Eine angefangene Geschichte als eine Fortsetzungsgeschichte zu Ende zu schreiben bedeutet, sich in die Handlung für den Aufsatz hineinzuversetzen und mit gleichen Stilmitteln eine logische und passende Weiterführung zu schreiben. Die Fortsetzungsgeschichte kann entweder von einem Autor alleine oder auch von mehreren Autoren gemeinsam gestaltet werden. Eine bereits vorliegende Einleitung für die Fortsetzungsgeschichte, also der Anfang einer Geschichte, wird dabei von einer Person oder von mehreren nacheinander weitererzählt. Im Internet gibt es eine Reihe von interaktiven Seiten für den Aufsatz, auf denen auch Kinder gemeinsam eine Geschichte entwickeln, z.B. auf der Internetseite des Kinderbuchautors Thomas Brezina (www.thomasbrezina.com).
Was muss Ihr Kind bei der Fortsetzungsgeschichte beachten?
Natürlich liegt der Reiz einer Fortsetzungsgeschichte darin, den Hauptteil mit dem Höhepunkt und das Ende ganz individuell gestalten zu können. Ganz gleich welche Weiterführung sich der Erfinder des Anfangs gedacht hat, Ihr Kind kann die Fortsetzungsgeschichte als Aufsatz inhaltlich so gestalten, wie es möchte. Trotzdem muss es auf grundlegende Kriterien für diesen Aufsatz achten, die wie in allen Aufsatzformen auch hier die Qualität des geschriebenen Textes ausmachen.
- Die Erzählperspektive bei der Fortsetzungsgeschichte einhalten, also nicht von der am Geschehen teilnehmenden Ich-Form plötzlich zum neutralen Betrachter von außen wechseln.
- Die Erzählzeit bei der Fortsetzungsgeschichteeinhalten, also nicht von der Vergangenheit zur Gegenwart wechseln.
- Der Einleitung der Fortsetzungsgeschichteeinen Hauptteil mit Höhepunkt und auch einen Schluss folgen lassen.
- Unterschiedliche Satzanfänge und beschreibende Adjektive in der Fortsetzungsgeschichtenutzen, damit die Geschichte flüssig gelesen werden kann.
- Sich stilistisch bei der Fortsetzungsgeschichte an der Einleitung orientieren, also nicht einen bayrischen Bauern plötzlich hochdeutsch sprechen lassen.









