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ADHS Symptome: Sanfte Hilfen

Vom Zappelphilipp und Hans Guck-in-die-Luft

ADHS: Die Abkürzung ist seit einiger Zeit im Umfeld von Kindern in aller Munde. Inzwischen gibt es kaum noch eine Schulklasse oder auch schon Kita-Gruppe, in der nicht mindestens ein oder zwei Kinder mit dieser Diagnose behandelt werden. Doch was genau ist eigentlich AD(H)S, und wie äußert es sich? Was können Sie tun, falls Ihr Kind davon betroffen ist?  

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Definition ADHS:

ADHS ist eine neurobiologische Störung des Gehirns, bei der Informationen und Reize von außen nicht richtig weiterverarbeitet werden können. Die Bezeichnung ADHS steht für die international anerkannte Diagnose der „Aufmerksamkeits-Defizit- Hyperaktivitäts-Störung“. Bei Kindern, die keine Hyperaktivität zeigen, wird nur von ADS, also von „Aufmerksamkeits-Defizit- Störung“, gesprochen. Ein Kind mit ADHS nimmt alle Einflüsse aus der Umwelt auf, ohne diese filtern oder gewichten zu können. Diese Störung erschwert es dem Kind erheblich, konzentriert zu arbeiten, und führt zu gravierenden Problemen im Einzel- und Gruppenverhalten.

Die Kernsymptome bei AD(H)S sind:

  • Impulsivität
  • Unaufmerksamkeit
  • Hyperaktivität (muss nicht zwingend vorhanden sein

Typische Symptome bei ADS sind:

  • Vergesslichkeit und schlechtes Kurzzeitgedächtnis
  • leichte Ablenkbarkeit
  • wenig Durchhaltevermögen
  • Stimmungsschwankungen und heftige Gefühlsausbrüche
  • wenig Frustrationstoleranz
  • unüberlegte Handlungen
  • Ungeduld
  • taktloses und unachtsames Verhalten

Bei ADHS kommen noch folgende Symptome hinzu:

  • motorische Unruhe (ständiges „Herumzappeln“)
  • plötzliche Bewegungen und Bewegungsdrang
  • ständiges Bewegen der Hände und Füße beim Reden

Ist ADHS eine „Modediagnose“?

Aktuell gehört ADHS zu den am häufigsten diagnostizierten Verhaltensauffälligkeiten im Kinder- und Jugendalter. Nach der Meinung von Wissenschaftlern leiden 3 bis 7% der Kinder im schulpflichtigen Alter an dieser Störung. In Deutschland wären damit ca. 500.000 Kinder betroffen. Kritische Stimmen bezweifeln diese Häufigkeit und kritisieren die explosionsartig zugenommene Verordnung des Psychopharmakons Ritalin, das in der Schulmedizin zur Behandlung von ADHS eingesetzt wird.

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Meine Einschätzung:

Alle typischen Symptome können auch bei Kindern ohne ADHS auftreten. Die Übergänge zu schlichtweg temperamentvollen Kindern, reinen Verhaltensauffälligkeiten z. B. durch Erziehungsfehler und „normalen“ Konzentrationsproblemen ohne Störungen im Hirnstoffwechsel sind fließend – Fehldiagnosen daher häufig. Hinzu kommt, dass meiner Einschätzung nach die Toleranz gegenüber „schwierigen“ Kindern im sozialen Umfeld allgemein abnimmt. Ich erlebe häufig Eltern in meiner Praxis, die von Seiten der Schule und des sonstigen Umfelds auch bei vergleichsweise harmlosen Auffälligkeiten ihres Kindes teilweise massiv unter Druck gesetzt werden, ihrem Kind Ritalin zu geben.

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