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Teenager raucht
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Jugendschützer warnen vor psychoaktiven Drogen aus dem Internet

„Legal Highs“

Sie heißen „Beach Party“ oder „Crazy Monkey“ und sind als Kräutermischungen oder Badesalze getarnte synthetische Drogen. Wegen einer Gesetzeslücke gelten sie als legal. Das Portal „Jugendschutz.net“ warnt vor den Gefahren dieser Drogen und bemängelt ihre freie Verfügbarkeit für Minderjährige im Internet. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Ohne Altersnachweis können Jugendliche hier gefährliche synthetische Drogen, getarnt als Badesalze, Lufterfrischer oder Pflanzendünger, bestellen. Die Betreiber der Shops werben laut Jugenschutz.net massiv über soziale Netzwerke wie „Facebook“ oder „Twitter“. Sie ködern ihre Kunden sogar mit kostenlosen Probepäckchen.

Die Zusammensetzung der „Legal Highs“ ist oft nicht bekannt.

Klar ist jedoch eins: Sie machen schnell süchtig und sind extrem gefährlich. Die Nebenwirkungen reichen von Übelkeit über Herzrasen, Panikattacken und Erbrechen bis hin zu Kreislaufversagen, Bewusstlosigkeit und Tod. Die Zahl der Sterbefälle durch „Legal Highs“ stieg im vergangenen Jahr auf 39.

Immer noch legal:

Gesetz gegen „Legal Highs“ erst in Planung

Da es sich um neue Stoffe und Zusammensetzungen handelt, sind „Legal Highs“ bisher von der Drogengesetzgebung nicht erfasst. Allerdings plant die Bundesregierung ein Verbot der Stoffe. Die Jugendschützer bezeichnen das als einen „wichtigen Schritt“. Unklar sei allerdings, wann er in Kraft trete. Auch ob damit alle rechtlichen Schlupflöcher gestopft werden, sei ungewiss. Viele Betreiber der Online-Shops werden ihre „Umgehungs-Strategien“ fortsetzen. Auch ausländische Anbieter böten die Drogen weiter an.

Mein Tipp:

Das Beispiel der „Legal Highs“ zeigt wieder mal, dass der, der Drogen nehmen möchte, sie auch bekommt. Wir können unsere Kinder nicht vor den Gefahren der modernen Welt abschotten. Umso wichtiger ist daher, dass wir mit ihnen in Kontakt bleiben. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Gefahren der neuen Drogen. Behalten Sie im Auge, wo es sich im Internet bewegt. Und reagieren Sie schnell, wenn Sie den Verdacht haben, dass es Drogen nehmen könnte. Suchen Sie in diesem Fall eine Beratungsstelle auf, und lassen Sie sich helfen.

 

 

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