Kommentare:
© JackF - Fotolia.com

Was Sie tun können, wenn Ihr Kind sich verschließt

Wenn sich Kinder isolieren

„Ich komme nicht mehr an mein Kind heran! Blockade pur!“ So oder so ähnlich empfinden viele Eltern pubertierender Jugendlicher zumindest eine Zeit lang das Verhältnis zu ihrem Kind. Bis vor einiger Zeit war noch alles gut, doch auf einmal baut das Kind eine Mauer um sich herum, sucht ständig Streit, zieht sich zurück oder verweigert jeglichen normalen Beziehungskontakt. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Anhand von drei Fallbeispielen möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie sich als Eltern richtig verhalten, wenn Ihr Kind sich Ihnen immer mehr verschließt und all Ihre Bemühungen in einer Sackgasse enden.

Patrick: "Mein Opa hört zu und fällt nicht direkt um"

Beispiel 1: Patrick, 16 Jahre

Sie mache sich Sorgen, erzählt mir die Mutter von Patrick. Ihr 16-jähriger Sohn wäre in einer Clique. „Die sind zwar schon in Ordnung. Aber am Samstag Abend, da ziehen die um den Block, um hinterher in die Disco zu gehen!“ Sie schüttelt den Kopf. Vorher wäre „Vorglühen“ angesagt: „Also schon mal die eine oder andere Flasche Bier. Und so gehen sie dann leicht bedröhnt auf die Piste!“ Sie könne das nicht verstehen. Auf meine Frage, was ihr Mann denn dazu sagen würde, antwortet sie schnell und wie aus der Pistole geschossen:

„Der sagt nichts. Er meint nur, ich solle doch aus dieser Sache kein Drama machen, das würde sich schon geben, Patrick würde schon noch vernünftig werden.“ Sie sieht unzufrieden aus. Also, sie wisse wirklich nicht, ob man mit dieser Angelegenheit so leichtfertig umgehen kann. Als ich Patrick frage, wie er denn die Angelegenheit einschätzen würde, lächelt er: „Meine Mutter, die übertreibt völlig.“

Natürlich würde er schon einmal einen über den Durst trinken, „sich die Kante geben“. Er blickt mich ernst an: „Aber nur am Wochenende. Niemals unter der Woche!“ Das wäre für ihn und seine Kumpel völlig klar. „Außerdem bin ich am Freitag Abend oder Samstag Nacht immer pünktlich zu Hause. Wenn meine Mutter sagt, ‚du bist um zwölf hier‘, dann bin ich das.“ Die könne sich auf ihn verlassen. Wie er das Verhalten seines Vaters einschätzt? „Ach, der hält sich aus allem raus. Der ist konfliktscheu, lässt sich durch nichts, aber rein gar nichts provozieren. Da ist mir das Generve meiner Mutter schon lieber!“

Ob er denn jemanden habe, mit dem er sich austauschen könne, bin ich neugierig. Er grinst: „Klar!“ Und mit wem? „Also zunächst mit meinen Jungs.“ Patrick stockt kurz: „Und dann natürlich mit Oma und Opa!“ Vor allem mit seinem Großvater, mit dem könne er gut reden: „Opa hört zu und fällt nicht sofort um, wenn ich von gefährlichen Situationen erzähle.“ Der würde ihn dann nicht sofort zutexten: „Irgendwie vertraut der mir, weil der früher wohl auch so war wie ich heute.“

Diesen Artikel weiterlesen?
mehr erfahren...

Als Abonnent des "Pubertäts-Überlebensbriefes" erhalten Sie hier Tipps, wie sie sich richtig verhalten.

Diesen Artikel freischalten

Dies ist ein Premium-Inhalt auf Elternwissen.com, der nur Abonnenten unserer monatlichen Eltern-Ratgeber angezeigt wird.

Wenn Sie diesen Artikel weiterlesen möchten, können Sie hier ein 30-tägiges Test-Abonnement abschließen.

Bitte wählen Sie Ihr Wunsch-Produkt aus:

Sie sind bereits Premium-Mitglied?

Geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Passwort ein:

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Was Sie tun können, wenn Ihr Kind sich verschließt"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Eltern-Kind-Kommunikation" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Eltern-Kind-Kommunikation" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?