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Was Kinder peinlich finden
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Hilfe, mein Teenager findet mich peinlich!

Was Eltern verstehen sollten

Probleme, die in dieser Entwicklungsphase auftreten, haben sowohl mit Vater und Mutter als auch mit den Heranwachsenden zu tun und Peinlichkeit zeigt sich auf beiden Seiten. Den Eltern ist häufig die Art und Weise, wie sich ihre pubertierenden Kinder inszenieren und präsentieren, überhaupt nicht egal. Manche Mutter und mancher Vater genieren sich dafür, wie sie sich aufführen. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Es gibt ja diese Formulierungen, die sich dann auch in Buchtiteln niederschlagen: „Pubertät ist, wenn die Eltern schwierig werden!“ Mir erscheint es zu einfach, die ganze Last an Schwierigkeiten, die der Übergang von der Kindheit in das Erwachsenenalter, eben die Phase der Pubertät, mit sich bringt, auf die Eltern abzuladen. Natürlich finden Pubertierende ihre Eltern häufig peinlich. Aber auch Eltern sind nicht selten peinlich berührt, schämen sich und sind schier fassungslos ob des Verhaltens ihrer Kinder. Wie Sie und Ihr Kind die Zeit der Peinlichkeiten schadlos überstehen, lesen Sie in diesem Artikel.

Zum Klatschen gehören zwei Hände, so lautet ein indisches Sprichwort. Auf die Pubertät übertragen bedeutet dies: Die Probleme, die in dieser Entwicklungsphase auftreten, haben sowohl mit Vater und Mutter als auch mit den Heranwachsenden zu tun und Peinlichkeit zeigt sich auf beiden Seiten. Den Eltern ist häufig die Art und Weise, wie sich ihre pubertierenden Kinder inszenieren und präsentieren, überhaupt nicht egal. Manche Mutter und mancher Vater genieren sich dafür, wie sie sich aufführen. Und den pubertierenden Heranwachsenden gehen die Eltern gewaltig „auf den Senkel“ – entweder weil sie nicht kapieren, unnachgiebig, uneinsichtig oder stur sind oder weil sie meinen, alles genau zu wissen und dabei Lebenserfahrung mit Besserwisserei verwechseln.

Man kann es Pubertierenden nicht wirklich recht machen!

Jene Eltern, die das versuchen, werden von den Heranwachsenden unerbittlich geerdet. Pubertierende grenzen sich von ihren Eltern ab – meist schroff, hartherzig, gemein, verletzend, die Grenzen von Respekt und Achtung missachtend. Es ist als Mutter oder Vater nicht einfach, „seine“ Kinder, mit denen man sich doch so verbunden fühlt, durch diese Zeit zu begleiten.

Pubertierende finden Eltern, die verständnisvoll daherkommen, ätzend, langweilig – doch im gleichen Atemzug fordern sie Verständnis ein, sitzen fluchend, kreischend, zornig, wütend, außer sich vor den Eltern und brüllen: „Ihr versteht mich sowieso nicht!“

Man kann es Pubertierenden nicht recht machen, nicht mal ansatzweise, lautet die Dramaturgie dieser Entwicklungsphase doch: „Halte mich! Aber lass mich los!“ 

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