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Dr. Astrid Laimighofer

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Dr. Astrid Laimighofer: Redakteurin von „Mein Kind – fit & gesund“, Ernährungswissenschaftlerin, Dipl. Kindergesundheitstrainerin und Mutter von drei Kindern.

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Baby 9 Monate isst kaum Beikost

Autor Nachricht
Verfasst am: 10.09.2010 [20:31]
Gelöschter Benutzer Hallo liebe Eltern!

Meine Tochter wird in 2 Tagen 9 Monate alt und seit etwa 3 Monaten versuchen wir es mit der Beikost, allerdings ohne großen Erfolg.
Ich habe sie 6 Monate voll gestillt und habe dann angefangen mit dem Mittagsbrei. Wir haben angefangen mit Karotte was sie gar nicht mochte, sind dann umgestiegen auf Kürbis. Davon hat sie ein paar Löffel gegessen und auch als dann nach und nach Kartoffeln und Fleisch hinzu kamen war das auch in Ordnung für sie, allerdings steigert sich einfach die Menge die sie isst nicht.
Sie hat in den 3 Monaten ganze 3 mal ca. 100 gr geschafft, ansonsten isst sie so homöpathische Mengen von 40-80 gr.
Das gleiche gilt für ihren Abendbrei.
Ich habe auch versucht ob sie eventuell ein anderes Gemüse mag...ohne Erfolg. Das einzige was sie wirklich "isst" ist ihre geliebte Muttermilch. Ich stille sie auch wirklich gerne, aber es zehrt langsam an meiner Kraft, da sie auch nachts wieder öfter trinken will, fast jede Stunde. (ich muss dazu sagen sie zahnt auch zur Zeit)
Gewichtstechnisch liegt sie mit ca. 9100 gr etwas über dem Durchschnitt, von daher bin ich schonmal beruhigt, aber wie kann ich ihr bloß das Essen schmackhaft machen?
Fingerfood lutscht sie nur an und es landen geringe Mengen im Bäuchlein.

Sry, Beitrag ist etwas lang geworden, aber ich weiß einfach nicht was ich noch machen soll.

Lg
Isabel
Antworten
Verfasst am: 10.09.2010 [21:28]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1611
Liebe Isabel,
wenn Ihr Baby zahnt, ist es gut möglich, dass Beikost weitgehend abgelehnt wird. Füttern Sie die Beikost versuchsweise nur zimmerwarm (nicht erwärmt) mit einem ganz weichen Löffel, z.B. aus Silikon.

Isst Ihr Kind Obstgläschen lieber? Die meisten Babys sind ausgesprochene Süßschnäbel und das Obst rutscht oft hervorragend. Wenn das bei Ihrem Baby auch so ist, können Sie die Gemüsegläschen mit Obstgläschen mischen (z.B. Kürbis mit Apfel oder Birne) und dann langsam die Obstmenge reduzieren, damit Ihr Kleines sich auch an den "normalen" Gemüsegeschmack gewöhnt.

Probieren Sie es weiterhin mit Fingerfood, z.B. mit ganz weich gekochten Kartoffel-, Pastinaken- oder Kürbiswürfelchen. Auch wenn Ihre Tochter nur wenig davon isst und mehr lutscht, gewöhnt sie sich an den Geschmack. Die Mengen, die im Magen landen, werden von allein mit der Zeit größer.

Bitte haben Sie Geduld. Es wird mit dem Essen schon noch klappen. Lassen Sie Ihre Tochter immer mit am Tisch sitzen, wenn die ganze Familie isst. Das regt den Nachahmungstrieb an.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind"
Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 10.09.2010 [22:00]
Gelöschter Benutzer Liebe Frau Schmelz,

vielen lieben Dank für Ihre schnelle Antwort.
Ich werde es einfach mit ganz viel Geduld weiter probieren.
Selbstgemachtes Apfel-Birnenmus liebt sie, ich habe es auch schon versucht mit unter das Gemüse zu mischen, leider ohne großen Erfolg.
Wegen des nächtlichen Stillens wurde mir von der Ernährungsberaterin unserer Kinderarztpraxis geraten sie nachts nicht mehr zu stillen, aber ich kann meine Maus nicht hungern lassen, denn sie trinkt dann auch wirklich gut und nuckelt nicht nur.

Würde gerne noch fragen was sie von dem Aptamil Milchbrei halten (Grieß) den man allerdings nur mit Wasser anrührt, den hat sie gestern sehr gut gegessen, ich habe heute allerdings gelesen das diese Fertigbreie nichts wären.
Mittags koche ich auch selbst für sie, Gläschen verweigert sie komplett.
Und meine letzte Frage wäre noch ob es wegen des Nährstoffbedarfs unbedenklich ist dass sie noch immer so kleine Mengen isst.
Sie ist ein munteres und sehr fröhliches Baby, deshalb mache ich persönlich mir keine sooo großen Sorgen, aber ich alle die hören dass sie noch fast voll gestillt wird meinen dass dies doch nicht normal und nicht gesund fürs Kind sei.
Aber was soll ich machen, ich kann sie doch nicht hungern lassen, das käm für mich gar nicht in Frage, auch wenn die Dame aus der Praxis mir "dringend dazu raten würde".

Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe!

Lg
Isabel
Antworten
Verfasst am: 10.09.2010 [23:33]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1611
Liebe Isabel,
wenn Ihre Tochter nachts viel und gut an der Brust trinkt, ist es ganz logisch, dass sie tagsüber kein so großes Interesse an der Beikost hat. Schließlich deckt sie ihren Nährstoffbedarf überwiegend nachts durch die Muttermilch. Insofern hat die Ernährungsberaterin nicht ganz unrecht. Allerdings würde ich einem Baby die Brust nicht völlig verweigern, sofern ich nicht abstillen möchte. Doch wäre es sinnvoll, die nächtlichen Mahlzeiten etwas einzuschränken oder zumindest die Abstände hinauszuzögern, was natürlich schwierig ist, weil Ihre Tochter das jetzt gewöhnt ist.

Versuchen Sie es doch mal beim Füttern mit viel Obstmus und weniger Gemüse und steigern Sie die Gemüsemenge langsam - vielleicht klappt es dann besser.

Was die Nährstoffe betrifft, so könnte es eventuell mit dem Eisen knapp werden. Das könnte man durch eine Blutuntersuchung (aus der Fingerbeere) feststellen. Ansonsten brauchen Sie sich keine Sorgen machen, da Ihre Tochter gut gedeiht und auch nicht untergewichtig ist.

Der Aptamil Milchbrei Grieß wird mit Wasser angerührt, weil das Milchpulver schon enthalten ist. Er enthält zwar keine Zuckerzusätze, schmeckt aber trotzdem süß, da er 37 g Zucker pro 100 g Pulver enthält (hauptsächlich Milchzucker, eventuell auch aufgeschlossene Getreide-Kohlenhydrate, die dann auch süß schmecken). Fertig angerührter Brei enthält natürlich deutlich weniger Zucker und zu bedenken ist, dass z.B. auch Muttermilch süß schmeckt (enthält 7 g Milchzucker auf 100 ml).

Von der Zusammensetzung ist der Aptamil Grießbrei also soweit in Ordnung (nicht jeder Fertigbrei ist "minderwertig"!), verstärkt aber die Süß-Konditionierung Ihrer Tochter weiter. Deswegen wäre es jetzt wichtiger, dass sie auch Gemüsiges isst. Wenn es nicht gelingt, sie langsam an den Gemüsegeschmack heranzuführen, stehen die Chancen schlecht, dass sie als Kleinkind ausreichend Gemüse isst, weil sie sich mit dem Geschmack nicht anfreunden konnte.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



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Chefredakteurin von "Gesundheit und Erziehung für mein Kind"
Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 10.09.2010 [23:53]
Gelöschter Benutzer Liebe Frau Schmelz,

ich danke Ihnen für Ihre Hilfe und die schnelle Antwort.
Dann werde ich es mit der Reduzierung der Trinkmenge nachts mal versuchen. Ich muss zur "Entschuldigung" meiner Tochter sagen dass der 2. Zahn grad am durchbrechen ist und sie seitdem verstärkt nachts trinken möchte, davor hat sie tagsüber genug getrunken.
Die "Süßorientierung" habe ich von Anfang an versucht zu vermeiden, Banane z.B. mag sie überhaupt nicht, da schüttelt sie sich regelrecht, anscheinend ist die zu süß.
Und Apfelmus bekommt sie auch schon nicht mehr jeden Tag, eben damit sie sich nicht zu sehr ans Süße gewöhnt.
Ich werde einfach weiter anbieten, versuchen das Stillen nachts zu reduzieren und darauf hoffen dass es bald "klick macht" bei der Kleinen. Der Kürbisbrei scheint ihr ja zu schmecken,denn die ersten Löffel ist sie ohne Probleme, nur die Mengen die sie dabei zu sich nimmt, sind halt sehr gering.

Ich danke Ihnen für Ihre schnelle Hilfe und wünsche Ihnen noch einen schönen Abend bzw. eine gute Nacht!

Lg
Isabel
Antworten
Verfasst am: 10.09.2010 [23:57]
Gelöschter Benutzer P.S.

Werde den Tipp mit dem Obstmus im Essen mal probieren.
Und beim Abendbrei werde ich mal einen Getreidebrei den ich selbst mit Pre Milch anrühre probieren, der dann nicht so süß ist.
Antworten
Verfasst am: 13.09.2010 [14:22]
Kris
Alter Hase
Dabei seit: 13.01.2009
Beiträge: 32
Hallo capetown2008,

ehrlich gesagt würde ich mir gar nicht so viele Gedanken machen - meinen Zweiten habe ich quasi ein Jahr voll gestillt, weil er alles andere strikt verweigert hat. Und meine Hebamme hatte auch viele tolle Ideen, was ich noch probieren könnte. Half alles nichts. Nachsorgehebamme fragen kann ich dir auf jeden Fall auch empfehlen. Die wird von der Kasse nämlich auch für Unterstützung bei der Beikosteinführung bezahlt.
Irgendwann fing mein Kleiner an, morgens Joghurt zu essen (vielleicht weil er das bei uns gesehen hat). Und wenn ich mich recht erinnere war der Kick dabei, dass er selber löffeln durfte. Ist natürlich für euch im Moment noch keine Option, aber vielleicht in zwei, drei Monaten.
Außerdem würde ich nicht zu viele verschiedene Nahrungsmittel probieren. Abwechslung brauchen kleine Essanfänger nicht, stattdessen hilft es ihnen sicher mehr sich durch einen vertrauten Geschmack erst mal an die Sache mit dem Löffel und dem Schlucken zu gewöhnen. Bleib einfach erst mal bei Kürbis, wenn der akzeptiert ist. Mögliche Rezepte, die mir alternativ einfallen, die bei meinen beiden beliebt waren: Reisschleim mit Banane oder Zwieback in warmer Milch aufgelöst mit Apfelmus.

Und wegen Mangelerscheinungen brauchst du dir, glaube ich, keine Gedanken zu machen. Er kriegt ja schließlich jede Menge Mumi.

Ich denke eher, dass du gut nach dir schauen musst. Wer so viel stillt und nachts so häufig geweckt wird wie du, sollte zusehen, dass seine Batterien nicht total leerlaufen!

Euch alles Gute,
Kris
Antworten Profil
Verfasst am: 13.09.2010 [20:26]
Gelöschter Benutzer Hallo Kris!

Vielen lieben Dank für deine Antwort und die aufmunternden Worte.
Ich versuche nun etwas gelassener an die Sache ranzugehen, sie ist ja zum Glück kein Fliegengewicht und nimmt zur Zeit auch brav 80 gr die Woche zu.
Gestern mittag hat sie auch wieder etwas über 100 gr gegessen, ich habe da bewusst versucht sehr ruhig und gelassen zu bleiben. Vielleicht merkt sie das.
Und ich habe mir das Buch von Gonzales geholt "Mein Kind will nicht essen" was von so vielen gelobt wird.
Das werde ich mir heute abend mal zu Gemüte führen. icon_smile.gif

Das mit dem selbstlöffeln könnte ich mir vorstellen wird ihr auch mal mehr Spaß machen. Sie "hilft" mir schonmal dabei den Löffel zu ohrem Mund zu führen.
Und sie knabbert gerne selbst. Gestern hat sie z.b. nach dem Brei noch eine hale Kartoffel gemümmelt.

Ich denke ich muss mich einfach in Geduld üben. Ich habe auch einige Tips von meiner Hebamme bekommen, aber wie du schon sagst, auch bei uns hilft es nicht. Wobei sie auch sagt es wäre ihr noch nicht so oft untergekommen dass ein Kind so hartnäckig auf seine Muttermilch besteht. icon_smile.gif

Ich werde mich einfach weiterhin gut ernähren und versuchen tagsüber wenn die Kleine schläft meine Akkus etwas aufzuladen.

Vielen lieben Dank für deine Antwort, es tut gut zu hören dass andere auch diese "Problemchen" hatten.

Liebe Grüße

Isabel
Antworten
Verfasst am: 13.09.2010 [20:28]
Gelöschter Benutzer "ihrem" Mund meinte ich natürlich. icon_smile.gif
und "halbe" Kartoffel

oh je da schlägt wieder mal die Müdigkeit durch. icon_wink.gif
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