Diskutieren Sie in unserem Elternwissen-Forum über die Familien-Themen, die Sie interessieren: Kindererziehung, Kindergesundheit, Kinderernährung, Schule, Lernen und vieles mehr! Bitte sehen Sie sich unsere Diskussionsregeln vorher an.

Thema ohne neue Antworten

Effektive Kommunikation

Autor Nachricht
Verfasst am: 05.03.2020 [18:14]
Gunter
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 05.03.2020
Beiträge: 9
Mit meiner inzwischen 30-Jährigen familienpolitischen Arbeit habe ich gleichzeitig einen besseren Umgang mit Kindern und Mitmenschen gelernt, die ich als effektive Kommunikation bezeichne.
Es geht um die Methoden:
Einfühlsames Beobachten, Ich-Botschaft und einfühlsames Zuhören.
Das einfühlsame Beobachten dient hauptsächlich dem kennen lernen. Entdeckt habe ich diese Möglichkeit der Kommunikation in der gelegentlichen Betreuungsarbeit seit 10 Jahren mit Kindern zwischen 2 und 6 Jahren. Sie leitet sich vom einfühlsamen Zuhören ab. ist eine ständige Kommunikationsart, die auch ohne Probleme und Konflikte sinnvoll ist. Voraussetzungen dazu:
Annahme: Mitmenschen grundsätzlich so annehmen wie sie sind. Die Grundhaltung zeigt: Ich nehme dich ernst. Du bist mir wichtig, als erste Voraussetzung.
Akzeptanz: Die Gefühle sind wichtig, in der jeweiligen Situation richtig und für das Kennenlernen nützlich Gefühle sind die wesentliche Grundlage des Lebens überhaupt.
Aufmerksamkeit: frei sein, um Mitmenschen zu beobachten. Versuchen, jede Möglichkeit dafür zu nutzen.
Die Ich-Botschaft setze ich ein, wenn ich ein Problem habe bzw. mit dem Verhalten Anderer nicht einverstanden bin.
Dazu benutze ich die ersten 3 von 4 Aspekten nach Miteinander Reden I von Friedemann Schulz von Thun zum bewusst machen:
Die Sache ist unabhängig von Gefühlen und Wertevorstellungen einzelner Menschen.
Bei der Selbstdarstellung geht es um die eigene Sicht der Sache mit allen Interessen, Zielen und der eigenen Wertewelt.
Die Beziehung zeigt den Bezug zu Mitmenschen nach dem Motto „so sehe ich dich“.
Die Ich-Botschaft enthält
1. die Darstellung der Sachlage bzw. Situation, aus der Sicht des Problembesitzers.
2. die Wirkung dieser Sachlage bzw. Situation auf den Problembesitzer und
3. die Folgen, die durch die Sachlage und Situation für den Problembesitzer entstehen.
Einfühlsames Zuhören wende ich an, wenn ein Mitmensch ein Problem hat um dieses Problem kennen zu lernen. Auch hier gelten die Voraussetzungen Annahme, Akzeptanz und Aufmerksamkeit. Die eigenen Werte und Gefühle sind dabei nebensächlich.
Zu diesen und weiteren Themen gibt es eine ausführliche Darstellung mit weiteren Möglichkeiten, die noch verbessert werden kann. Z. B. Problemlösungsmethode in einer Gruppe, Eindrücke zur Fernsehsendung „Die geheimnisvolle Welt der Kinder“
Grundlage sind Arbeiten von Thomas Gordon, Dr. Johanna Graf.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.2020 um 18:37.]
Antworten Profil
Verfasst am: 12.03.2020 [11:04]
Gunter
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 05.03.2020
Beiträge: 9
Bei vielen jungen Familien treten Konflikte mit den Kindern auf, wenn es darum geht, welches Verhalten sind richtig. Die Frage ist: wer bestimmt das. Meistens wird von Müttern geantwortet: mein Bauchgefühl.

Dieses Gefühl ist einmal entstanden. Derzeit galten eventuell noch andere Wertevorstellungen.

Inzwischen hat sich aber einiges entwickelt. Die Kinder wachsen in diese weiterentwickelte Zeit hinein. Dann ist es nur folgerichtig, wenn sich die Wertewelt der Eltern an der Entwicklung der Kinder anpasst.

Nicht die Vergangenheit sondern die Zukunft müsste dann der Maßstab sein.

Ihre Meinung dazu liebe Eltern?
Antworten Profil
Verfasst am: 26.04.2020 [19:28]
Gunter
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 05.03.2020
Beiträge: 9
Beispiel aus dem Internet:

Problem: Das Kind hatte mit einem Freund bei einer bekannten Familie gespielt. Ein weiteres Kind zeigte sich in einer besonderen Pose, die für die Mutter des Kindes ungewöhnlich und unangenehm war.
Bei den laufenden Antworten wurde leider nicht einfühlsam mit ihr umgegangen. Deshalb die folgende Reaktion der Mutter.
Aussage: Ich finde es unverschämt über Leute zu urteilen, die man weder kennt noch die Situation.
Meine Antwort als Rückmeldung zur Mutter zunächst auf die Reaktionen anderer im Internet: „Ich habe den Eindruck, Du meinst, hier wird eher interpretiert als das geschriebene zu verstehen.“
Meine Antwort auf das Problem: „Ich meine erkannt zu haben, dass es Deinem Kind unangenehm wird. Sie will Deine Hilfe als Mutter. Ist das richtig?“
Antwort der Mutter darauf: „Ja genau darum geht es mir. Mein Kind ist sehr sensibel. Es vertraut sich mir meistens an. Ich war mir unsicher, ob ich richtig reagiert habe.“
Rückmeldung: „Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Es ist schön zu wissen, dass man das Problem erkannt hat. Hast Du noch eine Korrektur hierzu?“
Antwort: „Nein nicht.“
Letzte Antwort von der Mutter: Die Mutter des Freundes hat auch gestern noch mit ihr telefoniert und sie haben in Ruhe alles geklärt. Die zwei Mütter sind inzwischen auch sehr gut befreundet.

Das war mein erster Versuch das oben gelernte auch in einem Forum im Internet zu verwenden. Notwendig dazu ist eine gute Schilderung des Problems vom Problembesitzer. Es sollte möglich sein, dass der Zusammenhang der Beziehungen beim Leser wie ein Film vor Augen abläuft. Erst dann ist eine Rückmeldung möglich. So kann man das Geschriebene ähnlich, wie die Beobachtung und das Zuhören verwenden. Auch hier gilt: Die eigene Werte und Gefühle des Lesenden sind nicht wichtig. Alles führt auf das aktive bzw. einfühlsamen Zuhören zurück.
Antworten Profil
Verfasst am: 04.11.2020 [10:36]
Gunter
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 05.03.2020
Beiträge: 9


[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 04.11.2020 um 14:25.]
Antworten Profil
Verfasst am: 18.11.2020 [10:17]
Gunter
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 05.03.2020
Beiträge: 9
Antworten Profil


Antworten
Elternwissen per E-Mail

Ja, ich möchte regelmäßig und gratis informiert werden über:

Expertenwissen
Videos & Podcasts

Werde Fan von Elternwissen

Gratis Tests, Checkliste und Tools

Tests, Tools und Checklisten