsmethode in Deutschland, noch wird darauf hingewiesen, dass eine bestehende Vorhautverengung bei Kindern in der Regel überhaupt keiner Operation bedarf.
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