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Kinderbrille
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Sehschwäche: Die richtige Brille für Ihr Kind

Kinderbrille bei Sehschwäche

Wenn die schulischen Leistungen Ihres Kindes plötzlich nachlassen, ihr Kind über Kopfschmerzen klagt oder immer häufiger Fehler beim Abschreiben von Texten macht, kann dies auf eine Sehschwäche hindeuten. Lassen Sie die Sehstärke deshalb regelmäßig beim Augenarzt überprüfen. Sollte Ihr Kind eine Brille benötigen, helfen die folgende Tipps bei Auswahl und Eingewöhnung. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Wenn der Augenarzt eine Sehschwäche feststellt, braucht Ihr Kind wahrscheinlich eine Brille. Beachten Sie bitte, dass Kinderköpfe noch wachsen und die Brille auch in der Stärke nach spätestens 18 Monaten angepasst werden muss (besser ist eine jährliche Kontrolle). Darüber hinaus sollte eine Kinderbrille dem Kind gefallen, sonst trägt es sie nicht, flexibel, robust, unzerbrechlich und vor allen Dingen leicht sein, von einem Fachmann an den kindlichen Kopf angepasst werden, an den Ohren und der Nase auf keinen Fall drücken und Gläser aus Kunststoff oder Polycarbonat haben.

Tipp: Neigt Ihr Kind zu Allergien, sollten Sie ein Gestell aus Kunststoff oder Titan wählen. Viele Metallgestelle bestehen aus einer Kupfer-Nickel-Legierung, aus denen sich Nickel lösen könnte, wenn die Bügel abgenutzt sind.

Was tun: Mein Kind mag seine Brille nicht?

Nicht alle Kinder sind begeistert, wenn der Augenarzt ihnen eine Brille verschreibt. Das neue Gestell ist anfangs lästig, die Gläser verschmieren schnell, und an das klare und scharfe Sehen müssen sie sich auch erst langsam gewöhnen. Trotzdem ist die Brille ein wichtiges Instrument, um besser durchs Leben zu kommen und auch in der Schule keinen Nachteil zu erleiden.

Mit unseren folgenden fünf Tipps für den Brillenträger helfen Sie Ihrem Kind, die neue Sehhilfe schneller zu akzeptieren:

  1. Lassen Sie Ihrem Kind die Wahl des (möglicherweise sehr ausgefallenen) Brillengestells, auch wenn Sie etwas anderes bevorzugen würden. Auch eine Harry-Potter-Brille ist okay, wenn Ihr Kind sie trägt.
  2. Belasten Sie Ihr Kind nicht mit der Sorge vor Unfällen mit der Brille, denn sie sind äußerst selten und würden nur die Bewegungsfreiheit beeinträchtigen.
  3. Auch die Beschädigung oder sogar der Verlust einer Brille sollte kein Grund sein, Ihr Kind zur Rechenschaft zu ziehen, wenn es keine Abneigung gegen die Sehhilfe entwickeln soll. Hier zahlt oft die Versicherung der Schule oder die private Haftpflichtversicherung.
  4. Loben Sie Ihr Kind für seinen Umgang mit der Brille und für sein „erwachsenes“ Aussehen. Je stolzer es ist, desto eher wird es seine Brille akzeptieren.
  5. Erklären Sie Ihrem Kind, dass eine Brille seine Augen entspannt und ihm gut tut. Außerdem sollte es wissen, dass jedes dritte Kind eine Brille benötigt, damit es sich nicht als Ausnahmefall wahrnimmt. 

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