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Teenager nutzen das Handy schon lange nicht mehr nur zum Telefonieren oder Nachrichtenschreiben. Doch Viren, Trojaner und Malware lauern überall. Lesen Sie hier die wichtigsten Maßnahmen, um das Handy und Tablet Ihres Kindes möglichst sicher zu machen.
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Datensicherheit: Die wichtigsten Tipps für Handys und Tablets

Umgang mit Neuen Medien

Teenager nutzen das Handy nicht nur zum Telefonieren oder Nachrichtenschreiben. Sie spielen, laden Apps, surfen im Internet, hören Musik oder gründen Gruppenchats. Doch Viren, Trojaner & Co. lauern überall. Und was, wenn das Handy mal verloren geht? Hier, die wichtigsten Maßnahmen, um das Handy und Tablet Ihres Kindes möglichst sicher zu machen. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Checkliste: So machen Sie das Handy und Tablet Ihres Kindes sicher

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind unbedingt die Bildschirmsperre einstellt. Sie schützt vor fremden Zugriffen auf das Smartphone oder Tablet.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind die Daten schützt, die auf der der SIM-Karte gespeichert sind, indem es eine PIN („Persönliche Identifikationsnummer“) anlegt. Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Kind keine simplen Ziffernfolgen wie etwa „1234“ oder das eigene Geburtsdatum nimmt. Diese PINs sind leicht zu knacken.
  • Noch sicherer als eine PIN ist eine so genannte biometrische Sicherung, z.B. ein Fingerabdruck-Scanner oder ein Retina-Scanner. Sollte das Gerät Ihres Kindes diesen Service bieten, sollte Ihr Kind ihn auch nutzen.
  • Installieren Sie eine gute Internet-Filtersoftware für Kinder, z.B. „JusProg“ oder „Jugendschutzprogramm“. Bestimmte Internetseiten können damit gesperrt werden, aber auch die Zeit der Internetnutzung können Sie damit begrenzen. Die Software können Sie kostenlos unter www.jugendschutzprogramm.de herunterladen.
  • Aktivieren Sie die Jugendschutzeinstellungen im Playstore, um nicht altersgerechte Apps aus der Ansicht zu entfernen. Android-Geräte: Play Store App starten und unter Einstellungen auf Jugendschutzeinstellungen tippen und dort die Altersbegrenzung festlegen.
  • Beim iPhone können Sie eine entsprechende Kindersicherung direkt im Gerät einstellen. Dafür bitte dem folgenden Pfad folgen: „Einstellungen“ • „Allgemein“ • „Einschränkungen“ • „Einschränkungen aktivieren“. Erstellen Sie nun einen Einschränkungscode. Betätigen Sie dann die entsprechenden Schieberegler der verschiedenen Menüpunkte.
  • Wenn Ihr Kind Apps nicht ohne Ihr Wissen installieren soll, können Sie (bei einem Android-Gerät) dies verhindern, indem Sie direkt bei Google Play den Menüpunkt „PIN festlegen oder ändern“ wählen und eine PIN eingeben, die Ihr Kind nicht kennt. Dann müssen Sie die Installation einer App durch das Eingeben dieser PIN gestatten.

  • Deaktivieren Sie WLAN und Bluetooth bei dem Smartphone Ihres Kindes, wenn es unter 12 ist oder wenn es damit noch nicht verantwortungsvoll umgehen kann. Dann kann Ihr Kind keine Dateien austauschen.
  • Für Android-Smartphones stehen Kindersicherungen als Apps zur Verfügung. Als empfehlenswert gilt z.B. „Kids Place“.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind regelmäßig die vom Hersteller bereitgestellten Updates der Software durchführt. Diese Updates sind in erster Linie dafür da, die Bedienfreundlichkeit zu verbessern, aber auch um Sicherheitslücken zu schließen.
  • Weisen Sie Ihr Kind immer wieder darauf hin, dass es keine persönlichen Daten im Netz hinterlassen darf: Dazu gehören Geburtsdatum, Wohnort, Adresse, Telefonnummern, Schule, Vereine, Bankkonto-Nummer etc.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass auf Fotos, Filme und Texte Urheberrechte bestehen. Wer Bilder und Filme also einfach nimmt und ins Internet stellt, kann dafür unter Umständen belangt werden. Man bekommt dann eine so genannte Abmahnung. Das kann ziemlich teuer werden.
  • Personen, die auf einem Foto oder in einem Film zu sehen sind, haben das Recht am eigenen Bild. Ihr Kind darf also ohne die schriftliche Einwilligung anderer keine Fotos oder Filme ins Netz stellen. Wenn jemand nicht damit einverstanden ist, dass Ihr Kind ein Foto von ihm postet, kann er Ihr Kind bzw. Sie verklagen und zwingen, das Foto zu löschen. Gdf. kann er/sie sogar Geld verlangen.
  • Installieren Sie auf dem Smartphone Ihres Kindes ein Antivirus-Programm. Suchen Sie dafür in den jeweiligen App-Stores nach „Antivirus“ oder „Sicherheit“. Diese Apps halten Viren und Spam fern. Installieren Sie nur Antiviren-Apps, die mit mindestens 4 Sternen bewertet wurden oder von einer unabhängigen Instanz für gut befunden wurden.

  • Aktivieren Sie die Ortungsfunktion des Smartphones, damit Sie das Gerät orten können, wenn es verloren gegangen oder gestohlen worden ist. Das können Sie mit Android-Gerätemanager machen oder mit „mein iPhone suchen“ einstellen. Sie können mit dieser Funktion das Handy auch sperren.
  • Wenn das Smartphone Ihres Kindes verschwunden ist, sollten Sie das beim Mobilfunkbetreiber melden und die SIM-Karte sperren lassen.
  • Beim Herunterladen von Apps sollten Sie bzw. Ihr Kind die AGB lesen und darauf achten, dass sie von einer seriösen Quelle stammen. Nutzen Sie nur die bekannten, offiziellen Stores wie Apple Store oder Google Play. Lesen Sie die negativen Bewertungen der User, damit Sie die Schwachstellen der App besser einschätzen können.

Mein Tipp für Android Tablets:

Sie können ein Android Tablet übrigens auch in Betrieb nehmen, ohne die Kreditkartennummer angeben zu müssen. Dazu müssen Sie bei der Kreditkartenauswahl einfach das entsprechende Häkchen setzen. Nutzen Sie diese Funktion, um zu verhindern, dass Ihr Kind kostenpflichtige Spiele oder Filme herunterladen kann.

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