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So bekommt Ihr Kind gute Noten in der mündlichen Mitarbeit

Besseres Schulzeugnis durch Mitarbeit

Ihr Kind zeigt keine mündliche Mitarbeit im Unterricht, weil es Angst hat, vor anderen zu sprechen? Pech – denn schüchterne Schüler bei der Mitarbeit haben einen echten Nachteil, weil die Benotung der Mitarbeit wichtig ist. Mit unseren Tricks und Tipps verliert Ihr Kind seine Angst vor der mündlichen Mitarbeit und erreicht somit gute Noten auf dem Schulzeugnis. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Die mündliche Mitarbeit ist immer wichtig und macht ab der fünften Klasse in vielen Fächern die Hälfte der Benotung auf dem Schulzeugnis aus. Dabei geht es sowohl um die Häufigkeit der mündlichen Mitarbeit als auch um ihre inhaltliche Qualität. Mitarbeit im Unterricht ist also wichtig und auf jeden Fall besser für die Benotung, als gar nichts zu sagen. Doch mündliche Mitarbeit erfordert freies Sprechen vor anderen. Dies ist nicht jedermanns Sache. Die Angst, bei mündlicher Mitarbeit etwas Blödes zu sagen, kann groß sein. Niemand wird gerne von anderen ausgelacht oder belächelt. Auch wenn bei mündlicher Mitarbeit eines Kindes keiner aus der Klasse zuhört und der Beitrag nahezu ignoriert wird, kränkt und verletzt das. Eine leise Stimme, ein gesenkter Blick und undeutliches Sprechen erhöhen diese Gefahren der mündlichen Mitarbeit. Obwohl Sie Ihr Kind im Unterricht bei der mündlichen Mitarbeit nicht aktiv unterstützen können, haben Sie viele Möglichkeiten, sein Selbstbewusstsein zu fördern, das freie Reden auch zu Hause zu trainieren und letztendlich eine gute Benotung der Mitarbeit auf dem Schulzeugnis zu erreichen.. Mit ein wenig Übung können so selbst zurückhaltende und schüchterne Schüler ihre Angst überwinden und eine gute Benotung erzielen, denn auch bei der mündlichen Mitarbeit ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Test: So erkennen Sie, ob Ihr Kind Angst vor mündlicher Mitarbeit hat

  • Ihr Kind redet generell nicht viel.
  • In größeren Gruppen ergreift Ihr Kind kaum das Wort.
  • Ihr Kind hat noch nie gerne etwas vorgetragen oder vorgesungen, auch im engsten Familienkreis nicht.
  • Ihr Kind hat oft Angst davor, dass es etwas Falsches sagt.
  • Ihr Kind hat Angst davor, ausgelacht zu werden.
  • Ihr Kind steht nicht gerne im Mittelpunkt.
  • Ihr Kind hat wenig Selbstvertrauen.
  • Ihr Kind hat eine leise Stimme.
  • Ihr Kind spricht undeutlich.
  • Ihr Kind wird schnell rot und schämt sich leicht.
  • Ihr Kind fühlt sich in größeren Gruppen nicht wohl

Je mehr Aussagen Sie angekreuzt haben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind bei der mündlichen Mitarbeit nicht so glänzt, wie es sein Kenntnisstand vielleicht zuließe. Damit es trotz seiner Befürchtungen und Ängste mehr mündliche Mitarbeit zeigen und somit eine gute Benotung der Mitarbeit erreichen kann, sollten Sie ihm die folgenden wichtigen Grundregeln und Vorsätze der Mitarbeit vermitteln.

Mündliche Mitarbeit: Immer den Blickkontakt halten

Wenn Ihr Kind bei der mündlichen Mitarbeit vor anderen spricht, sollte es so oft wie möglich den Blickkontakt zu seinen Zuhörern suchen, um die beste Benotung zu bekommen. Blickkontakt hält die Klasse bei der Stange. Er wirkt sympathisch und kompetent, wenn dieser bei der Mitarbeit bedacht wird. Dieses Redeverhalten können Sie auch zu Hause gut üben. Beim gemeinsamen Mittagessen oder bei anderen Gelegenheiten im Kreis der Familie bieten sich immer wieder Möglichkeiten, die Blickkontakt-Regel für eine bessere Benotung auf dem Schulzeugnis zu trainieren. Gehen Sie dabei aber sensibel vor und bevormunden Sie Ihr Kind nicht. Besser ist es, im Anschluss an solch eine Gesprächsrunde Ihr Kind dafür zu loben, dass es Ihnen oder jemand anderem beim Reden in die Augen geschaut hat.

Mein Vorsatz für die mündliche Mitarbeit: Bei der nächsten mündlichen Mitarbeit schaue ich abwechselnd den Lehrer und meine beste Freundin an.

Helfen Sie Ihrem Kind, seine Stimme für die mündliche Mitarbeit zu trainieren

Einer lauten, kräftigen und fröhlichen Stimme hört bei einem Beitrag der mündlichen Mitarbeit jeder gerne zu. Sie weckt Interesse und reißt auch die gelangweilten Träumer aus ihrer Lethargie. Doch gerade bei schüchternen Kindern ist die Stimme sozusagen „eingerostet“. Da sie nicht nur im Unterricht wenig mündliche Mitarbeit an den Tag legen, sondern auch im Freundeskreis eher still sind, ist ihre Stimme untrainiert und verschafft daher nicht gerade Mut zur besseren Mitarbeit und damit zur besseren Benotung. Helfen Sie Ihrem Kind, seine Stimme für die mündliche Mitarbeit zu trainieren. Achten Sie darauf, dass es nicht zu leise spricht und auch keine Wortsilben verschluckt. Je öfter Ihr Kind dies daheim übt, desto leichter wird es ihm auch in der Schule fallen, mehr Mitarbeit an den Tag zu legen und laut, langsam und deutlich zu sprechen. Doch um das umzusetzen, benötigt Ihr Kind unbedingt etwas Training. Gut eignet sich dazu das Vorlesen eines Theaterstücks mit verteilten Rollen. Motivieren Sie Ihr Kind dazu, die jeweiligen Gefühlslagen mit seiner Stimme auszudrücken. Bei Wut kann es ruhig laut schreien, bei Freude intensiv lachen und bei Trauer leise und langsam sprechen. Mit der Zeit wird sich dieses Training auf sein alltägliches Sprechen und auf die mündliche Mitarbeit im Unterricht, sowie auf die Benotung der Mitarbeit auswirken. Achten Sie auch in der alltäglichen Kommunikation mit Ihrem Kind darauf, dass es klar und deutlich spricht: „Überhören“ Sie leises Genuschel, dolmetschen Sie nicht für Ihr Kind („Sie möchte noch ein Glas Wasser haben!“) und lassen Sie es an der Wursttheke mal alleine bestellen, um so die mündliche Mitarbeit Ihres Kindes im Unterricht privat zu förde

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Kommentare zu "So bekommt Ihr Kind gute Noten in der mündlichen Mitarbeit"

  • Anonym schreibt am 08.07.2010

    Probleme ERSCHEINEN als SACHprobleme, sie SIND aber immer MENSCHLICHE Probleme. Wir sollten nicht das Schein- sondern das Seinsproblem lösen. Das ist ein wichtiger Grundsatz der neuen Ich-kann-Schule, der das Blatt sofort wendet. Der Mensch ist nicht für tausend Techniken gemacht. Die Seelenkräfte haben HUNGER und brauchen was zu essen. Es ist doch mehr als makaber, wenn wir sie weiterhungern lassen und mit ihnen trainieren. Als Ich-kann-Sczhule-Lehrer behandle ich die Talente so, dass sie meine Freunde werden. Das beginnt damit, dass ich mit ihnen spreche wie man mit Freunden spricht. Ich achte und bewundere, ich stärke und ermutige sie, ich korri8giere sie auch und fordere sie heraus, ich stehe verlässlich auf ihrer Seite; kurz, ich mache genau das Gegenteil wie die übliche Pädagogik. Würde die Selbstreflexion betreiben, wäre sie längst selbst drauf gekommen. Ich mache es wie vor 120 Jahren der Marseiller Jesuitenpater. Der bahendelte mit bestem Erfolg die Leute so, als wären sie schon so gut, wie er sie haben wollte. Das passt auf alles. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe
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