Kommentare:
Digital Native
© goldencow_images - Fotolia.com

Digital Natives: Wie Jugendliche heute lernen (sollten)

Die Frage „Nutzen oder schaden die modernen Medien den Schülern heute?“ wird sehr kontrovers diskutiert. Der ärztliche Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm, Manfred Spitzer, versammelt eine Fanschar um sich, die eine „digitale Demenz“ prophezeit, wo hingegen etliche Neurowissenschaftler die Vorzüge der digitalen Medien hervorheben. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen diese Vor- und Nachteile aufzeigen sowie Eltern und Schülern Tipps geben, wie sie im Zeitalter der modernen Medien als „Digital Natives“ lernen sollten. 

Expertenrat von 

3 Tipps für Eltern von Jugendlichen

Die digitalen Medien eröffnen Ihrem Kind jede Menge Möglichkeiten. Selbst aus dem Schulunterricht sind Google, YouTube & Co. kaum noch wegzudenken. Um letztendlich mehr von den Vor- als von den Nachteilen zu profitieren, sollten Eltern die folgenden drei Tipps beherzigen:

1. Kontrollieren Sie die Medienzeiten Ihres Teenagers!

So wie man von vielem Essen dick werden kann, ist es auch mit der Mediennutzung. Das richtige Maß ist entscheidend. Schränken Sie die Zeiten der Mediennutzung für Ihr Kind ein, und sorgen Sie dafür, dass der Medienmix (Computer, Tablet, Smartphone, iPod, Spielkonsolen) nicht überhand nimmt. Weniger ist auch hier oft mehr!

2. Achten Sie darauf, dass Ihr Teenager mehr in der realen als in der virtuellen Welt unterwegs ist!

Problematisch ist, wenn Ihr Kind sich fast ausschließlich mit den digitalen Medien beschäftigt und Schule, Lernen, Freunde, Hobbys, Sport etc. gänzlich vernachlässigt. Unter übermäßigem Medienkonsum werden zwangsläufig die Lernmotivation und die Konzentrationsfähigkeit leiden. Bedenken Sie auch, dass die Übergänge zur Mediensucht fließend sind. Um das zu vermeiden, sollten Sie als Eltern für entsprechenden Ausgleich sorgen. Verweigert Ihr Kind diese Angebote, ist das ein mögliches Zeichen für ein Suchtverhalten. In diesem Fall sollten sie sich professionelle Hilfe holen!

3. Unterstützen Sie Ihren Teenager bei der Suche und Recherche im Internet!

Oft surfen Schülerinnen und Schüler völlig ziellos im Netz und belasten so Ihr Gedächtnis mit einer unnötigen Datenflut. Helfen Sie Ihrem Kind,richtig und gezielt zu surfen. Das Ziel und die Suchstrategie sollten klar sein, bevor der Rechner angeschaltet wird. Zeigen Sie Ihrem Kind beispielsweise, wie es mit der Suchmaschine Google gezielter recherchieren kann.

Und noch ein Zusatztipp: Achten Sie auf Bewegung und gesunde Ernährung!

Ein Nachteil der modernen Medien ist, dass viele „Digital Natives“ immer mehr Zeit mit den modernen Medien verbringen und immer weniger Zeit für Bewegung oder Sport verwenden. Ihr Kind benötigt jedoch gerade in der Pubertät viel Bewegung als gesunden Ausgleich zum schulischen Lernen. Durch regelmäßige Bewegung werden in dieser Zeit wichtige hormonelle und immunologische Vorgänge im Körper positiv beeinflusst. Zudem wird die Sauerstoff- und Zuckerversorgung des Gehirns verbessert, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit Ihres Kindes steigt, und die Verarbeitung von Informationen im Gedächtnis gelingt besser. Das Gehirn Ihres Kindes profitiert von der besseren Durchblutung enorm. Die Zahl frischer Gehirnzellen erhöht sich, und die Aktivität der Zellen untereinander steigt. Das verbessert sowohl die Gedächtnisleistung als auch die Konzentrationsfähigkeit. Und ein weiterer positiver Nebeneffekt, gerade für Sie als Eltern pubertierender Kinder: Durch Bewegung und sportliche Betätigung schütten die Nervenzellen vermehrt Endorphine aus. Die Stimmung Ihres Kindes steigt,es wird fröhlicher …

Neben regelmäßiger Bewegung und sportlicher Betätigung wirkt sich auch die richtige Ernährung positiv auf die Entwicklung und das Lernen Ihres Kindes aus: Besonders wichtig in dieser Zeit sind Mikronährstoffe, wie Kalzium, Magnesium, Jod und Eisen. Diese Vitalstoffe werden laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von Jugendlichen in der Pubertät nicht ausreichend aufgenommen.

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten
Kommentare zu "Digital Natives: Wie Jugendliche heute lernen (sollten)"
Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden. Datenschutz-Hinweis
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Kinder und Medien" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Kinder und Medien" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?