Kommentare:
Sicher mit Smartphone und Tablet umgehen
© Halfpoint – Fotolia.com

Mehr Sicherheit beim Umgang mit Smartphone und Tablet

Smartphone und Tablet-Computer gehören in vielen Haushalten zum Alltag und üben bereits auf die jüngsten Familienmitglieder größte Anziehungskraft aus. Wir nennen Ihnen die wichtigsten Risiken und verraten, was Sie für den Schutz Ihres Kindes tun können. 

Expertenrat von 

Sichere Nutzung von Smartphones und Tablets: So beugen Eltern richtig vor

„Es sind bereits einfachste Mittel, mit denen Datendiebstahl, Spionage oder das Einschleusen von Schadsoftware verhindert oder zumindest erschwert werden können“, so Andreas Volkert. „Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit, mit Ihren Kindern über die Gefahren und Risiken ausführlich zu sprechen. Denn manche Risiken sind eher gesellschaftliche als technische Probleme.“ Stellen Sie Internet-Regeln auf, an denen sich Ihr Kind orientieren kann.

  • Lassen Sie die Kleinsten nicht unbeaufsichtigt mit den Geräten spielen. Gegen das versehentliche Löschen von Dateien schützen so genannte „geführte Zugriffe” oder „Kiosk-Modi”. Einmal aktiviert, können Sie das Gerät ruhig aus der Hand geben, da der Nutzer nur mit der gerade laufenden Anwendung interagieren kann.
  • Um den unberechtigten Zugriff auf Tablet und Smartphone zu erschweren, sollten Passwörter, PIN oder auch der Fingerabdruck-Schutz aktiviert werden. Am besten erfolgt die Sperrung des Geräts automatisch bereits nach kürzester Zeit ohne Aktivität. Gehen Telefon oder Tablet verloren oder werden gestohlen, ist der Zugriff auf Nachrichten, Fotos und andere sensible Daten deutlich erschwert.
  • Eventuell auf dem Gerät installierte Apps, in denen Zahlungsinformationen hinterlegt sind (etwa von Unternehmen des ÖPNV), müssen ebenfalls mit einer PIN oder einem Passwort geschützt werden.
  • Sensibilisieren Sie ihr Kind dafür, dass die GPS-Funktion des Smartphones nur wirklich dann eingeschaltet sein sollte, wenn beispielsweise eine Karten-App verwendet wird. Bösartige Apps können die Funktion ausnutzen, sodass Kriminelle Ihr Kind bis nach Hause verfolgen können.
  • Die Kopplung von externen Geräten per Bluetooth ist praktisch. Doch genauso schnell, wie externe Lautsprecher mit dem Smartphone verbunden sind, können Angreifer die gleiche Schnittstelle für ihre Zwecke ausnutzen. Klären Sie die Kinder über diese Risiken auf. Am besten werden solche Schnittstellen stets bei Nichtgebrauch wieder deaktiviert.
  • Öffentliche kostenlose Hotspots üben auf Kinder und Jugendliche natürlich einen besonderen Reiz aus. Wie die Schlagzeilen in den Fachmedien aber immer wieder belegen, lauern hier aber auch stets Gefahren. Am besten vermeiden Sie deren Nutzung.
  • Klären Sie Kinder und Jugendliche über die potentiellen Risiken auf, die durch die Installation von Apps aus nicht offiziellen Softwarequellen entstehen und besprechen Sie das Phänomen des Malvertising.
  • Installieren Sie eine mobile Sicherheitslösung auf dem Gerät (z.B. McAfee VirusScan Mobile für Android Geräte), um einen eventuellen Befall mit Schadcode zu entdecken.

  • Eine eigene Benutzer-ID in Verbindung mit einer Guthabenkarte ermöglicht bereits Kleineren den begrenzten Einkauf von Apps oder Spielen.
  • Klären Sie über das richtige Verhalten bei der Nutzung des Internets auf. Gehen Sie dabei insbesondere auf die Weitergabe von persönlichen Informationen wie Adresse oder Telefonnummern gegenüber Unbekannten ein.
  • Sprechen Sie über Cybermobbing. Ermutigen Sie dazu, Betroffenen Hilfe anzubieten, wenn Cybermobbing bekannt wird. Grundsätzlich gilt dabei, möglichst frühzeitig Beweise zu sichern (Screenshots) und Erwachsene ins Vertrauen zu ziehen.
  • Reden Sie gerade mit Teenagern auch über Sexting und das Teilen von Informationen in sozialen Netzwerken. Das unbedachte Posten von privaten Aufnahmen in Netzwerken kann für den späteren Lebensweg nicht kalkulierbare Risiken enthalten. Das gilt natürlich auch für das heimliche Filmen von anderen und das Veröffentlichen dieser Aufnahmen.

Diese Hinweise sind nicht als einmalige Belehrung gedacht. Bleiben Sie am Ball und suchen Sie regelmäßig den Dialog mit Ihren Kindern. Reden Sie über deren Erfahrungen und Nutzungsgewohnheiten mit Smartphone und Tablet. So können Sie besser auf mögliche Probleme und Entwicklungen eingehen.

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten
Kommentare zu "Mehr Sicherheit beim Umgang mit Smartphone und Tablet"
Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden. Datenschutz-Hinweis
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Kinder und Medien" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Kinder und Medien" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?