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Wenn Konsequenz nur nicht so mühsam wäre!

Ich geb´s zu: Auch wenn ich in „Gesundheit & Erziehung für mein Kind“ schlaue Artikel übers Aufräumen schreibe, ist bei uns auch nicht immer aufgeräumt. Und wenn ich beruflich stark eingespannt bin, weil gerade wieder ein Abgabetermin für ein Manuskript drückt, drücke ich auch – und zwar manchmal beide Augen zu. 

Expertenrat von 

Zu diesen Stoßzeiten fehlt mir dann auch meist die Zeit, mit den Kindern aufzuräumen. Und so kommt dann nur von mir die Ansage: „Hier wird heute aber aufgeräumt!“ Damit meine ich meist gar nicht das Kinderzimmer, sondern das Wohnzimmer, wo Martin und Hanna viel öfter spielen, weil da am meisten Platz ist. Das Hauptproblem ist, dass meine beiden einfach zu viel Zeug haben – akute „Rümpelitis“ und ein schweres „Brauch-ich-noch-Syndrom“. Vor allem Martin kann alles noch gebrauchen und so versuche ich ihn immer zu motivieren: „Schmeiß so viel weg wie möglich! Was man einmal weggeworfen hat, braucht man nie mehr aufräumen!“ Klingt doch verlockend, oder?

Trotzdem wachsen die „Brauch-ich-noch-Berge“ immer weiter an (schließlich gibt es Zeitschriften mit Dreingabe, kleine Mitbringsel, Taschengeld-Einkäufe usw.) und weil keiner so recht weiß, wo all der Kram hin soll, werden Häufchen gemacht, die wahlweise vom Sofa auf die Truhe und wieder zurück geräumt werden – je nachdem, wo gerade Platz gebraucht wird. Aufräumen ist nämlich ein hoch kreativer Prozess, bei dem es darum geht, immer neue Aufbewahrungsmöglichkeiten aufzutun, ohne dass irgendwann alles zusammen in einer großen Kiste landet, wo man es nie mehr wiederfindet.

Ich habe einmal meinen Mann zusammen mit den Kindern aufräumen lassen – und es hat nachher sogar ordentlich ausgesehen! Aber vieles wurde in Kisten in den Keller gepackt, wo es nun verschollen ist, weil keiner mehr weiß, was in welcher Kiste ist. Seitdem fehlt z. B. ein Walkie Talkie, sodass das andere, das noch vorhanden ist, nun auch nutzlos herumliegt. Aber ich traue mich nicht, es wegzuräumen, falls das Gegenstück dazu wie durch Zauberhand doch wieder auftauchen sollte…

Heute war also mal wieder Aufräumen angesagt, zu flotter Musik, versteht sich. Und nach dem Motto: „Derjenige, dem es gehört, räumt es auf. Und wenn es keinem gehört, ist es offenbar nichts Wichtiges, dann können wir es auch wegwerfen.“ Wenn es ums Aufräumen geht, gehören die herumliegenden Dinge nämlich plötzlich keinem mehr…

Aber es ging wieder mal zäh voran mit dem Aufräumen. Letztendlich klappte es nur, wenn ich dabeiblieb. Ansonsten entdeckten die Kinder immer wieder neue Sachen, die sofort zum Spiel einluden, und wussten überdies nicht, wie sie die vorhandenen Schätze sortieren und wo sie sie verstauen sollten. Da war wieder Mama gefragt, die möglichst mithelfen oder aber in kleinen Häppchen ansagen sollte, wer wann was wohin räumt.

Wie schön wäre es doch, wenn man einfach nur sagen müsste „Räumt auf!“ und es würde funktionierten! Es ist ja gar nicht so, dass meine Kinder nicht aufräumen wollen oder ewig diskutieren, warum oder wer was machen muss. Sie wissen einfach nicht, wohin. Und damit wirklich was passiert, muss ich konsequenterweise anwesend sein, dann klappt es auch. Ach, wenn konsequent sein doch nicht so mühsam wäre!


Kommentare zu diesem Artikel

  • Anonym schreibt am 10.07.2009

    Gut zu wissen, dass es bei allen Familien mit Kindern so ist. Die Kinder halten sich im Wohnzimmer auf, welche man stundenlang mühsam geputzt und aufgeräumt hat und schwups sieht alles so aus wie vorher.
    2 meiner 3 Kinder waren 2 Wochen mit den Großeltern im Urlaub. Erstaunlicherweise gab es keine Krümel, der Glastisch blieb sauber das Wohnzimmer war einfach aufgeräumt.
    Schon erstaunlich was Kinder so für Arbeit machen und vor allem wie viel \"Krämpel\" sie haben. Aber wenn sie nicht da sind fehlt einfach was.
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