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Schuljunge im Unterricht
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Die 5 besten Bewegungs- Übungen für eine bessere Konzentration

Bewegung macht schlau

Was mich am meisten erschreckt, ist der lange Zeitraum, den unsere Schulkinder auf der Schulbank und am Schreibtisch verbringen. Doch ich habe mal nachgerechnet: Auch bei meinen Kindern gibt es Tage, an denen sie viele Stunden sitzend verbringen. Gerade wenn wieder jede Menge Lernzielkontrollen, Proben oder bei meinem Älteren auch arbeitsintensive Referate anstehen. Eltern von Viertklässlern wissen sicher, wovon ich rede. 

Expertenrat von 
Dipl. oec. troph. Marion Jetter, Ernährungsberaterin & Chefredakteurin "Mein Kind - fit & gesund!"

Sportmediziner schlagen Alarm: Unsere Kinder bewegen sich zu wenig – genau genommen sogar viel zu wenig! Laut Robert Koch-Institut (RKI) verbringt ein Grundschüler durchschnittlich:

  • 9 Stunden im Liegen
  • 9 Stunden im Sitzen
  • 5 Stunden im Stehen
  • 1 Stunde in Bewegung

Bewegungspausen statt Sitzmarathon

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass kleine Bewegungspausen oft wahre Wunder wirken.

Die Bewegungsspiele der Deutschen Sporthochschule Köln steigern die Konzentration Ihres Kindes und sorgen gleichzeitig für eine manchmal dringend benötigte Entspannung.

Alle Übungen lassen sich auf einem Schreibtischstuhl praktizieren.

Rücken-Übung

Ihr Kind sitzt aufrecht auf dem Stuhl, die Beine stehen schulterbreit auseinander. Jetzt beide Hände übereinander flach auf den Rücken legen – möglichst hoch. Beim tiefen Einatmen die Ellenbogen nach hinten drücken. Diese Position kurz halten, dann die Ellenbogen wieder lockern und ausatmen. Viermal wiederholen.

Buckel-Übung

Ihr Kind setzt sich aufrecht hin. Nun abwechselnd einen geraden Rücken und einen runden „Katzenbuckel“ im Wechsel ausführen. Wichtig: Beim Buckel tief ausatmen und den Kopf locker hängen lassen. Beim Aufrichten tief einatmen und den Scheitel nach oben zur Deckerecken. Eventuell dabei die Augen schließen, um den Wechsel von Ruhehaltung und Aktivität zu spüren. Viermal wiederholen.

Schulter-Übung

Ihr Kind rückt mit dem Po an die vordere Stuhlhälfte und setzt sich aufrecht hin (Rücken gerade, Schultern leicht zurückgenommen). Der Kopf bildet die Verlängerung der Wirbelsäule. Ruhig atmen – nicht die Luft anhalten. Die Füße stehen flach auf dem Boden etwa schulterbreit auseinander. Nun soll Ihr Kind die Schultern bewusst locker hängen lassen. Tief einatmen und die Schultern hoch „bis an die Ohren“ ziehen. Anschließend – beim Ausatmen – wieder locker „runterplumpsen“ lassen. Viermal wiederholen. Zum Schluss werden Kreise beschrieben: Zuerst die rechte Schulter, dann die linke und schließlich beide Schultern gleichzeitig. Je viermal vor- und rückwärts.

Hüft-Übung

Ihr Kind sitzt aufrecht auf dem Schreibtischstuhl, die Arme hängen locker herab (nicht aufstützen!). Jetzt abwechselnd die rechte und die linke Hüfte anheben. Die Bewegung sollte unbedingt aus der Hüfte heraus erfolgen, die Schultern bleiben dabei in waagerechter Position. Jeweils viermal wiederholen.

Fuß-Übung

Ihr Kind hält sich sitzend (aufrechte Sitzhaltung!) mit beiden Händen am Stuhl fest. Nun ein Bein waagerecht anheben und strecken. Anschließend auch den Fuß gerade strecken. Der andere Fuß steht dabei flach auf dem Boden. Wichtig: Auch beim Strecken des Beines soll die aufrechte Sitzhaltung beibehalten werden.Jedes Bein viermal anheben, dann jeweils viermal rechts und links im Wechsel strecken. Wenn das gut klappt, kann Ihr Kind probieren, ob es auch beide Beine gleichzeitig strecken kann.

Mein Tipp Sitzen auch Sie als Mutter oder Vater lange am Schreibtisch? Dann probieren Sie die Übungen doch selbst einmal aus. Ein bisschen Bewegung tut nicht nur Kindern gut

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