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Rechtschreibung
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Rechtschreibung selbst testen: Das geht!

Rechtschreibleistungen testen

Rechtschreibung ist ein großes Thema in Schulen, denn mit vielen Fehlern in allen Texten können die Noten ganz schön leiden. Lesen Sie hier, wie Sie die Rechtschreibung Ihre Kindes selbst testen können. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Die Rechtschreibung ist bei fast allen Kindern ein Thema, denn durch den Fehlerquotienten können Noten ganz schön in den Keller gehen. Viele Eltern fragen sich, ob ihr Kind einfach schlecht ist oder vielleicht doch eine Rechtschreibschwäche und/oder Legasthenie hat. Häufig können Lehrer das auch nicht sicher beantworten. Unsichere Eltern können diese Frage beim Experten (Psychologe, Pädagoge, Lerntherapeut) klären und einen anerkannten Test durchführen lassen. Hier werden dann ein Rechtschreibtest und ein Intelligenztest durchgeführt, um sicherzugehen. Wem dieser Weg zu lang ist, der kann einen ersten Schritt auch zu Hause machen. Zwei Testverfahren bieten auch Laien, also Eltern, eine wissenschaftlich überprüfte Testung der Rechtschreibleistung an.

Der Münsteraner Rechtschreibtest

Dieser Rechtschreibtest wurde von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickelt und wird seit Jahren kontinuierlich erweitert. Er bietet Schulen, Fördereinrichtungen und Eltern die Möglichkeit, einen Rechtschreibtest auf der Homepage www.lernserver.de günstig (5 €) und schnell durchzuführen. Die geschriebenen mTexte werden online eingegeben und ausgewertet. Wer möchte, kann sich dann auch passendes Fördermaterial kaufen. Die Preise sind durchaus moderat.

Rechtschreibung: Große Probleme beim Erlernen der Schreibschrift

Alarm: Bei rund 70 Prozent der Erstklässler fehlen bereits die motorischen Voraussetzungen, um das saubere und ordentliche Schreiben mit der Hand zu erlernen. Immer mehr Lehrer fragen sich, wie sie dieses Lernziel umsetzen können. Die Bildungsforscherin Stephanie Müller geht noch weiter. Auch die Schleife am Schuh und das Stehen auf einem Bein fallen Kindern zunehmend schwer. Die Gründe seien unter anderem: „zu wenig Bewegung, fehlende Fingerfertigkeit, keine Eltern als Vorbilder und moderne Geräte wie Smartphones und Tablet-Computer“. Da sich die motorische Entwicklung auf das gesamte Lernen auswirkt, sollten Eltern diesen Bereich selbst fördern. Spielerische Schreibübungen für Erstklässler sind beispielsweise in diesen Büchern zu finden:

  • Andrea van Montfort-Meurer/Claudia Seidel: „Mit Schwung geht’s los“ für 8,20 € im Dieck Verlag
  • Christian Vetter (unter Mitwirkung von Erika Riesinger): „Lulu und ich lernen schreiben“, verschiedene Übungshefte für je 5,30 € im Dieck Verlag
  • Sabine Pauli/Andrea Kisch: „Geschickte Hände: Feinmotorische Übungen für Kinder in spielerischer Form“ für 15,80 € im Verlag modernes Lernen

Mein Tipp: Es müssen nicht immer teure Materialien sein, mit denen Kinder ihre Feinmotorik für das Schreiben verbessern können. Sehen Sie mal in Ihren Werkzeugkasten, und lassen Sie Ihr Kind alle Schrauben und Muttern zusammensetzen. Perlen auffädeln, Nägel lackieren oder das Fahrrad reparieren sind ganz natürliche Übungen zur Verbesserung der allgemeinen Feinmotorik.

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