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Erstauntes Mädchen am Tablet
© Tatiana Gladskikh - 123rf.com

Internetsucht: 5 % der Kinder sind von Internetsucht bedroht

Neue Studie

Facebook & Co., Videos und OnlineSpiele: Kinder und Jugendliche verbringen oft zu viel Zeit im Internet. Was viele Eltern und Lehrer schon lange befürchten, bestätigt jetzt eine neue Studie der DAK. Das Ergebnis ist alarmierend: 5 % der Kinder zwischen 12 und 17 Jahren leiden unter den krankhaften Folgen ihrer PC-Nutzung und sind von Internetsucht bedroht.  

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Internetsucht Studie

Für die Studie „Internetsucht im Kinderzimmer“ befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Krankenkasse DAK 1.000 Eltern von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren.

 

  • Laut den Ergebnissen fühlen sich 22 % der Kinder ruhelos, launisch und gereizt, wenn sie ihren Internetkonsum reduzieren sollen.
  • 11 Prozent der befragten Jugendlichen haben bereits mehrfach erfolglos versucht, ihre Internetsucht in den Griff zu bekommen.
  • Laut Studienergebnissen verbringen 25 % der Kinder an Wochentagen etwa eine Stunde im Internet,
  • bei 29 % sind es schon zwei Stunden. Am Wochenende sei jeder fünfte Jugendliche sechs Stunden oder länger im Netz.

 

Kontrolle schützt vor Internetsucht

Oft zu wenig Kontrolle durch die Eltern Ein Hauptproblem bei der Internetnutzung besteht offenbar in der mangelnden Kontrolle durch die Eltern: Rund 50 % der Väter und Mütter in Deutschland stellen zu Hause laut dieser Untersuchung keine Regeln zur zeitlichen Internetnutzung auf. In jeder dritten Familie werde auch nicht festgelegt, welche Inhalte sich die Kinder im Netz ansehen dürfen. Die Werte schwanken in Abhängigkeit vom Alter der Kinder: Bei den 16- und 17-Jährigen schränken nur noch 29 % der Eltern den Internetkonsum durch feste Vorgaben ein.

Mein Tipp bei Internetsucht

Internetsucht ist eine Krankheit mit schwerwiegenden gesundheitlichen und sozialen Folgen. Nach Einschätzung von Experten sind in Deutschland bereits bis zu 1 Million Menschen onlinesüchtig. Der Aufgabe, unsere Kinder von klein auf an einen maßvollen Umgang mit den elektronischn Medien vorzubereiten, müssen wir Eltern uns daher unbedingt stellen. Ohne feste Regeln und Kontrolle geht es nicht. Doch sollten wir auch nicht aus dem Auge verlieren, dass nicht die Medien oder die Drogen selbst es sind, die unsere Kinder süchtig machen. Süchtig wird nur, wer etwas „sucht“ – etwas, was das große innere Loch füllt, das entsteht, wenn Liebe, Anerkennung und Erfolgserlebnisse fehlen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit daher mehr auf das, was Ihrem Kind fehlen könnte, wenn es sich zunehmend in die Welt des Internets zurückzieht, und nehmen Sie – wenn nötig – professionelle Hilfe in Anspruch.

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