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Wie viel Fernsehen ist in Ordnung und was darf Ihr Kind sehen?

Fernsehen in Maßen schadet Ihrem Kind nach derzeitigen Erkenntnissen nicht. Doch wie erleben Kinder Fernsehen? Worauf sollten Sie als Eltern achten, damit Ihr Kind nicht zu viel oder das Falsche sieht? Die neuesten Erkenntnisse liefert Ihnen dieser Bericht. 

Expertenrat von 

Fernsehen ja, aber richtig!

  • Seien Sie Vorbild! Beobachten Sie einmal genau, wie Sie selbst fernsehen. Gibt es „Fixpunkte“, die Sie jeden Tag ansehen (etwa bestimmte Nachrichtensendungen) und die sogar Ihren Tagesablauf beeinflussen? Wie lange sehen Sie fern oder hören Sie Radio? Läuft der Fernseher nebenbei, auch wenn keiner hinschaut, oder schalten Sie in diesen Fällen konsequent ab? Zappen Sie sich durch verschiedene Sender oder wählen Sie – nach dem Studium der Fernsehzeitung – ganz gezielt aus, was Sie sehen wollen?
  • Stellen Sie klare Fernsehregeln auf! Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, wann, wie lange und was es im Fernsehen anschauen darf. Achten Sie darauf, dass das Gerät sofort ausgeschaltet wird, nachdem die vereinbarte Sendung vorüber ist. Bleiben Sie möglichst konsequent, auch wenn Ihr Kind quengelt, dass „alle anderen das auch sehen dürfen“, wenn Sie eine bestimmte Sendung für ungeeignet halten.
Mein Tipp:
Wenn Sie bemerken, dass Ihrem Kind an einer bestimmten Sendung, die es bisher noch nie sehen durfte, ganz besonders viel liegt, können Sie auch mal eine Ausnahme machen. Sehen Sie sich die Sendung, sofern sie nicht grundsätzlich für Ihr Kind ungeeignet ist (also z. B. kein Krimi!), bewusst gemeinsam an. Sprechen Sie hinterher zusammen über den Film. Was findet Ihr Kind daran so toll? Oder war es nur der Reiz des Verbotenen und es ist von der Sendung, nachdem es sie nun selbst sehen durfte, gar nicht mehr so begeistert?

  • Setzen Sie Ihren Video- oder DVD-Rekorder mit Köpfchen ein! Lassen Sie beispielsweise nicht zu, dass der Tagesablauf vom Fernsehprogramm diktiert wird. Kann Ihr Kind auf eine bestimmte Sendung überhaupt nicht verzichten, können Sie diese aufzeichnen und später ansehen. Mit Video oder DVD haben Sie außerdem die Möglichkeit, Werbung zu entfernen oder gezielt einzelne Filmsequenzen anzusehen und/oder dazwischen Pausen einzulegen.
  • Achten Sie auf Pausen! Darf Ihr Kind zwei Sendungen sehen, ist es günstig, wenn es dazwischen eine Spiel- und Tobepause macht.
  • Sehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind fern! Gerade kleinere Kinder brauchen einen „Fernseh-Begleiter“, mit dem sie ihre Fernseherlebnisse teilen oder zumindest hinterher darüber sprechen können. Wird es im Film spannend, kann Ihr Kind sich richtig schön an Sie ankuscheln und so quasi eine „Rückversicherung“ von Ihnen erhalten. Überfordert der Film Ihr Kind, bemerken Sie dies oft nur dann, wenn Sie selbst mitgucken. Das Fernsehen als „Babysitter“ ist deshalb abzulehnen! Hingegen können gemeinsame TV-Erlebnisse den Familienzusammenhalt stärken.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind immer wieder, das Gesehene nachzugestalten! Indem Ihr Kind Szenen eines Films nachspielt oder malt, kann es sie besser verarbeiten.
  • Bieten Sie Ihrem Kind immer wieder gemeinsame Aktivitäten an! Das ist insbesondere wichtig, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind zu viel fernsieht. Spielen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, planen und machen Sie Ausflüge oder laden Sie Freunde Ihres Kindes ein.
  • Fernsehen direkt vor dem Schlafengehen sollte tabu sein! Das kurze „Sandmännchen“ mag als Ausnahme durchgehen, wenn Sie es in Ihr Abendritual einbauen. Ihr Kind braucht etwa eine Stunde Zeit zwischen Fernsehende und Schlafen, um das Gesehene zu verarbeiten. Dann kann es die Sendung noch einmal nachspielen oder Ihnen davon erzählen. Wenn nachts Helden und Bösewichte durch die Träume geistern, kann das den Schlaf empfindlich stören.
  • Essen Sie nicht beim Fernsehen. Dies ist ein erheblicher Risikofaktor für Übergewicht bei Kindern. Besonders beim Abendessen laufen viele Familien Gefahr, die Mahlzeit mit dem Fernsehen zu verbinden.
  • Setzen Sie Fernsehen weder als Belohnung noch als Strafe ein! Gerade weil es für Kinder so attraktiv ist, nutzen es viele Eltern als Strafe oder Belohnung. Die Glotze bekommt so einen völlig falschen, weil überhöhten Stellenwert für Ihr Kind. Und schließlich hat z. B. der Ungehorsam Ihres Kindes nichts mit dem Fernsehen zu tun. Als logische Konsequenz ist Fernsehverbot aber erlaubt, etwa wenn Ihr Kind beim letzten Mal entsetzliches Theater beim Abschalten des Fernsehers gemacht hat. Dann können Sie natürlich am nächsten Tag den Apparat ganz aus lassen.
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