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Mathe üben in der Grundschule: So macht Ihr Kind weniger Rechenfehler

Spielerisch zum Mathe-Durchblick

Verrechnet sich Ihr Kind häufig? Mit unseren Lerntipps können Sie mit Ihrem Kind so Mathe üben, dass es die wichtigsten Grundlagen in der Grundschule, wie die Grundrechenarten oder die Mengenlehre lernt und auch behält. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Schon mit sechs Monaten können Kinder Mengen bis drei erkennen, und bereits im Alter von vier Jahren gelingt es ihnen, erste einfache Rechenaufgaben zu lösen. Das Gehirn ist nun so weit gereift, dass die Mathematik Einzug halten kann. Schon lange vor der Einschulung in die Grundschule, erst recht aber im Grundschulalter, sollten Sie Ihrem Kind regelmäßig Mathe üben und ihm so den Umgang mit Ziffern, Zahlen, Mengen, Gewichten, Maßeinheiten und Geld schmackhaft machen. Die Lebenswelt Ihres Kindes ist voll von spannenden Anwendungsmöglichkeiten – ob Mathe üben in der Küche, im Kinderzimmer, im Supermarkt oder im Garten, zahllose Rechenaufgaben warten nur darauf, entdeckt zu werden.

Spielerisch Mathe üben: Lernspiele zur Raum-Lage-Wahrnehmung und Reihenbildung

Unterstützen Sie die mathematische Wahrnehmungsfähigkeit Ihres Kindes, indem Sie die folgenden Spiele zur Raum-Lage-Wahrnehmung einsetzen. Um mit Ihrem Kind erfolgreich Mathe zu üben, sollte es Richtungsangaben wie rechts und links sowie oben und unten richtig identifizieren können.

Mathe üben mit Spiel 1: Wo ist der Ball versteckt?

Fertigen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine Karte an, auf der die gesamte Wohnung aufgezeichnet ist. Nehmen Sie ein großes Blatt Papier, damit auch Details möglichst gut erkennbar eingezeichnet werden können. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, was genau auf der Zeichnung zu sehen ist. Je älter Ihr Kind ist, desto detaillierter kann die Zeichnung sein und umso anspruchsvoller sollte das Versteck sein. Nun verstecken Sie an einem bestimmten Ort in der Wohnung eine Münze. Diesen geheimen Ort markieren Sie nun auf der Zeichnung mit einem Symbol, zum Beispiel einer Büroklammer. So wird das Bild nicht durch eine Markierung unbrauchbar. Ihr Kind soll jetzt nur anhand der Zeichnung das Versteck finden. Wie gut kann es sich orientieren?

Variation: Mathe üben kann mit diesem Spiel auch am Geburtstag eine Menge Spaß machen, z. B. als Schatzsuche. Wichtig ist, dass die Kinder nicht ziellos durch die Wohnung laufen, sondern die Zeichnung benutzen.

Mathe üben mit Spiel 2: Reihenfolgen erkennen und erweitern

Die Spielleiterin/Der Spielleiter sitzt mit den Kindern in einer Reihe (bitte nicht im Kreis, da die Wahrnehmung sonst unterschiedlich ist), und alle Bauklötze liegen auf einem Häufchen vor den Kindern. Nun wird eine beliebige Sequenz aus vier oder mehr Bauklötzen vorgelegt. Zum Beispiel: rotes Quadrat, blaue Kugel, rotes Quadrat, gelbes Rechteck.

Variation 1: Mathe üben durch Nachlegen der Form

Die Kinder nehmen sich nun von dem Häufchen die entsprechenden Bauklötze und legen alle diese Form nach. Ist dies geschehen, werden sie aufgefordert, bei den anderen zu schauen, ob es geklappt hat. Waren alle erfolgreich, werden die Kinder gelobt. Alle Klötzchen wandern wieder zurück.

Variation 2: Mathe üben durch logisches Aneinanderreihen

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Mein Sohn langweilt sich im Matheunterricht

Die Kinder können versuchen, eine Reihe logisch fortzusetzen. Rotes Quadrat, blaue Kugel, rotes Quadrat, blaue Kugel … was kommt jetzt? Dabei kann der Schwierigkeitsgrad immer weiter zunehmen. Mathe üben durch einfaches Aneinanderreihen können Sie schon vor der Einschulung in die Grundschule ausprobieren, komplizierte Folgen sind auch für Fünftklässler noch eine Herausforderung.

Achtung: Neben der genauen Wahrnehmung der Reihenfolge lernen die Kinder hierbei auch ganz nebenbei die verschiedenen Formen kennen! Daher ist es wichtig, dass die Formen auch korrekt benannt werden. Am sichersten ist es, das Spiel auf die Grundformen Kugel, Dreieck, Rechteck und Quadrat zu beschränken. Dieses Spiel kann im Schwierigkeitsgrad dem Können der Kinder sehr gut angepasst werden.

Mathe üben: Zahlen und Ziffern – ein wichtiger Unterschied

Zahlen und Ziffern begegnen Ihrem Kind wie selbstverständlich jeden Tag. Was sie bedeuten, muss es nach und nach in der Grundschule lernen. Dazu gehört: Ziffern werden zur Ordnung und Orientierung genutzt. Sie machen keine Aussage über eine Menge. Die Hausnummer 36 definiert lediglich eine Ordnung, nicht eine Menge. Ziffern, die in unserem Dezimalsystem von 0 bis 9 gehen, werden dazu benötigt, alle Arten von Zahlen auszudrücken. Dazu werden sie in unterschiedlichsten Kombinationen zusammengestellt. Die Zahl 14 besteht also aus den Ziffern 1 und 4. Eine Zahl hingegen definiert immer eine Menge. Dabei sind der Inhalt und das Aussehen dieser Menge nicht wichtig, denn in einer Menge 36 können sich 36 Fußballspieler verbergen, 36 Autos oder etwas ganz anderes. Ihr Kind versteht auf diese Weise, dass eine Zahl immer für eine Menge steht – spielerisch, leicht und durch praktische Alltagserfahrungen.

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