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Noch immer Windel nachts mit 6 J.

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Verfasst am: 16.01.2009 [11:11]
fleissigeBiene
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 16.01.2009
Beiträge: 2
Hallo

Mein älterer Sohn ist im vergangenen November 6 Jahre alt geworden. Er ist seit er 3 1/2 Jahre alt war tagsüber ohne Windel, aber Nachts trägt er noch immer eine. Meistens ist sie morgens voll, von Zeit zu Zeit kommt es jedoch vor, dass sie ganz trocken ist. Bei der 6-Jahres-Kontrolle hab ich mit dem Kinderarzt darüber gesprochen und er hat mir 2 Möglichkeiten aufgezeigt:

1. Hormonspray, da bei meinem Sohn anscheinend ein gewisses Hormon im Hirn nicht ausgeschüttet wird und darum die Blase "nicht hält" -> kommt für mich nicht in Frage icon_eek.gif

2. Weckmatte, d.h. er wird nachts brutal geweckt, wenn die ersten Urintropfen mit der Matte in Berührung kommen -> möchte ich ihm auch nicht zumuten. icon_mad.gif

Wer hat mir einen Tipp? Mein Sohn fäng nun nämlich selber an zu fragen, wieso er denn Nachts noch in die Windel macht und er scheint darunter zu leiden. Ich habe jetzt Abends damit angefangen mit seiner Blase zu sprechen (damit das "Problem" von ihm wegdirigiert wird) und sie zu bitten, ihn entweder zu wecken oder bis morgens durchzuhalten. Er findet das immer sehr lustig und geniesst die Zuwendung auch. Ich hab das Gefühl, die Windel ist morgens nicht mehr so voll (statt voll nur noch etwa halbvoll). Aber da ist ja noch immer die Sache mit dem Hormon, was anscheinend nicht genug ausgeschüttet wird.

Was soll ich tun? icon_rolleyes.gif

Herzlichen Gruss und vielen Dank schon im Voraus!!

fleissige Biene

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.2009 um 11:12.]
Antworten Profil
Verfasst am: 16.01.2009 [23:07]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe fleissige Biene,
das Problem des nächtlichen Einnässens kommt viel häufiger vor, als man glauben mag, weil keiner darüber spricht. Auch im Forum gibt es dazu schon Beiträge, z.B. hier: www.elternwissen.com/forum/beitraege/erziehung-und-entwicklung/nacht-windel-mit-sechs-jahren.html

Wann sich die Blasenkontrolle während des Schlafes entwickelt, ist bei Kindern recht unterschiedlich. Das Ganze ist ein Reifungs- und Entwicklungsprozess, der unterschiedlich lange dauert. Oft besteht eine genetische Veranlagung und ein Elternteil oder dessen Verwandte haben auch lange gebraucht, bis sie nachts trocken waren bzw. es gibt Bettnässer in der Familie.

Wenn Sie die üblichen schulmedizinischen Behandlungsmethoden für Ihren Sohn ablehnen, könnten Sie es zunächst einmal mit einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung versuchen. Das geht aber nicht in Eigenregie, dazu müssen Sie sich an einen erfahrenen klassischen Homöopathen wenden.

Vielleicht wollen Sie es aber zuvor noch mit einem "Sonne-und-Wolken-Kalender" versuchen. In diesen Kalender werden „trockene“ Nächte mit einer lachenden Sonne, „nasse“ Nächte mit Regenwolken eingetragen. Fortschritte lassen sich daran gut erkennen und können gezielt durch Lob oder besondere Zuwendung (z. B. gemeinsamer Schwimmbadbesuch) verstärkt werden. So ein Kalender macht aber nur dann Sinn, wenn wenigstens manche Nächte das Bett bzw. die Windel trocken bleibt - ansonsten ist er nur deprimierend für das Kind!

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz






Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 19.01.2009 [11:09]
2rugrats
Newbie
Dabei seit: 06.05.2008
Beiträge: 3
Guten Morgen!

Das Problem kenne ich zur Genüge. Mein Sohn wird im März 7 und ist erst seit einem knappen halben Jahr nachts trocken. Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben daß er überhaupt noch trocken wird!

Der Kinderarzt hatte uns nach der U9 zum Urologen überwiesen um eine organische Ursache auszuschliessen. Danach hat der Urologe (der übrigens NICHTS von Klingelmatten hält) eine Medikamententherapie begonnen; zum einen, um den Harndrang zu reduzieren damit sich die Blase weitet (sprich ein größeres Volumen bekommt), zum anderen um das fehlende Hormon zu kompensieren. Angefangen haben wir erst mit dem "Vergrößern"; 6 Monate hat mein Sohn das Medikament eingenommen, am Wochende mussten wir immer ein Miktationsprotokoll führen, welches der Urologe dann bei den Folgeterminen ausgewertet hat. Während dieser Zeit hat mein Sohn nachts immer noch eine Windel getragen die in den meisten Fällen morgens immer sehr voll war (trotz Klo-gang vorm Zubettgehen). Dann hat mein Sohn zusätzlich ein Medikament zur Nacht bekommen was das fehlende Hormon kompensierte -- und er war innerhalb von 4 Tagen nach Beginn der Einnahme nachts KOMPLETT TROCKEN. Wir haben die Windel sofort weg gelassen, und haben seit dem keine Probleme mit einnässen mehr. Beim letzten Urologentermin im Herbst haben wir dann angefangen die ganzen Medikamente auszuschleichen, seit Ende Dezember ist mein Sohn nun total trocken OHNE Medikamente. Ich kann nur raten zum Urologen zu gehen und sich dort beraten lassen und eine Medikamententherapie nicht gleich abzulehnen. Es war ein langer Weg, aber der Erfolg war schnell messbar und mein Sohn ist stolz daß er es geschafft hat. Er merkt nun nachts wenn die Blase voll ist und geht zur Toilette!
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Verfasst am: 06.02.2009 [12:23]
doris01
Newbie
Dabei seit: 25.11.2008
Beiträge: 3
Hallo,

auch mir ging es so ähnlich mit meiner 7-jährigen Tochter. Auch Sie brauchte bis vor 7 Wochen noch eine Windel in der Nacht.

Wir haben auch das Problem mit dem Hormon gehabt und noch dazu kommt bei ihr eine viel zu kleine Blase, so das der Urin nicht gehalten werden kann. Ich habe es ihr wirklich so gesagt, wie es ist - sie versteht das - und außerdem habe ich ihr gesagt, das sie nicht alleine mit dem "Problem" ist sondern noch sehr viele andere große Kinder. Da war es viel leichter, mit der Windel zu schlafen.

Seit ungefähr 7 Wochen ist sie jetzt nachts total trocken. Sie nimmt keine Windel mehr. Wir müßten jedoch die Hormontabletten nehmen 2x1 am Abend und nach 18 uhr nicht mehr als 0,25 trinken.(was schwer war). zusätzlich mußten wir morgens 1 Tabl. für die Blase (zu kleine Blase - dadurch wird die Blase gedehnt) nehmen und auch abends.

Ich war auch nicht begeistert davon, sie jetzt schon mit Hormontabletten vollzustopfen. Aber der Erfolg belehrt mich eines besseren.

Also nicht verzagen, und wirklich mit den tabletten anfangen.
In Österreich gibt es den Hormonspray nicht mehr - dadurch Tabletten.

Viel Erfolg und nicht den Mut verlieren.

Doris
Antworten Profil
Verfasst am: 12.07.2010 [11:59]
fleissigeBiene
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 16.01.2009
Beiträge: 2
Er hat es geschafft!!! icon_biggrin.gif
..und erst noch ohne Medikamente!

Vor einem Jahr etwa hab ich in einer Ausgabe von Gesundheit & Erziehung von der Methode gelesen, das Kind - bevor man selber ins Bett geht - nochmals auf die Toilette zu setzen. Da wir im letzten August umgezogen sind, hab ich noch ein paar Monate gewartet und dann im Herbst damit angefangen, und zwar konsequent. Er kriegte auch keine Windel mehr nachts. Manchmal ist halt was daneben gegangen, am Anfang häufiger und dann immer weniger. Das Ganze haben wir bis im Mai dieses Jahres durchgezogen und da hab ich mal vergessen ihn auf die Toilette zu setzen...und er war morgens trotzdem trocken! Dann habe ich ihn probeweise durchschlafen lassen, ohne den späten Toilettenbesuch und siehe da...es klappte! Ganze 2 Wochen lang. Da ging was daneben. Also hab ich wieder 2-3 Tage den spätabendlichen Toilettenbesuch durchgeführt und dann wieder weggelassen und jetzt ist er schon seit Wochen trocken. Es war mühsam, aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt!!!

Dies nur als Erfahrungbericht für Eltern, die in der gleichen Situation sind.

Viele Grüsse
Anne

PS: Im Artikel stand übrigens auch, dass man das Ganze mind. 6 Monate lang durchführen muss, um Erfolg zu haben. Hat sich im Nachhinein als genau richtig herausgestellt!
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