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Einmal Mutter – immer Mutter? Wie Sie ein neues Selbstverständnis entwickeln

Wenn die Kinder älter und selbstständiger werden, verändert das das gesamte Familienleben. Die Kinder wachsen langsam aus der Position der Abhängigen und zu Beschützenden heraus. Das bedeutet zwangsläufig, dass auch die Rolle der Mutter sich verändern muss. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie mit Ihren Kindern zusammen wachsen und wie Sie am besten zu einem neuen mütterlichen Selbstverständnis finden.  

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Warum Trauer und Irritation normal sind

Viele Mütter, deren Kinder sich der Volljährigkeit nähern, durchlaufen eine Phase der Irritation und Trauer. In dieser Phase gibt es das Alte, Gewohnte nicht mehr, etwas Neues, das dessen Platz einnehmen könnte, ist aber auch noch nicht gefunden. In dieser schwierigen Phase fühlen sich viele Mütter unsicher oder traurig, manchmal auch wütend. Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. Abschied zu nehmen von einem wichtigen Lebensabschnitt tut manchmal einfach weh. Wichtig ist es in dieser Phase, aufkeimende Gefühle von Traurigkeit oder Verwirrung ernst zu nehmen und auch zuzulassen. Wenn wir diese Gefühle nämlich dauerhaft unterdrücken oder überspielen, wird es zunehmend schwerer, sie auf gesunde Art zu verarbeiten. Ein gewisses Maß an Trauerarbeit ist also nötig, um den nächsten Schritt gehen zu können. Dann kann nämlich ein Umdenken einsetzen, mit der die Phase der Neuorientierung einhergeht. Diese Phase kann sehr spannend und belebend sein, aber auch aufwühlend. Viele Mütter suchen sich dann neue Herausforderungen – etwa im Job – oder setzen endlich Pläne in die Tat um, die sie bislang nicht realisieren konnten. Im besten Fall werden sie in diesem Prozess von ihren Partnern liebevoll begleitet und unterstützt.

Mein Tipp

Schreiben Sie doch einmal eine Wunschliste. Wie wünschen Sie sich den Kontakt, wenn Ihr Kind erwachsen ist? Etwa so: Ich wünsche mir, dass

 

  • mein Kind sich ab und zu meldet, wenn er/ sie Lust dazu hat,
  • sich mein Kind vertrauensvoll an mich wenden kann, wenn es Probleme hat und Unterstützung braucht,
  • wir viele interessante Gespräche miteinander führen werden,
  • mein Kind mir seine Freundin/seinen Freund vorstellt etc.

Überlegen Sie dann (eventuell mit Ihrem Partner zusammen), was Sie jetzt ganz konkret dazu beitragen können, damit Ihre Wünsche später erfüllt werden könnten. Wenn Sie sich z. B. wünschen, dass Ihr Kind sich auch später noch vertrauensvoll an Sie wendet, sollten Sie darauf achten, ihm keine Vorwürfe zu machen. Denn wer befürchten muss, mit Vorwürfen bombardiert zu werden, wenn er „Mist“ gebaut hat und sich damit outet, wird lieber seinen Mund halten, als sich zu offenbaren.

Wichtig
Ihr Kind ist natürlich nicht verpflichtet, Ihre Wünsche zu erfüllen. Es hat auch das Recht, Nein zu Ihren Erwartungen zu sagen, ebenso wie Sie nicht alle Erwartungen Ihres Kindes erfüllen müssen!
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