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Der Elternsprechtag ist wichtig für die Schullaufbahn

Elternsprechtag: Was Lehrer von Eltern erwarten

Ein Lehrergepspräch erfolgreich gestalten

Als Lehrerin sind mir regelmäßige Lehrergespräche sehr wichtig. Lesen Sie in dem folgenden Beitrag, was Lehrer beim Elternsprechtag von Ihnen als Eltern erwarten. So können Sie beim nächsten Elternsprechtag Missverständnisse von vornherein vermeiden und das Lehrergespräch erfolgreich gestalten. 

Expertenrat von 
Annette Holl, Grundschullehrerin

Weshalb ist ein Lehrergespräch wichtig?

Elternsprechtag: 1. Schulprobleme haben oft häusliche Hintergründe

Wenn ein Kind sich auf einmal auffällig verhält oder schlechte Noten schreibt, liegen die Probleme, die beim Elternsprechtag angesprochen werden, oft in häuslichen Strukturen oder Abläufen. Das zeigt folgendes Beispiel von Elias, der normalerweise ein sehr aufgeweckter und zuverlässiger Schüler ist. Plötzlich war er sehr in sich gekehrt, weinte oft und vergaß häufig die Hausaufgaben. Der Lehrer führte beim Elternsprechtag ein Lehrergespräch mit seiner Mutter und erfuhr, dass derzeit zu Hause durch einen Todesfall alles anders laufe als normal. So konnte er Elias' Verhalten verstehen, ihn in den nächsten Tagen etwas sanfter behandeln und die vergessenen Hausaufgaben weniger streng bewerten, als er dies normalerweise tun würde.

Mein Tipp: Damit der Lehrer verstehen kann, wieso Ihr Kind ein bestimmtes Verhalten zeigt, ist ein offener Austausch durch ein Lehrergespräch am Elternsprechtag wichtig. Informieren Sie deshalb im Lehrergespräch den Lehrer Ihres Kindes, wenn etwas Ernstes in der Familie vorgefallen ist (z.B. Krankenhausaufenthalt eines Familienmitglieds, Todesfall, längere Krankheit von Eltern oder Geschwistern), was den normalen Tagesrhythmus Ihres Kindes durcheinanderbringt und ihm Sorgen bereitet. So kann der Lehrer das veränderte Verhalten Ihres Kindes durch das Lehrergespräch verstehen und es im Unterricht berücksichtigen.

Elternsprechtag: 2. Spannungen zwischen Eltern und Lehrern müssen abgebaut werden

Nicht jedes Kind begreift im Unterricht sofort alles und kann es so wiedergeben. Wenn Eltern dann mit ihrem Kind bei den Hausaufgaben sitzen und sich das Kind mit den Aufgaben schwer tut, stellt sich oft Frust auf den Lehrer und seine Unterrichtsmethoden ein. Der Lehrer hingegen bemängelt die schlechte Konzentration und die schluderig gemachten Hausaufgaben. Im gemeinsamen Lehrergespräch können nun die wirklichen Gründe für das Verhalten des Kindes herausgefunden werden – vielleicht ist der Erklärstil des Lehrers für das Kind wirklich nicht günstig, oder es hat eine Aufmerksamkeitsschwäche – und der Lehrer kann gemeinsam mit den Eltern eine Verbesserung der Situation bewirken.

Mein Tipp: Klären Sie das Problem lieber direkt in einem Lehrergespräch, z.B. am Elternsprechtag, mit dem Lehrer und schieben sie es nicht lange vor sich her.  Ziehen Sie möglichst mit dem Lehrer an einem Strang und berücksichtigen Sie, dass das gemeinsame Ziel einer möglichst guten Schulbildung Zugeständnisse auf beiden Seiten verlangt.

Elternsprechtag: 3. Lehrer sind auch Berater

Lehrer sind laut Schulgesetz zur Beratung von Eltern durch ein Lehrergespräch verpflichtet. Im Laufe der letzten Jahre wurden die Schulen dazu angehalten, die individuelle Förderung der Kinder auszubauen, Förderpläne aufzustellen oder Experten von außen (z.B. Logopäden) einzuschalten, wenn Probleme auftreten. Alle Fördermaßnahmen bedürfen der Zustimmung von Ihnen als Eltern und oftmals auch Ihrer häuslichen Mithilfe. 

Mein Tipp: Wenn Ihnen auffällt, dass Ihr Kind in einem Fach Probleme hat, dann vereinbaren Sie baldmöglichst ein Lehrergespräch. Bitten Sie ihn um konkrete Förderideen oder Materialien, mit denen Sie zu Hause mit Ihrem Kind üben können.

Was ist für Lehrer ein erfolgreiches Gespräch am Elternsprechtag?

Ausgehend von meiner eigenen Erfahrung als Lehrerin sowie in Gesprächen mit Kollegen habe ich Meinungen zu Lehrergesprächen gesammelt. Diese sind für Sie als Eltern sicherlich interessant und hilfreich, wenn Sie in das nächste Lehrergespräch treten.

1. wichtiger Punkt für den Elternsprechtag: Gegenseitiger Respekt

Wie oben bereits genannt, kann es im Laufe der Schulzeit aus den verschiedensten Anlässen zu Spannungen zwischen Lehrern und Eltern kommen, die im Lehrergespräch eskalieren können. Ebenso wie der Lehrer, sollten Sie sich, obwohl es in manchen Situationen schwierig sein mag, um Sachlichkeit beim Elternsprechtag bemühen. Schildern Sie das Problem anhand konkreter Fakten, Ereignisse und Ihren Eindruck. Wenn Sie Maßnahmen oder Reaktionen des Lehrers nicht verstehen oder als ungerechtfertigt empfinden, hinterfragen Sie diese im Lehrergespräch am Elternsprechtag. Sie werden sehen, dass in der Regel auch der Lehrer das Bestmögliche für Ihr Kind will.

2. wichtiger Punkt für den Elternsprechtag: Offenheit und Ehrlichkeit

Bestimmt kennen Sie das: Zu Hause kann Ihr Kind die Mathe-Aufgabe richtig rechnen, aber in der Schule will es einfach nicht klappen. Im Lehrergespräch berichtet der Lehrer Ihres Kindes Ihnen dann von permanenten Problemen im Mathematikunterricht. Berichten Sie ihm von Ihren häuslichen Eindrücken. Der Lehrer Ihres Kindes kann nur das in der Schule von Ihrem Kind gezeigte Verhalten bewerten, weil er keinen Einblick in Ihre häuslichen Strukturen hat. Wenn er jedoch im Lehrergespräch erfährt, dass Ihr Kind zu Hause besser lernt, können Sie gemeinsam am Elternsprechtag überlegen, woran das liegen könnte (z.B. Unruhe in der Klasse, störender Banknachbar oder ungünstiger Sitzplatz im Klassenzimmer), und die schulischen Probleme in Angriff nehmen. Benennen Sie in Elterngesprächen aber auch offen und ehrlich  Dinge, die zu Hause nicht funktionieren. Nur so können Verbesserungsvorschläge gesammelt und Ihr Kind gefördert werden.

3. wichtiger Punkt für den Elternsprechtag: Eltern suchen das Gespräch mit dem Lehrer

Wenn beim Lernen zu Hause Probleme auftreten, ist es immer ratsam, sie schnell zu lösen. Nicht immer zeigen sie sich auch in der Schule. Die meisten Lehrer freut es daher besonders, wenn Eltern im Lehrergespräch auf sie zukommen, denen etwas am Verhalten ihres Kindes oder seinen Leistungen auffällt und sie nicht warten, bis sie ihn kontaktieren. Sie signalisieren dem Lehrer dadurch ihr Vertrauen in seine Kompetenz und zeigen Ihre Bereitschaft, am Elternsprechtag auch über Probleme zu sprechen.

4. wichtiger Punkt für den Elternsprechtag: Zusammenarbeit und gemeinsame Ziele

Wenn Sie im Lehrergespräch über schulische oder Verhaltensprobleme sprechen, ist es wichtig, dass zusammen am selben Ziel gearbeitet wird. Dabei ist es nötig, dass beide Seiten ihre Meinung am Elternsprechtag darstellen und mit den Vereinbarungen einverstanden sind. Wie solch ein Ziel aussehen könnte, zeigt das folgende Beispiel im Fall von Julia. Julia hat seit einiger Zeit Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben. Statt konsequent bei den Hausaufgaben zu bleiben, verbringt sie Stunden mit der Bearbeitung. Fast täglich kommt es daher zu Tränen und Streitereien mit ihrer Mutter. Julias Mutter bat deshalb den Lehrer ihrer Tochter um ein Lehrergespräch. Im Lehrergespräch oder am Elternsprechtag vereinbaren Mutter und Lehrer als Ziel die Bearbeitung der Hausaufgaben in 30 Minuten. Dazu konzipieren sie ein Bonussystem, bei dem Julia einen Pluspunkt bekommt, wenn sie die Hausaufgaben ohne größere Pausen oder aufzustehen in der vorgegebenen Zeit erledigt. Bei drei Pluspunkten in einer Woche würde Julia eine Belohnung erhalten, die sie sich zu Beginn der Woche selbst auswählt (z.B. Spaziergang mit der Mutter, Lieblingsmittagessen am Freitag).

5. wichtiger Punkt für den Elternsprechtag: Konsequenz bei der Durchsetzung von vereinbarten Maßnahmen

Haben Sie mit dem Lehrer Ihres Kindes in einem Lehrergespräch ein gemeinsames Ziel vereinbart, so ist es zwingend erforderlich, dass beide Parteien die Maßnahmen konsequent umsetzen. Ansonsten wird sich keine Verhaltensänderung einstellen. Vereinbaren Sie immer einen Folgetermin, um die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen zu überprüfen. Im oben geschilderten Fall von Julia führte der Lehrer sechs Wochen später erneut ein Gespräch mit Julias Mutter, um zu erfahren, ob sich die Hausaufgabensituation durch das Bonussystem verbessert hatte. Sichtlich entspannt berichtete die Mutter, dass sie sofort mit der Punktevergabe begonnen habe und Julia sich inzwischen hochmotiviert an die Hausaufgaben setzen würde.

2 Tipps für ein erfolgreiches Lehrergespräch am Elternsprechtag

Nachfolgend können Sie erfahren, welche Verhaltensweisen bei Lehrern im Lehrergespräch zu Missmut führen. Vielleicht erkennen Sie sich selbst in der einen oder anderen Beschreibung wieder und versuchen beim nächsten Gespräch, dieses Verhalten zu vermeiden?

1. Vermeiden Sie allgemeine Vorwürfe am Elternsprechtag 

Sicherlich ist das deutsche Schulsystem nicht perfekt, allerdings kann der Lehrer daran nichts ändern. Auch ist es nicht verwunderlich, wenn der Lehrer auf Vorwürfe über die Mängel des Schulsystems und persönliche Angriffe nicht die erhoffte Kooperationsbereitschaft zeigt. Solche Vorwürfe führen daher zu keiner sachlichen Diskussion. Im Gegenteil: Schlimmstenfalls verhärten sich die Fronten nur noch mehr. Versuchen Sie daher, sachlich zu bleiben und auch die Sicht des Lehrers zu verstehen.

2. Machen Sie keine vorschnellen Versprechungen

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Unzufrieden mit Lehrerin, Grundschule 3. Klasse

Wenn Sie im Lehrergespräch Lehrer Ziele vereinbaren, überlegen Sie genau, ob Sie die Vereinbarungen halten können. Manchmal stimmen Eltern dem Lehrer im Lehrergespräch vorschnell zu, wenn ihnen der Lehrer Förderideen vorschlägt und sie um Ihre Unterstützung zu Hause bittet. Informieren Sie daher den Lehrer, falls Sie daheim Schwierigkeiten mit der Umsetzung des Besprochenen haben oder Sie nach nochmaligem Überlegen doch nicht damit einverstanden sind. Sonst führt es unter Umständen dazu, dass der Lehrer Sie und Ihr Anliegen zukünftig nicht mehr so ernst nimmt.

Checkliste: So gelingt das Lehrergespräch (ja / nein)

  • Möchten Sie mit dem Lehrer Ihres Kindes ein Lehrergespräch führen, bitten Sie ihn rechtzeitig in einer kurzen Notiz, einem Telefonanruf oder einer E-Mail um einen Termin.
  • Legen Sie sich den Termin für das Lehrergespräch nicht zu kurzfristig. Lassen Sie sich etwa fünf Tage Zeit, um sich darauf vorzubereiten.
  • Machen Sie sich vor dem Lehrergespräch Notizen zu den Punkten, die Sie mit dem Lehrer Ihres Kindes besprechen möchten.
  • Schildern Sie, selbst wenn es Ihnen unangenehm sein sollte, auch negative Verhaltensweisen oder Probleme Ihres Kindes zu Hause.
  • Werden schulische Probleme Ihres Kindes beim Lehrergespräch besprochen, so bitten Sie den Lehrer um konkrete Förderideen oder eventuell sogar Materialien zum häuslichen Üben.
  • Vereinbaren Sie bei schulischen Problemen Ihres Kindes konkrete Maßnahmen (z. B. Vertrag, Bonussystem).
  • Teilen Sie dem Lehrer am Ende des Lehrergesprächs mit, dass Sie in naher Zukunft ein Folgegespräch wünschen, um über die Auswirkungen der vereinbarten Maßnahmen zu sprechen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie nach dem Lehrergespräch eine schriftliche Zusammenfassung (ein Protokoll) erhalten.

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Kommentare zu "Elternsprechtag: Was Lehrer von Eltern erwarten"

  • Krüger schreibt am 06.07.2016

    NATÜRLICH sind immer die Eltern schuld und das häusliche Umfeld, ja klar .. bloss nicht die Ursache mal dort suchen, wo sie auch auftritt!! Mein Kind wurde wie so viele jahrelang gemobbt und nie hat es einer bemerken wollen und ide Probleme liegen ausschliesslich bei uns und dem armen Kind, was natürlich dann erst wirklich auffällig wurde und krank. Sofern man die Augen nicht verschlieest und sowas wirklich ausschliessen kann, weiss jeder Depp doch, dass das Kind in solchen Zeiten etwas zu verarbeiten hat und muss nicht haarklein das Privatleben der Eltern aushorchen. Diese Unsitte gehört verboten. Ich habe erlebt, wie Gerüchte gestreut werden und einem jedes Wort im Munde umgedreht, bis es in deren Welt passte. Unehrlichkeit, falsche Gesprächsprotokolle und ein Tribunal von einem Dutzend Leuten, die alle bei dem Gespräch nicht angekündigt waren. Schulleitung und - amt halten zusammen wie überall und eine Krähe hackt der anderen nie ein Auge aus, egal was da ist, es wird vertuscht,- und das alles ist Usus an deutschen Schulen.Kein Einzelfall. Ich und viel zu viele Eltern erleben dass mehrfach. Die Foren sind voll davon.
  • mia schreibt am 29.04.2016

    Super Ratschläge!so kann man sich viel besser auf den Elternsprechtag vorbereiten.Ich hoffe dies wird mir nächste Woche Freitag gelingen☺
  • Deniz schreibt am 17.04.2016

    Ich spreche mal kurz die Elternsrechtage in der Grundschule an. Alles super Tipps hier, aber diese sind nur anzuwenden, wenn ein vernünftiger LehrerIn gegenübersteht. In diesem Text wird auf latenter Art von den Eltern erwartet sich unterwürfig zu verhalten gar sein. Was ist, aber mit LehrerIn, die denken, dass sie Vollkommen sind und nur mit Vorurteilen behaftet sind? Wie kann mann sich gegen solche Lehrer SCHÜTZEN? Letzendlich sitzen diese am längeren Hebel. Können Ihre Macht durch die Benotung ausüben zum Beispiel. Auch wenn Sie sich dagegen wehren können, ist zum Schluß die "Empfehlungswaffe", für die weiterführende Schule, in den Ärmeln
  • Ellen schreibt am 06.10.2013

    Ich als Mutter eines Grundschülers hatte leider sehr schlechte Erfahrungen mit sog. "Elterngesprächen". Mir erscheinen sie immer als eine reine Pflichtveranstaltung für die Lehrerinnen, wobei die Klassenlehrerin ansonsten sehr wenig bis gar nicht zu einem Gespräch "außer der Reihe" bereit ist, wenn man dann doch mal ein Anliegen hat. Nach einem "Elterngespräch", was mehr ein "Lehrergespräch" ist, hatte ich meist das Gefühl, mein Kind ist das Schlimmste von der ganzen Klasse.
  • Anonym schreibt am 04.03.2011

    Mit einem Zitat aus Fritz Redls Buch: \"Das zusammenbringen von Lehrern und Eltern in den Sprechstunden soll die Gelegenheit zur Aussprache über das Kind bieten. Was aber hilft uns diese Gelegenheit,... solange sich diese ´Aussprache´ über den Versuch einer gegenseitigen Vergewaltigung nicht zu erheben vermag?\" beginnt mein Ich-kann-Schule-Aufsatz \"Im Gespräch mit Eltern die Zukunft für das Kind aufschließen\".
    Ein Ich-kann-Schule-Lehrer ist nicht der übliche Unterrichtsvollzugsbeamte, der die Eltern mit genau dem belastet, was er als ausgebildeter päd. Vollprofi selber nicht kann. Als Ich-kann-Schule-Lehrer berichte ich von der erfreulichen Entwicklung gerade der zunächst schwachen Talente infolge sorgfältig ausgewählter Pädagogik. Statt des üblichen DRUCKs ist in der Ich-kann-Schule SOG das Hauptprinzip.
    Druck komprimiert das Problem, SOG LÖST. Sog richtet auf. Sog macht wachsen. Mit Druck kann man Talente in die Flucht schlagen, punktgenau lenken kann man sie mit SOG. Dafür braucht es etwas, was in der modernen Pädagogik ein nicht mehr gehörtes Fremdwort ist: GEIST.
    Ich lasse mir was einfallen, was ZIEHT; das ist ErZIEHung. Was in unsren Lehrplanvollzugsanstalten mit Druck gemacht wird, ist ErDRÜCKung. Logischerweise muss bei Druck das Ergebnis vollkommen anders sein als bei SOG.
    Der Ich-kann-Schule-Lehrer fragt sich - genau umgekehrt - was die Eltern von ihm erwarten. Und da er ihre Erwartungen i.d.R. besser bedienen kann als sie, hilft ihnen das, auch seine Erwartungen zu erfüllen. Es wäre in der Ich-kann-Schule jedenfalls unakzeptabel, als Profi etwas von Laien zu erwarten, was man ihnen nicht vormachen kann. Und wenn ich das kann, habe ich es längst mit ihren Kindern erprobt und kann von unseren gemeinsamen ERFOLGEN berichten: DAFÜR ist das Lehrer-Eltern-Gespräch da. Ich habe diese Gespräche immer sehr genossen.
    Als ich als Lehramtsanwärter meine erste Klasse hatte, saßen ca. 20 Personen vor der Klasse und waren bereit, zu warten. Ich lud sie alle zusammen ein und bot an, mit jedem danach noch einzeln zu reden, wenn er es wünsche. Nach ein bis zwei Stunden hatten wir eine echte Gemeinschaft und niemand brauchte danach noch einen Einzeltermin. Wir hatten über vieles geredet, was bei Einzelgesprächen nie aufs Tapet gekommen wäre. So wie die Talente meiner Schüler habe ich auch die Talente ihrer Eltern geschätzt - ggf. höher als sie. Gerade dadurch sind die Talente noch gewachsen. Noch heute bin ich in der Lage und Vergnügen bereit, jederzeit mit jedem zu sprechen. Hinter Formalismen würde ich mich nie verkriechen. Probleme SIND nie Fach- sondern immer MENSCHLICHE Probleme. Also müssen wir erst einmal den menschlichen Kräften genügen. Wenn wir menschlich nicht können, tun wir gut daran, das nicht an anderen üben zu wollen. Wer mit anderen (reden) können will, muss erst einmal mit sich selbst können. Das Wesentlichste fehlt leider in der Lehrerausbildung - aber man kann es u.a. von den Kindern und ihren Eltern lernen. Mit Vergnügen. Ich wünsche allen Erfolg.
    Franz Josef Neffe
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