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Sport für Kinder: So fördert er die Intelligenz

Sport macht klug!

Ohne die Anregung und Unterstützung der Eltern durch Sport hängen viele Kinder lieber vor dem Bildschirm ab, als ihre Muskeln beim Sport zu beanspruchen. Da ist es doch viel einfacher, auf die Fernbedienung zu drücken und sich mit bunten Geschichten berieseln zu lassen. Lesen Sie, wie Sie Ihr Kind durch Sport für Kinder in Bewegung bringen können. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Neueste Untersuchungen zeigen, dass inzwischen 5 bis 8 % aller Grundschulkinder Bewegungsmängel beziehungsweise eine eingeschränkte Motorik haben, weil sie zu wenig Sport treiben. Sie können schlecht rückwärts laufen, haben Probleme, einen Ball beim Sport zu fangen, fallen beim Balancieren leicht um oder sind unsicher und wacklig auf dem Fahrrad. Das ist fatal, denn die Steuerung der Bewegungen übernimmt die Großhirnrinde, die ebenfalls maßgeblich für das Denken und Lernen zuständig ist. Defizite in der Beweglichkeit beim Sport ziehen Defizite im Lernen der Kinder nach sich. Oder, um es umgekehrt zu formulieren: Je mehr Anregungen für Sport ein Kind bekommt, desto besser kann es lernen. Dabei sind die ersten 10 Lebensjahre am wichtigsten.

Neben der hohen Zahl von Kindern mit Bewegungsdefiziten beim Sport für Kinder steht eine andere erschreckende Zahl: Bis zu 10 % aller Grundschüler haben Lern- und Leistungsstörungen oder sind verhaltensauffällig. Dass da ein Zusammenhang bei einem Kind bestehen könnte, ist offensichtlich. Nur wer sich sicher im Raum bewegen kann, wer oben und unten, rechts und links, vorne und hinten automatisch unterscheidet, wird die Welt der Zahlen und Buchstaben begreifen können. Doch immer mehr Kinder verbringen ihre Freizeit schon in frühen Jahren ohne Sport bewegungslos vor verschiedensten Bildschirmen. Anstatt ihrem natürlichen Bewegungsdrang beim Sport für Kinder zu folgen und aktiv Erfahrungen zu machen, wird ihr Gehirn mit Reizen gefüttert, die zur Bewegungslosigkeit führen. Das notwendige Maß an Rennen, Laufen, Springen, Hüpfen oder Klettern beim Sport für Kinder fehlt ihnen, sodass sie ihren Körper nicht sicher beherrschen. So kommt es, dass bei den Einschulungsuntersuchungen und im Sportunterricht immer mehr Kinder auffallen, die ungeschickt und unbeholfen wirken. Notwendige Lernprozesse durch Sport für Kinder werden dadurch übersprungen und zeigen sich später, im Schulalter, als Defizite. Überprüfen Sie anhand unserer Checkliste (siehe unten) die Bewegungskompetenzen Ihres Kindes für den Sport für Kinder.

Sport für Kinder - Checkliste: Wie fit ist Ihr Kind?

  • Nimmt Ihr Kind regelmäßig ein- bis zweimal in der Woche am Sport in der Schule teil?
  • Trifft Ihr Kind sich mit seinen Freunden bei gutem Wetter im Freien?
  • Gibt es im Umfeld Ihrer Wohnung/Ihres Hauses für Ihr Kind ausreichend Möglichkeiten, im Freien zu spielen und Sport zu treiben? Nutzt Ihr Kind sie auch?
  • Kann Ihr Kind Fahrrad fahren und tut es das auch?
  • Läuft Ihr Kind ohne Probleme schnell mal zum Bäcker oder zum Einkaufsladen?
  • Gibt es in Ihrer Wohnumgebung verkehrsberuhigte Zonen? Nutzt Ihr Kind sie?
  • Sind Spielplätze in erreichbarer Nähe und nutzt Ihr Kind sie?
  • Ist Ihr Kind Mitglied in einem Sportverein und besucht es ein- bis zweimal die Woche dessen Angebote zum Sport fpr Kinder?
  • Unternehmen Sie mit Ihrem Kind circa einmal in der Woche einen Ausflug oder eine Exkursion in die Umgebung?
  • Hat Ihr Kind Spaß an Sport, fährt es Inliner oder spielt es Fußball?
  • Legt Ihr Kind den Schulweg selbst zu Fuß oder mit dem Rad zurück?
  • Hat Ihr Kind Vertrauen in seine körperlichen Fähigkeiten beim Sport für Kinder?
  • Kann Ihr Kind beim Sport einen Ball fangen und werfen?
  • Hat Ihr Kind genug Freizeit, um sich mit seinen Freunden ungezwungen und spontan zu treffen?
  • Kann Ihr Kind rennen, ohne über seine eigenen Füße zu stolpern?
  • Ist Ihr Kind jeden Tag etwa ein bis zwei Stunden in Bewegung (wenn das Wetter es zulässt und Ihr Kind gesund ist)?
  • Kommt Ihr Kind öfter mal verschwitzt vom Spielen nach Hause?
  • Hat Ihr Kind einen natürlichen Bewegungsdrang zum Sport und hüpft es auch mal durch die Wohnung ?
  • Tanzt Ihr Kind manchmal bei Musik?
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Klettern und Mountainbiken mit Kindern

Auswertung: Je mehr Fragen Sie in der Checkliste für Sport bejaht haben, desto höher ist das Bewegungslevel Ihres Kindes. Wenn Sie weniger als 10 Fragen angekreuzt haben, sollten Sie sich über die Bewegungsfreude Ihres Kindes Gedanken machen und seine Fähigkeiten im Sport für Kinder mehr fördern. Gerade Kinder im Grundschulalter benötigen ein ausreichendes Angebot an bewegungsfreundlichen Spielräumen und Freiflächen zum Sport treiben. Mit der Pubertät werden die Jugendlichen dann träger und treiben nicht mehr so viel Sport. Ihr Bewegungsdrang zu Sport lässt nach oder konzentriert sich auf eine spezielle Sportart. Das ist normal, denn die grundlegenden Bewegungskompetenzen bilden sich in den ersten 10 Lebensjahren aus.

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