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Mindmapping: Lernstoff gekonnt visualisieren

Lernen mit Struktur

Vergisst Ihr Kind oft, was es mühsam gelernt hat? Oder fehlt ihm oft der inhaltliche Überblick über seinen Lernstoff? Dummerweise wird in der Schule gerade dann der Lernstoff komplexer, wenn Ihr Kind dafür eigentlich „keinen Kopf“ hat. In der Pubertät sind für Ihr Kind oft viele Dinge wesentlich spannender als Schule und Lernen. Klassenarbeiten, Tests, mündliche Abfragen und Referate folgen in „Stoßzeiten“ manchmal Schlag auf Schlag aufeinander. Wir wollen Ihnen zeigen, wie Ihr Kind diese Anforderungen mit der Mindmap-Methode gut meistern kann. 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Die grundlegende Idee des Mindmappings ist es, neben Worten auch Bilder einzusetzen, um Inhalte und Zusammenhänge zu erklären. Dabei ist diese Idee nicht neu. Wir alle kennen die über 5.000 Jahre alten Bildzeichen der Ägypter. Auch bei den Hieroglyphen handelt es sich um eine Verknüpfung von Schrift und Bildern. Die über 1.500 Jahre alte „lautmalerische“ Schrift der Chinesen ist ebenfalls eine Mischung aus Bildern und Lauten. In Europa kam im Laufe der Zeit die reine Bilderschrift immer mehr aus der Mode. Mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert verschwand sie dann wohl endgültig. Doch bereits im 14. Jahrhundert erkannte der katalanische Philosoph Ramon Llull, dass es manchmal hilfreich sein kann, strukturiert angeordnete Bilder anstelle von Texten einzusetzen. Wir verwenden seine Technik noch heute, um Verwandtschaftsverhältnisse aufzuzeigen. Llull ist sozusagen der Erfinder des Stammbaums.

Mindmapping und Hirnforschung: Warum funktioniert Mindmapping?

In den 1970er Jahren suchte die amerikanische Lehrerin Gabriele L. Rico nach einer Methode, die ihren Schülern das Schreiben von Aufsätzen erleichtert. Beeinflusst von der modernen Hirnforschung, nutzte Sie dann das Clustering. Mit dieser Methode wollte sie einerseits die Fantasie und andererseits die Strukturierungsfähigkeit ihrer Schüler fördern.

Der englische Pädagoge Tony Buzan hat mit Mindmapping dann eine noch stärker strukturierte Lern- und Arbeitstechnik entwickelt, die ebenfalls auf den Erkenntnisse der modernen Hirnforschung beruht. Aus der Hirnforschung weiß man, dass unser Gehirn immer dann besonders aufnahmebereit ist und sich Informationen besonders gut merken kann, wenn folgende zwei Bedingungen erfüllt sind:

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