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Meine Tochter beißt andere Kinder, was kann ich dagegen tun?

Autor Nachricht
Verfasst am: 19.12.2008 [12:16]
Nicki
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 19.12.2008
Beiträge: 1
Hallo,
Meine 13 Monate alte Tochter stellt mich zur Zeit vor eine schwierige erzieherische Herausforderung. Sie beißt andere Kinder. Nicht im Streit oder weil sie bedrängt würde, sondern einfach so. Sie nimmt die Hand eines Kindes, steckt einen Finger in ihren Mund und beißt langsam immer fester zu, bis das Kind weint. Ehrlich gesagt, stehe ich dem Ganzen etwas hilflos gegenüber und weiß nicht recht, wie ich darauf reagieren soll, so dass sie auch versteht, dass das nicht O.K. ist, was sie da macht.
Herzliche Grüße und vielen Dank im Voraus!
Antworten Profil
Verfasst am: 19.12.2008 [17:26]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe Nicki,
ich kann gut verstehen, dass es Sie beunruhigt, wenn Ihre 13-monatige Tochter andere Kinder (vielleicht manchmal auch Sie selbst?) völlig grundlos beißt. Ich kann Ihnen aber versichern, dass fast alle Kinder in diesem Alter eine Phase durchmachen, in der sie beißen, oft aber auch schlagen oder kratzen – das war auch bei meinen beiden Kindern so. Ihr Kind ist sich anfangs nicht bewusst, dass es anderen durch das Beißen weh tut. Es möchte einfach ausprobieren, was es alles kann, und natürlich müssen auch die vorhandenen Zähne „getestet“ werden. Wenn es durch dieses Verhalten dann bei Ihnen auch noch ein Maximum an Aufmerksamkeit und vielleicht Ablenkungsversuche hervorrufen kann, wird das Ganze noch interessanter.
Natürlich müssen Sie eingreifen, aber bitte möglichst ruhig. Konfrontieren Sie Ihre Tochter mit den Folgen ihres Verhaltens, etwa: „Schau, was du angerichtet hast, das Kind weint jetzt; und schau dir die Beißspuren an, so weh hast du dem Kind getan.“ Entfernen Sie Ihre Tochter für kurze Zeit von den anderen Kindern: „Du kannst später wieder mitspielen, wenn du nicht beißt. Jetzt setzt du dich für eine Weile zu mir.“ Diese Auszeit kann mit jedem Mal verlängert werden. Gut wäre es, wenn Sie ihr immer dann eine Alternative zum Darauf-Herumbeißen anbieten könnten, beispielsweise ein Stück hartes Brot oder Brezel, an dem sie ihre Zähne ausprobieren kann. Führt das nicht zum Erfolg, sollten Sie jedes Mal, sobald sie ein anderes Kind gebissen hat, ganz konsequent den Spielplatz oder die Krabbelgruppe verlassen und mit ihr nach Hause gehen. Sagen Sie ihr dabei jedes Mal, dass sie nicht mit den anderen Kindern spielen kann, wenn sie sie beißt. Auch wenn Ihre Tochter vielleicht den Wortsinn noch nicht voll erfassen kann, wird sie sehr schnell wissen, warum Sie mit ihr nach Hause gehen. Da es dort lange nicht so interessant ist, wird sie sicher schnell lernen, dass Beißen ein Verhalten ist, das sich für sie nicht lohnt.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!
Ihre
Andrea Schmelz

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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 20.12.2008 [15:01]
engerl
Alter Hase
Dabei seit: 18.11.2008
Beiträge: 23
Liebe Nicki, auch meine Jungs haben das ungefähr in diesem Alter gemacht...
bei meinem ersten hat es genau diese methode getan,d er zweite ist da ein wenig extremer und hartnäckiger gewesen- eiens Tages, fiel mir dann auch mal so ganz spontan mal ein, es gelich zu tun- ich hab schon gleich nach so einem Vorfall versucht, ihn wieder zu mir auf die Bank zus etzen und zerst versucht zu erklären und Kind zu zeigen usw. wie Frau Dr.SChmelz schreibt... als ich jedoch merkte, ich habe keinen Zugang- hab ich gaaanz so spontan seine Hand genommen,ganz leicht ihn in den Finger gebissen und langsam gesteigert, bis ich eine Reaktion merkte (bis zu jenem Zeitpunkt liefen wir alle schon mit seinen Zähnen im Oberarm herum wochenlang...)- mein Kleiner hat groß geguckt, sich den Finger gerieben, mich entsetzt und fragend angeguckt- autsch gemeint- und ich habe gesagt, daß er andere viel fester beißt noch, da sieht man noch keine Zähne- und habe ihn meinen großen Bluterguß mit seinen Zähnen darin gezeigt auf meinen Oberarm...
gabriel hat seither nie wieder jemanden geschalgen, gebissen oder sonst wie genötigt.
manchmal brauchts anscheinend auch für etreme Situationen extreme Lösungen, wie es scheint...
engerl
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